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Wirtschaftlichkeit und Rentabilität: Der Unterschied erklärt

Oft werden Wirtschaftlichkeit und Rentabilität als Synonyme benutzt.Das ist aber nicht richtig. Die Begriffe Rentabilität und Wirtschaftlichkeit stehen für unterschiedliche Konzepte.

Nach gängiger Definition können auch wirtschaftlich arbeitende Unternehmen in Konkurs gehen und rentable Unternehmen unwirtschaftlich arbeiten. Eine Gefahr für jeden, der in ein Unternehmen investieren möchte. Anleger sollten daher auch einen Blick hinter die Kulissen wagen und die Grundlagenbegriffe kennen.

Wirtschaftlichkeit: Begriffserklärung

Die Wirtschaftlichkeit zeigt an, wie effizient ein Unternehmen arbeitet. Es gibt zwei Kernprinzipien der Wirtschaftlichkeit, das Minimal- und das Maximalprinzip.

Mehr zum Thema: Ökonomisches Prinzip: Definition eines Begriffs mit viel Einfluss

Beim Minimalprinzip wird vom gewünschten Ergebnis ausgegangen. Es wird versucht, dieses Ergebnis mit möglichst geringem Mitteleinsatz zu erreichen.

Beim Maximalprinzip hingegen wird versucht, mit den gegebenen Mitteln ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Hier wird also von den vorhandenen Mitteln ausgegangen.

Um die Wirtschaftlichkeit als Kostenkennzahl zu berechnen, teilt man den Ertrag durch den Aufwand.

Wirtschaftlichkeit: Ertrag/Aufwand

Sowohl der Ertrag als auch der Aufwand werden hier als monetäre Werte angegeben.


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Kurz gesagt, wenn der Aufwand in Arbeitsstunden, Materialbedarf oder ähnlichem angegeben ist, so wird dieser in seinen Geldwert umgerechnet.

Begriffserklärung: Rentabilität

Die Rentabilität ist eine wirtschaftswissenschaftliche Kennzahl und zeigt das Verhältnis zwischen realisiertem Gewinn und dem dafür eingesetzten Kapital.

Mehr zum Thema: Rentabilität: Definition

Um die Rentabilität zu berechnen, wird der Gewinn durch den Kapitaleinsatz geteilt.

Rentabilität: Gewinn/Kapital

Mit dieser Formel kann die Gesamtkapitalrentabilität ausgerechnet werden. Wenn man das Kapital durch das Eigenkapital ersetzt, kann man die Eigenkapitalrentabilität errechnen.

Mehr zum Thema: Eigenkapitalrentabilität

Die Rentabilität zeigt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an und wird als Prozentsatz angegeben.

Wirtschaftlichkeit verbessern und Rentabilität verschlechtern

Wie bereits erklärt, werden, um die Wirtschaftlichkeit einer Investition zu berechnen, die Ergebnisse in Verhältnis zum Aufwand betrachtet.

Die Rentabilität hingegen beschreibt das Verhältnis zwischen Gewinn und eingesetztem Kapital.

Um den Unterschied zwischen Wirtschaftlichkeit und Rentabilität besser zu verstehen, zeigt folgendes Beispiel die Möglichkeit einer sich steigernden Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitiger sinkender Rentabilität.

Wirtschaftlichkeit ist nicht gleich Rentabilität: Beispiel

Ein Unternehmen investiert in eine Produktionsmaschine, die weniger Strom braucht und gleichzeitig präziser arbeitet.

Mit weniger Aufwand kann also besser produziert werden. Das steigert die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Nehmen wir jetzt aber folgendes an: Die anfallenden Zinsen für das benötigte Fremdkapital, um die neue Produktionsmaschine anzukaufen, übersteigen die eingesparten Strom- und Materialkosten.

Durch die erhöhten Kapitalkosten ist die Investition in die Produktionsmaschine also nicht rentabel.

Das Unternehmen hat in diesem Fall seine Wirtschaftlichkeit gesteigert, aber gleichzeitig die Rentabilität für die Jahre, in denen die Produktionsmaschine abbezahlt wird, verschlechtert.

Die Produktionsmaschine wird erst rentabel, sobald die erzielten Kosteneinsparungen höher sind als der Zinsaufwand für das eingesetzte Fremdkapital.

Fazit: Wirtschaftlichkeit und Rentabilität

Die Rentabilität zeigt den gesamten unternehmerischen Erfolg an, während die Wirtschaftlichkeit den Erfolg im Verhältnis zu den dafür eingesetzten Mitteln darstellt.

Mehr zum Thema: Bedeutung von Kennzahlen bei der Fundamentalanalyse

Um ein Gesamtbild über ein Unternehmen zu bekommen, sollten Investoren beide Kennzahlen beachten.

24. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Frei
Von: Michael Frei. Über den Autor

Der Autor beschäftigt sich seit 8 Jahren intensiv mit den Kapitalmärkten. Michael Frei ist studierter Ökonom und im Finanzsektor tätig. Mit seinem Wissen hilft er den Lesern von GeVestor wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen.