MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Riester-Banksparplan berechnen – Zulagen machen die Würze

Will man einen Riester-Banksparplan berechnen, zeigt sich im Ergebnis: Es sind vor allem die staatlichen Förderungen sind, die diese Form der Altersvorsorge attraktiv machen.

Riester-Banksparplan – Berechnen von Renditevorteilen

Schon die beispielhafte Rückrechnung für 30- und 15jährige Laufzeiten bezogen aufs aktuelle Jahr 2014 macht deutlich, dass Zulagen und Vergünstigungen die Rendite selbst einer niedrigen Grundverzinsung deutlich erhöhen.

Der Effekt macht sich gerade bei kürzeren Laufzeiten bemerkbar. Deshalb ist ein Riester-Banksparplan auch im Alter von 50-Plus rentabel.

Förderleistungen und Voraussetzung

Zu den Förderleistungen zählen: Die Kinderzulage von 300 €, wenn der Nachwuchs ab 2008 geboren ist – für ältere Kinder gibt´s jeweils 185 € pro Jahr.

Abgesehen davon bekommt jeder Sparer jährlich maximal 154 € Grundzulage. Obendrein lassen sich bis zu 2.100 € pro Jahr steuerlich als Sonderausgaben absetzen.

Will man etwa allein die Auswirkungen der Grundzulage und Steuervorteile beim Riester-Banksparplan berechnen, muss man zunächst Folgendes beachten: Voraussetzung für die volle Grundzulage ist eine Sparrate von mindestens 4% des persönlichen Einkommens.

Bei geringeren Beträgen fällt auch die Grundzulage niedriger aus. Der Sockelbetrag einer Sparrate beträgt 60 € im Monat.

Riester-Banksparplan berechnen: Beispiel 1

So muss beispielsweise ein Single mit 30.000 € Jahreseinkommen jährlich mindestens 1.200 € (4%) einzahlen. Diese Sparraten sparen zugleich Steuern. Der Sonderausgabenabzug bringt eine Entlastung von 365 €.

Allerdings muss davon die Zulage von 154 abgezogen werden. Unterm Stich bleibt eine Steuerersparnis von 211 €. Somit beläuft sich der Förderanteil auf 30,42%, mit dem sich Staat an der Altersvorsorge beteiligt.

Riester-Banksparplan berechnen: Beispiel 2

Bei höheren Einkommen fällt der Wert entsprechend höher aus. Angenommen der Single hat ein Einkommen von 40.000 € im Jahr. Dann ist es für ihn attraktiver, gleich den vollen Sonderausgabenabzug in Anspruch zu nehmen.

Also zahlt er 2.100 € jährlich ein. Die Steuerersparnis beträgt hier 756 €. Wird nun die Zulage abgezogen, bleibt ein Steuervorteil von 602 €. Zulagen und Steuerersparnis ergeben also einen staatlichen Förderanteil von 39%.

Damit lässt sich auch die Rendite eines Riester-Banksparplans über 30 Jahre berechnen. Angenommen die Steuererstattung von 602 € wird jeweils in einen Sparplan eingezahlt, der sich mit durchschnittlich 2% p.a. verzinst. Dann hat der genannte Single aus dem zweiten Beispiel 110.448 € auf seinem Sparkonto. Das entspricht inklusive der Förderungen und Vergünstigungen einer Rendite von immerhin 3,89%.

Rentenbesteuerung nicht vergessen

Einziger Wermutstropfen bei der Sache: Zwar fördert der Staat die Vorsorge steuerlich, doch bei der Auszahlung will er einen Teil in Form der nachgelagerten Besteuerung wieder zurück. Zu versteuern ist der Ertragsanteil, ähnlich wie bei einer Lebensversicherung. Und ab Renteneintritt übernimmt eine Versicherung den Vertrag und zahlt über die Bank eine lebenslange Sofortrente aus.

Allerdings ist ein Riester-Banksparplan transparenter, flexibler und ergiebiger als eine Lebensversicherung. Dies liegt außer den Förderungen vor allem an den fehlenden Nebenkosten wie etwa Abschlussgebühren.

2. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.