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Leerverkäufe am Dividendenstichtag – was beachtet werden sollte

Leerverkäufer setzen auf fallende Kurse. Bei einer schwachen Börse lassen sich oft ansehnliche Kursgewinne erzielen.

Da liegt die Strategie nahe, kurz vor oder am Dividendenstichtag Leerverkäufe zu tätigen, insbesondere dann, wenn es um das jeweilige Unternehmen ohnehin nicht gut bestellt ist.

Mehr dazu: Leerverkäufe – auch für Privatanleger interessant

Der Grund: Die Dividende wird in der Regel einen Tag nach der Hauptversammlung ausbezahlt, wodurch der Kurs eines Unternehmens am Dividendenstichtag minus der Dividende festgestellt wird.

So sinkt der Aktienkurs des betreffenden Unternehmens in der Regel.

Beschließt beispielsweise die Deutsche Telekom AG eine Dividende in Höhe von 0,70 Euro, werden die Aktien der Deutschen Telekom einen Tag nach der Hauptversammlung Ex-Dividende gehandelt.

Mehr dazu: Ex Dividende: Was ist das?


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Das heißt, der Kurs der T-Aktie müsste theoretisch um 0,70 Euro fallen, worauf Leerverkäufer spekulieren, wenn sie Aktien verkaufen, die nicht in ihrem Besitz sind.

Strategie Leerverkäufe am Dividendenstichtag birgt Risiken

Die Strategie „Leerverkäufe am Dividendenstichtag“ muss aber nicht zwangsläufig aufgehen.

Denn der Kurs einer Aktie kommt nach wie vor durch Angebot und Nachfrage zu Stande. Die Dividendenausschüttung am Dividendenstichtag hat nur teilweise einen Einfluss auf den Aktienkurs.

Der Dividendenabschlag spiegelt sich nur in den seltensten Fällen im Verhältnis von 1:1 im Kurs wider.

Vielmehr beachten Marktteilnehmer die aktuelle Markt- und Nachrichtenlage zum Unternehmen sowie den Ausblick, den das Unternehmen für das verbleibende Geschäftsjahr gibt.

Leerverkäufe am Dividendenstichtag: Kurse können am Stichtag steigen

Gibt das Unternehmen am Tag der Hauptversammlung zum Beispiel positive Neuigkeiten wie neue Aufträge, einen nach oben korrigierten Gewinnausblick oder gar einen lukrativen Zukauf bekannt, kann der Aktienkurs am Dividendenstichtag auch steigen.

Der Leerverkäufer wäre in diesem Fall der Leidtragende. Er müsste sich so später zu höheren Kursen wieder eindecken und würde einen Verlust verbuchen.

Darüber hinaus ergeben sich für den Leerverkäufer noch weitere Risiken, die während der gesamten Laufzeit gelten.

Er muss nicht nur die leerverkauften Aktien wieder zurückkaufen, sondern auch alle laufenden Auszahlungen aus der Aktie wie zum Beispiel Dividenden begleichen.

Rechenbeispiel eines Leerverkaufs

Ein Beispiel: Der Leerverkäufer Herr Müller hat 1.000 Deutsche Telekom-Aktien zum Kurs von 8,70 Euro zu Jahresbeginn verkauft und diese später zum Jahresende zu 8,20 Euro pro Stück zurückgekauft.

So kann er zunächst zwar einen Gewinn von 500 Euro verbuchen, unter dem Strich macht Herr Müller aber einen Verlust.

Der Grund: Da die Telekom eine Dividende in Höhe von 0,70 Euro ausgeschüttet hat, muss er dem ursprünglichen Eigentümer 700 Euro (0,70 x 1.000) ersetzen.

Der Gewinn aus dem Leerverkauf errechnet sich aus der Differenz zwischen Anschaffungspreis und Verkaufspreis, abzüglich zwischenzeitlicher Auszahlungen (Dividenden etc.).

Zudem werden in einigen Fällen auch Leihgebühren fällig, dies gilt ebenfalls im Vorfeld der Transaktion abzuklären.

Mehr dazu: Leerverkäufe: Diese Kosten können entstehen

Die Strategie, Leerverkäufe am Dividendenstichtag zu tätigen, ist also alles andere als risikolos. Spekulative und erfahrene Anleger können mit ihr allerdings auch ordentliche Gewinne erzielen.

10. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands