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Zinsanlagen: Von Bargeldanteilen bis Immobilienfonds – wenig versprechend

Wahrscheinlich haben auch Sie Zinsanlagen, und womöglich sogar solche, die sie nicht richtig einschätzen können. Um das zu ändern, soll Ihnen diese Liste einen Überblick über die Anlageprodukte und ihre aktuelle Lage geben. So können Sie einschätzen, ob Sie investieren sollten, auch und vor allem im Rahmen Ihrer Altersvorsorge.

Geringe Vorteile bei Bargeldanteile und Festgeldkonten

Aktuell sind Bargeldanteile von Vorteil, die es Ihnen erlauben, etwa zwei bis drei Monate ohne Einschränkung leben zu können. Bei einem monatlichen Kapitalbedarf von 2.000 Euro bräuchten Sie also bis zu 6.000 Euro.

Falls Sie höhere Bargeldanteile haben, können Sie den Anteil durch den Kauf von Indexprodukten oder Aktien reduzieren. Ihre Bargeldanteile lagern Sie außerdem am besten auf Tagesgeldkonten. Diese bringen nicht immer die höchsten Zinsen, aber Sie können das Geld jederzeit abheben.

Die Zinsvorteile von Festgeldkonten sind in der Regel so gering, dass es sich nicht lohnt, das Geld fest anzulegen. Die Zinsen, die Sie aktuell oder im vollständigen Jahr 2014 kassieren, können auch noch sinken. Dementsprechend gehen Sie auch kein Risiko ein, wenn Sie die Konten kündigen und niedrigere Zinsen akzeptieren.

Das Geld können Sie auch auf Tagesgeldkonten lagern. Beschränken Sie sich dabei auf Summen, die maximal einige Monate abdecken. Den Rest des Kapitals legen Sie am besten so an, dass Sie damit wie angedeutet zumindest 10% Rendite jährlich erwirtschaften können.

Anleihen und Rentenfonds: Wenig Rendite, mehr Risiko

Anleihen bringen derzeit wenig Rendite und werden sich in den kommenden Jahren auch kaum noch verbessern. Hier gilt die Renditebetrachtung: Wenn die Zinsen wieder steigen, werden laufende Anleihen weniger wert sein.


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Die Kurse sinken. Die jetzt erzielbare Rendite an den Märkten zeigt Ihnen, was mit Anleihen möglich ist. Wer normale Unternehmensanleihen hält, wird damit 3% bis maximal 4% bei hohem Risiko verdienen.

Wer nicht alle Anleihen verkaufen möchte, sondern sich zur „Sicherheit“ einige Anleihen aufbewahrt, orientiert sich am besten an den Rating-Noten für Anleihen. Diese Rating-Noten zeigen Ihnen, wie gut eine Anleihe aus Sicht der Agenturen ist. Je besser die Note, desto geringer ist die Ausfallgefahr nach historischer Erfahrung.

Sie brauchen bei „normalen Anleihen“ lediglich mit einer Ausfallquote von 3% bis maximal 5% rechnen. Riskanter sind die sogenannten Mittelstandsanleihen aus Deutschland. Hier steigt das Ausfallrisiko 2014 enorm an. Geben Sie die Verkaufsorders jeweils an Ihre depotführende Bank. Diese verkauft, wenn Sie keine anderen Vorgaben machen, „bestens“. Den Kurs beim Verkauf wird dies kaum verschlechtern.

Rentenfonds, wie auch Mischfonds (bestehend aus Aktien- und Anleiheninvestitionen), haben in den kommenden Jahren wenig Aussichten auf hohe Kurse. Deshalb sollte der Anteil an Rentenfonds bei niedrigen Zinsen – und künftig etwas steigenden Notierungen – relativ niedrig sein.

Bedenken Sie stets, dass die Rendite nach Inflation deutlich positiv sein muss, wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht. Deshalb eigenen sich Rentenfonds in vielen Fällen nicht. Die durchschnittliche Rendite liegt bei weniger als 5%, wobei etliche Fonds sogar verlieren.

Sie können insofern das Risiko über Stop-Loss-Limits steuern. Setzen Sie dann Kurse relativ nah an den aktuellen Notierungen. Fällt ein Rentenfonds darunter, verkauft Ihre Bank den Fonds über die Börse.

Vergessen Sie außerdem nicht, dass die Auszahlungen der Fonds noch versteuert werden müssen. Selbst gut laufende Fonds mit hohen Ausschüttungen sind nach Inflation und Steuern daher oftmals nicht besonders attraktiv.

Immobilienfonds bieten keine Alternative

Immobilienfonds gibt es in zwei Varianten, die beide „Zinsen“ oder laufende Erträge abwerfen sollen. Offene Immobilienfonds investieren in verschiedene Immobilien-Anlagen und können ihre Erträge aus der Vermietung oder dem Verkauf von Objekten beziehen. Offene Immobilienfonds bringen im langjährigen Durchschnitt vielleicht Renditen zwischen 4% und 4,5% – oder je nach Qualität sogar etwas weniger.

Nach nahezu 50 Jahren sicherer Geldanlage sind offene Immobilienfonds in den vergangenen Jahren in Verruf geraten. Mehr als ein Dutzend der Fonds konnten ihre Investoren nicht mehr auszahlen und haben die Anteile nicht mehr zurückgenommen. Die Gesellschaften wurden vom Gesetzgeber autorisiert, die Rücknahme für maximal zwei Jahre auszusetzen.

Wer Anteile eines betroffenen Fonds hat oder hatte, muss oder musste also im schlimmsten Fall zwei Jahre lang auf sein Geld warten. Die Alternative bestand allenfalls darin, Anteile über die Börse zu verkaufen. Fondsbörsen wie in Hamburg oder Düsseldorf bieten den Handel an.

Wer seine Anteile zunächst behalten möchte, sollte allerdings die Nachrichtenlage zur Fondsgesellschaft beobachten. Dies können Sie am besten über eine spezialisierte Börse wie in Hamburg.

Geschlossene Immobilienfonds hingegen investieren in ein festes Immobilienvermögen, beispielsweise eine Hotelanlage oder ein Fußballstadion. Diese Immobilie gehört dem „Unternehmen“, also dem geschlossenen Immobilienfonds.

Als Anteilseigner sind Sie sogar Mitunternehmer und müssen damit rechnen, mitzuhaften oder nachzahlen zu müssen, wenn es die Gesellschafterversammlung so beschließt. Ein Verkauf über die Börse bietet sich trotz geringer Chancen an.

27. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jan Krengel. Über den Autor

Bereits als Teenager faszinierte Jan Krengel das Thema Börse – schließlich versprach einem der Neue Markt schnellen Reichtum. Da er schnell begriff, dass es Vermögen nicht ohne Fleiß und Disziplin gibt, begann der heranwachsende Börsenstar ettliche Fachliteratur zu studieren und ging auch beruflich den klassischen Weg.