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Ungedeckte Leerverkäufe

Diesmal wollen wir uns mit einer wichtigen Unterscheidung befassen, nämlich zwischen gedeckten und ungedeckten Leerverkäufen.

Gedeckte vs. ungedeckte Leerverkäufe

Viele Journalisten und auch sonstige Berichterstatter scheren gerne alle Leerverkäufe über einen Kamm. Doch tatsächlich ist ein Leerverkauf nicht immer gleich Leerverkauf.

Besonders die politischen Entscheidungen im Bezug auf diese Investment-Option beziehen sich oftmals auf eine bestimmte Form, nämlich die so genannten „ungedeckten Leerverkäufe“.

Aber worin genau liegen die Besonderheiten?

Gedeckte Leerverkäufe

Normalerweise läuft das Geschäft mit einem Leerverkauf so ab: Ein Großanleger wie zum Beispiel ein Fonds rechnet mit dem Kurseinfall einer bestimmten Aktie.

Nun befindet sich diese Aktie allerdings gar nicht im Depot des Fonds und muss daher geliehen werden. Dies geschieht über einen Zwischenhändler, der die entsprechende Aktie selbst tatsächlich besitzt.

Er kann sie für einen bestimmte Gebühr bis zu einem festgesetzten Termin an den Fonds verleihen, welcher die Aktien umgehend an der Börse verkauft.


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Nehmen wir einmal an, dass der prognostizierte Kurseinfall wirklich nach einigen Tagen eintritt. Dann kann der Fonds die Aktien nun zu niedrigeren Preisen zurückkaufen und an den Verleiher übertragen.

Dies ist die normale und auch schon nicht risikolose Variante, Leerverkäufe zu tätigen.

Das Risiko besteht bekanntermaßen darin, dass sich der Kurs auch anders verhalten könnte und zum Beispiel steigt oder schlichtweg stagniert.

Bei dieser Variante spricht man von einem so genannten „gedeckten Leerverkauf“, weil der Fonds in unserem Beispiel sich die Aktien vorher geliehen hatte.

Er verkaufte an der Börse also etwas, über das er zumindest leih- und zeitweise verfügte.

Ungedeckte Leerverkäufe – Noch größeres Risiko

Bei den „ungedeckten Leerverkäufen“ entfällt das Leihen der Wertpapiere vollkommen.

Der Leerverkäufer veräußert in diesem Fall also tatsächlich Aktien, die er überhaupt nicht – nicht einmal leihweise – besitzt.

Daraus entstehen zwei Hauptrisiken. Das erste betrifft den Verkäufer selbst. Dieser muss dringend darauf achten, die verkauften Aktien tatsächlich nachträglich zu bekommen, um sie bis zum festgeschriebenen Termin liefern zu können.

Gelingt dies nicht, platzt der gesamte Deal und zudem stehen empfindliche Schadensersatzforderungen an.

Das zweite Problem wird oftmals auch von Investmentbanken selber angesprochen, denn es betrifft den gesamten Markt.

Da bei ungedeckten Leerverkäufen der eigene Besitz erst einmal keine Rolle spielt, überfluten die Verkäufer den Markt quasi mit einer Masse an „erfundenen“ Papieren.

Dies kann zu Kurseinbrüchen führen, die gelegentlich sogar gewollt, also einkalkuliert sind.

Was den Leerverkäufer dann freut, ist natürlich für die breite Masse an Normalanlegern eine Katastrophe und sollte nicht so leichtfertig provoziert werden (können).

Mehr dazu: Führen Leerverkäufe zu Finanzkrisen?

11. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.