Die 10 teuersten Länder der Welt

Ein kleiner Inselstaat in der Karibik hat es an die Spitze der Liste der 10 teuersten Länder der Welt geschafft. Deutschland liegt auf Platz 26 (Foto: IhorL / Shutterstock.com)

Wer über eine Auswanderung nachdenkt oder den nächsten Urlaub plant, sollte das Preisniveau des Ziellandes kennen, um finanziell planen zu können.

Die Datenbank Numbeo sammelt auf Basis von Nutzereingaben die Kosten für Lebenshaltungskosten auf der ganzen Welt und mithilfe dieser Angaben für Miete, Strom, Heizung, Wasser, Lebensmittel, Restaurantbesuche, Benzin und Internetzugang ermittelt, welche die 10 teuersten Länder der Welt sind.

Dafür wurde das Preisniveau in New York mit dem Wert 100 versehen und alle anderen Länder daran gemessen. Nachdem 2015 noch die Schweiz das Ranking anführte, hat es 2016 ein kleiner Inselstaat in der Karibik auf Platz 1 geschafft und ist dort auch 2017 geblieben. Jetzt werden schon die vorläufigen Ergebnisse für2018 veröffentlicht. Für den besseren Vergleich: Deutschland hat im Numbeo-Ranking 2018 einen Wert von 52,51 und liegt auf Platz 26 aller Länder.

Dies sind die 10 teuersten Länder der Welt:

10. Dänemark (65,96)

2017 lag Dänemark nur auf Platz 13, aber 2018 sind offenbar die Lebenskosten in diesem Land gestiegen. Überraschend ist, dass eine vierköpfige Familie aus Kopenhagen 3056 € (exklusive Miete) monatlich ausgibt, was mehr ist, als in manchen Ländern, die sogar höher auf dieser Liste stehen.

9. Irland (66,98)

Auch wenn sich Irland nur auf Platz 9 befindet, ist es schon ein teures Land. Man braucht insgesamt 2.809 € pro Monat (ohne Miete), um eine vierköpfige Familie in Dublin zu versorgen.

8. Bahamas (69,16)

Touristen, die die Preise in die Höhe treiben und die Notwendigkeit, Waren vom Festland zu importieren, machen die Bahamas zu einem der teuersten Länder der Welt.

7. Norwegen (78,57)

Norwegen ist eines von sechs europäischen Ländern, die zu den teuersten Ländern der Welt gehören. Das Pro-Kopf-Einkommen ist hoch und der Lebensstandard ebenfalls, was sich auf das allgemeine Preisniveau niederschlägt.

6. Luxemburg (78,87)

Das kleine Luxemburg ist einer der größten Finanzplätze Europas und zählt zu den teuersten Ländern der Welt. Ein Luxemburger verdient im Schnitt 2,5 Mal so viel wie ein durchschnittlicher Europäer, was das hohe Preisniveau vor Ort erklärt.

5. Hongkong (79,12)

Die Wirtschaft in Hongkong floriert, das Bruttoinlandsprodukt ist 2015 um 2,37 % gewachsen, 2016 um 1,95 % und 2017 liegt das geschätzte Wachstum bei 2,38 %. Eine vierköpfige Familie muss in Hongkong mit Ausgaben für Lebenshaltungskosten exklusive Miete in Höhe von rund 2.753 € pro Monat rechnen.

4. Singapur (81,99)

Singapur ist eine Schnittstelle zwischen Asien und den westlichen Ländern und die Lebenshaltungskosten sind in dem fortschrittlichen und wirtschaftsstarken Land, das den Sprung vom Schwellen- zum Industrieland geschafft hat, hoch. 2.182 € ohne Miete kostet das Leben in Singapur eine vierköpfige Familie im Monat.

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3. Island (90,52)

Island muss viele Waren importieren, da im Land selber wenig wächst und wenig produziert wird. Dies treibt die Preise nach oben und lässt Island zu einer teuren Destination werden.

2. Schweiz (93,99)

Die Schweiz führte das Ranking im Jahr 2015 noch an, war aber 2016 und 2017 nur noch das zweitteuerste Land der Welt. Sie gilt als eines der Länder mit der höchsten Lebensqualität der Welt und ist wirtschaftsstark und wohlhabend. Die Verschuldung wird immer geringer, ebenso die Arbeitslosenquote und das Pro-Kopf-Einkommen der Schweizer steigt konstant. In der Schweizer Hauptstadt Bern muss eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichen monatlichen Lebenshaltungskosten in Höhe von rund 4.239 € exklusive Miete rechnen.

1. Bermuda (123,57)

Das britische Überseegebiet Bermuda, das rund 1.000 Kilometer vor der US-amerikanischen Ostküste liegt, ist das teuerste Land der Welt. Die Lebenshaltungskosten liegen dort fast ein Drittel über denen in New York, was unter anderem daran liegt, dass fast alles importiert werden muss. Im Gegenzug zu den hohen Lebenshaltungskosten gibt es auf Bermuda eine Arbeitslosenquote von fast Null und keine Mehrwert- und Einkommensteuer, was einer der Gründe für das hohe Preisniveau ist.

Zudem findet man nirgendwo so viele Millionäre auf engem Raum wie auf Bermuda. Darüber hinaus gibt es in dem Land zahlreiche Briefkastenfirmen, hinter denen jede Menge Geld steckt. Eine vierköpfige Familie muss in Hamilton, der Hauptstadt Bermudas, mit durchschnittlichen monatlichen Kosten von rund 4.758 € für ihren Lebensunterhalt rechnen, exklusive Miete.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.