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Steuersatz berechnen – am Beispiel erklärt

Das Berechnen des Steuersatzes gestaltet sich meist etwas schwieriger. Das liegt vor allem daran, dass sich der gesetzlich definierte Steuersatz ebenfalls kompliziert gestaltet. Es gibt auf der einen Seite den sogenannten Grundfreibetrag. Bis zu diesem bestimmten Betrag müssen keine Steuern gezahlt werden.

Auf der anderen Seite gibt es den Spitzensteuersatz. Dieser findet ab einer gesetzlich geregelten Einkommenshöhe seine Anwendung. Zwischen den beiden extremen Steuersätzen – dem Steuersatz 0 und dem Spitzensteuersatz von mittlerweile 45% – wird der Steuersatz prozentual zu den Einkünften angehoben.

Und genau hier ergeben sich die ersten Probleme beim Berechnen des Steuersatzes. Der Steuersatz steigt nämlich auch schon bei einer minimalen Einkommenserhöhung, sodass sich schon bei 100 € mehr eine Steuersatzänderung von 0,04% ergeben kann.

Die Berechnung des Steuersatzes: Auf das Bruttojahreseinkommen

Um den Steuersatz zu errechnen, muss man zuerst den Steuerbetrag nachsehen. Dafür gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten. Entweder kann man ihn in einer Einkommenssteuertabelle ablesen oder man verwendet einen der vielen online angebotenen Steuerrechner dazu.

Bei beiden muss man anhand des Jahresbruttoeinkommens nachsehen, wie viele Steuern gezahlt werden müssen. Aus diesem Steuerbetrag kann dann der Steuersatz berechnet werden. Dazu muss zunächst der Steuerbetrag mit 100 multipliziert werden. Danach dividiert man das Ergebnis durch das Jahresbruttoeinkommen.

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, ein Redakteur verdient 36.000 € im Jahr. Dadurch ergibt sich ein Steuerbetrag von 7.525 € (nachgesehen in der Einkommenstabelle 2013).

7.525 x 100 = 752.500

752.500 : 36.000 = 20,90

Der Steuersatz beträgt für den Redakteur also 20,90%.

Steuersatz berechnen: steuerabzugsfähige Kosten einbeziehen

Mit der oben genannten Anleitung kann der Steuersatz nur für das Bruttojahreseinkommen berechnet werden. Man kann aber auch den Steuersatz auf die zu versteuernden Einkünfte bestimmen, bei dem alle steuerabzugsfähigen Kosten und Pauschbeträge berücksichtigt wurden. Dazu wird der letzte Steuerbescheid benötigt. Auf dem Steuerbescheid stehen nämlich sowohl die zu versteuernden Einkünfte als auch der Steuerbetrag selbst.

Als nächstes muss wieder die gleiche Rechnung wie oben vorgenommen werden. Das heißt: Der Steuerbetrag wird mit 100 multipliziert und anschließend durch das zu versteuernde Einkommen dividiert. Das Ergebnis ist dann der Steuersatz. Wenn in jedem Jahr die Ausgaben ungefähr gleich bleiben, darf dieser persönliche Steuersatz ohne Bedenken wiederverwendet werden.

Fazit: Insgesamt kann sich die Berechnung des Steuersatzes etwas kompliziert gestalten, da auch einige Unterlagen für die Bestimmung vonnöten sind. Es ist jedoch immer gut zu wissen, in welchem Bereich des Steuersatzes (0% – 45%) man eigentlich liegt.

7. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.