Die 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands

Für Privatanleger ist es wichtig zu wissen: Welche Konzerne zählen zu den 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands? (Foto: cybrain / Shutterstock.com)

Ob Spezialchemie, Haarspray-Hersteller oder Arzneimittel-Produzent. Die Chemiebranche ist vielfältig und kann die verschiedensten Ausprägungen haben. Viele Chemiekonzerne bieten Privatanlegern an, Anteile an ihnen zu erwerben.

Viele Anleger wollen jedoch nicht in kleine Unternehmen investieren, sondern lieber in große und namhafte Konzerne.

Welche Chemiekonzerne zu den größten Deutschlands gehören und wer den meisten Umsatz im Jahr 2017 erwirtschaftet hat, erfahren Sie in unserem Ranking der 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands.

10. Beiersdorf AG (7,06 Mrd. Euro)

Mit einem Umsatz von 7,06 Mrd. Euro im Jahr 2017 liegt die Beiersdorf AG mit Sitz in Hamburg auf Platz 10 der größten Chemieunternehmen Deutschlands. Der Hersteller von Nivea, Tesa und Labello konnte bereits 2013 einen Gewinn von 543 Mio. Euro und eine Bilanzsumme von 5,79 Mrd. Euro vorweisen. Die Beiersdorf-Aktie notiert unter der WKN 520000 an der Börse, die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 22,02 Mrd. Euro.

9. Lanxess AG (9,66 Mrd. Euro)

9,66 Mrd. Euro Umsatz hat die Lanxess AG mit Sitz in Köln im Jahr 2017 umgesetzt. Der Spezialchemie-Konzern ist der neuntgrößte Chemiekonzern in Deutschland und verdient sein Geld mit Kautschuk, Kunststoffen und Spezial-, Basis- und Feinchemikalien. Unter der WKN 547040 notiert die Lanxess-Aktie an der Börse.

8. Evonik Industries AG (14,42 Mrd. Euro)

Der Spezialchemie-Konzern Evonik aus Essen hat in 2017 14,42 Mrd. Euro Umsatz gemacht und liegt somit an achter Stelle der 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands. Unter der Leitung von Klaus Engel beschäftigt der Konzern rund 33.000 Mitarbeiter. Neben dem Kerngeschäft Spezialchemie hat Evonik auch noch Beteiligungen in den Bereichen Immobilien und Energie. Die Aktie des Unternehmens mit einer Marktkapitalisierung von 13,07 Mrd. Euro notiert unter der WKN EVNK01 an der Börse.

7. Merck KGaA (15,32 Mrd. Euro)

Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hat seinen Sitz in Darmstadt und ist unabhängig vom amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co. Unter dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Ludwig Kley wurden im Jahr 2017 15,32 Mrd. Euro umgesetzt. Merck ist einer der größten Hersteller von Flüssigkristallen weltweit – der Marktanteil liegt bei mehr als 60 %. 659990 ist die WKN der Aktie, die unter anderem an der Frankfurter Börse gehandelt wird.

6. Boehringer Ingelheim (15,09 Mrd. Euro)

Boehringer Ingelheim hat im Jahr 2017 rund 15,09 Mrd. Euro umgesetzt. Das Kerngeschäft des Konzerns sind Arzneimittel, die in Ingelheim am Rhein erforscht, entwickelt, produziert und vertrieben werden. Boehringer Ingelheim bietet keine Aktien zum Handel an der Börse an.

5. Linde AG (17,11 Mrd. Euro)

17,11 Mrd. Euro hat die Linde AG im Jahr 2017 umgesetzt und liegt somit nur hinter vor Henkel. Der Konzern entwickelt Gase- und Prozessanlagen und Chemie- und Petrochemieanlagen. Der Firmensitz befindet sich in München, der Vorstandsvorsitzende heißt Wolfgang Reitzle. 648300 ist die WKN, unter der die Linde-Aktie an der Börse notiert. Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von 30,65 Mrd. Euro.

4. Henkel AG & Co. KGaA (20,03 Mrd. Euro)

Mit einem Umsatz von 20,03 Mrd. Euro hat es der Konsumgüterhersteller Henkel auf den vierten Platz der größten deutschen Chemiekonzerne geschafft. Die Düsseldorfer stellen Wasch- und Reinigungsmittel, Klebstoffe und Produkte für die Schönheitspflege her. Weltbekannt sind die Marken Schwarzkopf, Persil, Pril, Fa, Pattex, Pritt und Taft. Das Unternehmen beschäftigt knapp 47.000 Mitarbeiter. Die Henkel-Aktie notiert unter der WKN 604840 an der Börse.

3. Fresenius SE & Co. KGaA (33,89 Mrd. Euro)

Auf Platz 3 der größten Chemiekonzerne Deutschlands liegt Fresenius, mit einem Umsatz von 33,89 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2017. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Bad Homburg und existiert seit 1912. Die WKN der Fresenius-Aktie lautet 578560.

2. Bayer AG (35,02 Mrd. Euro)

Mit 35,02 Mrd. Euro Umsatz in 2017 ist die Bayer AG das zweitgrößte Chemieunternehmen Deutschlands. Der Gewinn je Aktie (nach Steuern) lag zuletzt im Jahr 2016 bei 5,44 Euro, die Bilanzsumme betrug 51,34 Mrd. Euro. Bayer stellt Arzneimittel, Kunststoffe und Pflanzenschutzmittel her. BAY001 ist die WKN der Bayer-Aktie, die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 74,67 Mrd. Euro.

1. BASF SE (64,48 Mrd. Euro)

Sowohl nach Umsatz als auch nach Marktkapitalisierung ist BASF SE nicht nur der größte Chemiekonzern Deutschlands sondern sogar der Welt. Im Jahr 2017 betrug der Umsatz 64,48 Mrd. Euro, der Gewinn je Aktie (nach Steuern) lag bereits 2016 bei 4,42 Euro und die Bilanzsumme bei 64,38 Mrd. Euro. BASF mit Sitz in Ludwigshafen beschäftigt über 112.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern der Welt. Seinen Umsatz erzielt der Konzern mit Chemikalien, der Herstellung von Kunststoffen, der Veredelung von Produkten, mit Öl- und Gasförderung, Pflanzenschutz und Ernährung. Die WKN der BASF-Aktie lautet BASF11.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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