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Risikostreuung bei Futures – Risikostreuung mit Futures

Futures sind Termingeschäfte, die mit ihrer Hebelwirkung enorme Gewinne bei vergleichsweise geringem Einsatz versprechen. Entsprechend hoch ist aber auch das Risiko, notfalls alles zu verlieren. Futures sind aber nicht nur zum Spekulieren geeignet.

Risikostreuung bei Futures: Mit Indizes auf Nummer Sicher

Bei allem Risiko – richtig eingesetzt können Futures für eine Risikostreuung sorgen. Der Aspekt der Risikostreuung spielt sowohl bei der Auswahl der Futures selbst eine Rolle als auch in Form der Beimischung zum Depot.

Futures sind eine Wette, ein Vertrag, der sich auf die Entwicklung eines bestimmten Basiswerts bezieht. Setzt man nun mit einem Future statt auf Einzelwerte auf einen ganzen Index, so ist das der erste Schritt zur Risikostreuung bei Futures.

Beim Aktienindex etwa werden alle darin enthaltenen Werte abgebildet. Es geht aber auch spezieller: Bei Dividenden-Futures beispielsweise erhält ein Anleger am Ende der Laufzeit das Geld, das grob der Summe aller im Index gezahlten Dividenden entspricht.

Derartige Futures sind gerade für weniger erfahrene Anleger eher geeignet.

Geringe Korrelation entscheidet

Generell können als Basiswert die verschiedensten Indizes aber auch einzelne Aktien, Anleihen, Devisen oder Rohstoffe infrage kommen. Die Vielfalt ist ein weiterer Aspekt bei der Risikostreuung. Es geht bei der Auswahl und Zusammenstellung der einzelnen Assets darum, dass sie möglichst wenig miteinander korrelieren.

Das heißt, sie sollten sich unabhängig voneinander entwickeln. Gehen etwa Aktien und Anleihen in eine unterschiedliche Richtung, so sorgt die richtige Mischung für ein begrenztes Risiko. Und wenn das eine das andere ausgleicht, entstehen gleichzeitig im gesamten Depot immer Gewinnmöglichkeiten.

Futures mit Risikostreuung- und Renditeeffekt

Wie sehr Futures mit ihrer Hebelwirkung zu Risikostreuung und Gewinnen gleichzeitig beitragen können, zeigt beispielsweise der vom Mannheimer Finanzprofessor Martin Weber entwickelte Arero-Weltfonds.

Mit diesem Fonds ist es ihm gelungen nachzuweisen, dass ein cleveres Zusammenspiel von Risikostreuung und geringer Korrelation mehr bringt als komplizierte Formeln. Rückgerechnet auf die letzten 40 Jahre brachte er eine Rendite von jährlich 10,6%.

Zum Einsatz kommen unter anderem auch Rohstoff-Futures, die die Wertentwicklung verschiedener Rohstoffe bzw. Rohstoffindizes abbilden. Insgesamt besteht der Fonds aus den Anlageklassen Aktien, Renten und Rohstoffe.

Wie gehedgede Futures die Volatilität drücken

Dass Rohstoff-Futures bei der Risikostreuung im Depot helfen, zeigten Studien schon vor Jahren. Untersucht wurde z.B. ein Fonds aus 50% Aktien und 50% Anleihen. Am besten war der positive Effekt beim Einsatz gehedgeder Rohstoffindex-Futures zulasten der Aktiengewichtung. Eine 10-prozentige Beimischung verringerte die Volatilität erheblich.

Insgesamt war die Korrelation mit Anleihen stets geringer als mit Aktien. Wurden nun noch Energieaktien und eine Dollar-Short-Position beigemischt, verbesserte sich das Verhältnis von Ertrag und Risiko sichtlich.

Fazit: Riskante Futures und Risikostreuung sind kein Widerspruch. Mit etwas Kalkül tragen sie zur Diversifikation und gleichzeitig zum Ertrag auch im gemischten Depot bei.

6. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.