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Wie Privatanleger gezielt Inflationsschutz betreiben können

Privatanleger sollten auch stets die Inflation im Blick behalten und daher bereits getätigte oder geplante Investments genauestens prüfen. Mit der Inflationsrate wird der Wert ausgedrückt, um den die Preise durchschnittlich ansteigen. Gilt also eine Inflationsrate von 2,5% für das vergangene Jahr, so sind die Preise um den gleichen Wert gestiegen. Für Privatanleger gibt es verschiedene Möglichkeiten, Inflationsschutz zu betreiben und trotz der Teuerungsrate Gewinne zu verbuchen.

Inflationsrate ist nicht gleich Inflationsrate

Die Inflationsrate setzt sich aus einem vorgefertigten Warenkorb zusammen, der nicht nur Alltagsprodukte, sondern auch Dinge wie Dienstleistungen oder Reisekosten beinhaltet. Auch Genussmittel (etwa Zigaretten oder Alkohol) sind in diesem Warenkorb enthalten.

Die individuelle Inflationsrate ist über das statistische Bundesamt zu ermitteln. Hier kann der eigene Warenkorb nach Konsumgrad gewichtet und die Inflationsrate berechnet werden. Erst im Anschluss lassen sich realistischer die eigene Konsumgewohnheit und die damit verbundene effektive Teuerungsrate nachvollziehen.

Sachwerte dienen als Inflationsschutz

Immobilien gelten als eine Anlageklasse, die weitgehend vor Inflation schützen soll. Die „Flucht ins Betongold“ beschreibt den Inflationsschutz als einen wesentlichen Vorteil von Immobilien. Begründet wird dieser Schutz vor allem mit den oftmals parallel zur Inflationsrate steigenden Mietpreisen. Vorwiegend wird dies in Deutschland bei gewerblich vermieten Objekten umgesetzt. Im Ausland sind oft auch privat genutzte Wohnräume betroffen.

Gold als Inflationsschutz nicht unbedingt zeitgemäß

Neben Immobilien dienen beispielsweise auch Edelmetalle und Diamanten als Inflationsschutz. So steigt etwa der Goldpreis an, wenn die Inflation anzieht und Anleger investieren. Dabei ist nicht alles Gold was glänzt. Gold als Inflationsschutz hat auch erheblich Nachteile und kann nicht blind empfohlen werden.

Wer in physisches Gold investiert, hat sicherlich einen substanziellen Gegenwert. Allerdings schüttet Gold keine Dividende aus. Zudem ist der Wert abhängig von der weltweiten Produktion und Nachfrage sowie von politischen und wirtschaftlichen Nachrichten. Was früher als Währungssicherung galt, ist heute eher zum Spekulationsobjekt geworden

Aktien als eine geeignete Möglichkeit

Wer sich vor der Inflation schützen will kann auch in dividendenstarke Aktien investieren. Natürlich besteht das normale Kursrisiko, welches durch Angebot und Nachfrage beeinflusst wird. Allerdings gibt es sehr stabile Titel, die ein überschaubares Risiko aufweisen, eine gute Dividende ausschütten und somit als Inflationsschutz dienen können.

Aber nicht nur die Dividende sollte bei einem Investment ausschlaggebend sein, sondern auch die eigene Erwartungshaltung  gegenüber der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens.

Als Privatanleger kann ein gezielter Inflationsschutz also in erster Linie durch gezielte Investments vorgenommen werden. Investitionen in Immobilien oder Gold können eine Möglichkeit sein, die Teuerungsrate „auszubremsen“. Vor allem aber der Kauf von stabilen Aktientiteln ist hier eine gute Option.

1. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.