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Wo in Deutschland bekommen Rentner das meiste Geld?

Ruhestand in Deutschland – das ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Denn mit den durchschnittlichen Bezügen für Rentner lassen sich keine großen Sprünge machen. Und wer gar noch weniger Geld von der Rentenversicherung erhält, ist oft auf die so genannte Grundversorgung angewiesen.

Dabei gibt es je nach Region große Unterschiede. Im Durchschnitt erhalten Frauen in Deutschland eine Rente in Höhe von 798 € pro Monat und Männer 1.079 € monatlich. Bei den Bundesländern mit der höchsten Rente hat bei den Männern der Westen und bei den Frauen der Osten die Nase vorn.

Durchschnittliche Renten im Bundesgebiet:

BundeslandDurchschnittrente Männer €Durchschnittsrente Frauen €
Baden-Württemberg1.107772
Bayern1.031736
Berlin (Ost)1.1471.051
Berlin (West)980861
Brandenburg1.078975
Bremen1.040771
Hamburg1.071848
Hessen1.084760
Mecklenburg-Vorpommern1.027950
Niedersachsen1.051727
Nordrhein-Westfalen1.127749
Rheinland-Pfalz1.052696
Saarland1.115699
Sachsen1.098983
Sachsen-Anhalt1.069964
Schleswig-Holstein1.048744
Thüringen1.064968

Bundesländer mit den höchsten Renten – warum einige mehr bekommen als andere

Wie die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung belegen, bestehen sowohl zwischen den Bundesländern als auch unter den Geschlechtern erhebliche Unterschiede bei der Höhe der gezahlten Renten.

Ehemalige Beschäftigte und heutige Rentner der ehemaligen Steinkohlereviere im Saarland und Nordrhein-Westfalen erhalten heute die höchsten Durchschnitts-Renten bei den Männern. Monatlich kassieren sie rund 60 € mehr als der Bundesdurchschnitt.

Bei den Frauen werden dagegen umgekehrte Verhältnisse verzeichnet. Beispielsweise erhalten Frauen im Saarland mit 699 € etwa 100 € weniger als der Bundesdurchschnitt. Dies könnte daran liegen, dass sie sich wegen ihrer gut verdienenden Männer nicht so sehr um ihre Altersvorsorge gekümmert haben.

Bundesweit werden die höchsten Renten für Frauen im Osten der Republik gezahlt. Das liegt vor allem an den längeren Versicherungszeiten, die in der ehemaligen DDR üblich waren. Zum Beispiel erhalten Frauen in Berlin (Ost) 1.051 €, in Brandenburg 975 € oder in Sachsen 983 €.

Grundsicherung: letzter Ausweg bei zu wenig Rente

Immer mehr Rentner in Deutschland sind auf Grundsicherung angewiesen. Die Grundsicherung entspricht den Hartz VI-Sätzen, also 391 € für Alleinstehende und 706 € für Paare. 2012 waren bereits 465.000 Rentner bezugsberechtigt.

Experten gehen davon aus, dass sich diese Zahl in Zukunft noch dramatisch erhöhen wird. Daher ist es zwingend erforderlich, dass sich jeder Einzelne rechtzeitig um weitere, private Möglichkeiten der Altersvorsorge kümmert.

Hierzu bieten sich – abhängig von der eigenen Situation – etwa die Riester- bzw. die Rürup-Rente, private Lebens- oder Rentenversicherungen oder Fondssparpläne an. Sinnvoll kann vor allem auch ein Investment in Aktien sein, um die eigene Altersvorsorge lukrativ zu gestalten.

13. August 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.