Die 10 teuersten Länder der Welt

Wer über eine Auswanderung nachdenkt oder den nächsten Urlaub plant, sollte das Preisniveau des Ziellandes kennen, um finanziell planen zu können.

Die Datenbank Numbeo sammelt auf Basis von Nutzereingaben die Kosten für Lebenshaltungskosten auf der ganzen Welt und mithilfe dieser Angaben für Miete, Strom, Heizung, Wasser, Lebensmittel, Restaurantbesuche, Benzin und Internetzugang ermittelt, welche die 10 teuersten Länder der Welt sind.

Dafür wurde das Preisniveau in New York mit dem Wert 100 versehen und alle anderen Länder daran gemessen. Nachdem 2015 noch die Schweiz das Ranking anführte, hat es 2016 ein kleiner Inselstaat in der Karibik auf Platz 1 geschafft. Für den besseren Vergleich: Deutschland hat im Numbeo-Ranking einen Wert von 45,58 und liegt auf Platz 122 aller Länder. Eine vierköpfige Familie muss in Berlin rund 2.481 € für ihre Lebenshaltungskosten einplanen – exklusive Miete.

Dies sind die 10 teuersten Länder der Welt:

10. Luxemburg (66,08)

Das kleine Luxemburg ist einer der größten Finanzplätze Europas und zählt zu den teuersten Ländern der Welt. Ein Luxemburger verdient im Schnitt 2,5 Mal so viel wie ein durchschnittlicher Europäer, was das hohe Preisniveau vor Ort erklärt.

9. Vereinigte Arabische Emirate (67,13)

Das Erfolgsrezept der Vereinigten Arabischen Emirate und ihrem Reichtum liegt im Öl, was sich auch in einem hohen Pro-Kopf-Einkommen widerspiegelt. Die Lebenshaltungskosten in den Emiraten sind hoch, was für die unteren Schichten ein Problem ist.

8. Island (67,13)

Island muss viele Waren importieren, da im Land selber wenig wächst und wenig produziert wird. Dies treibt die Preise nach oben und lässt Island zu einer teuren Destination werden.

7. Norwegen (69,64)

Norwegen ist eines von vier europäischen Ländern, die zu den teuersten Ländern der Welt gehören. Das Pro-Kopf-Einkommen ist hoch und der Lebensstandard ebenfalls, was sich auf das allgemeine Preisniveau niederschlägt.

6. Katar (72,16)

Öl ist das Kapital Katars und viele der Superreichen der Welt kommen aus dem Wüstenstaat. Dennoch wächst die Kluft zwischen Arm und Reich immer stärker und für die arme Bevölkerung sind die hohen Lebenshaltungskosten problematisch. Eine vierköpfige Familie muss im Monat mit Lebenshaltungskosten von rund 2.425 € rechnen – ohne Miete.

5. Bahamas (74,22)

Touristen, die die Preise in die Höhe treiben und die Notwendigkeit, Waren vom Festland zu importieren, machen die Bahamas zu einem der teuersten Länder der Welt.

4. Singapur (78,97)

Singapur ist eine Schnittstelle zwischen Asien und den westlichen Ländern und die Lebenshaltungskosten sind in dem fortschrittlichen und wirtschaftsstarken Land, das den Sprung vom Schwellen- zum Industrieland geschafft hat, hoch. 2.673 € ohne Miete kostet das Leben in Singapur eine vierköpfige Familie im Monat.

3. Hongkong (82,00)

Die Wirtschaft in Hong Kong floriert, das Bruttoinlandsprodukt ist 2015 um 2,37 % gewachsen, 2016 um 1,95 % und 2017 liegt das geschätzte Wachstum bei 2,38 %. Eine vierköpfige Familie muss in Hong Kong mit Ausgaben für Lebenshaltungskosten exklusive Miete in Höhe von rund 2.731 € pro Monat rechnen.

2. Schweiz (90,44)

Die Schweiz führte das Ranking im Jahr 2015 noch an, war aber 2016 nur noch das zweitteuerste Land der Welt. Sie gilt als eines der Länder mit der höchsten Lebensqualität der Welt und ist wirtschaftsstark und wohlhabend. Die Verschuldung wird immer geringer, ebenso die Arbeitslosenquote und das Pro-Kopf-Einkommen der Schweizer steigt konstant. In der Schweizer Hauptstadt Bern muss eine vierköpfige Familie mit durchschnittlichen monatlichen Lebenshaltungskosten in Höhe von rund 4,558 € exklusive Miete rechnen.

1. Bermuda (127,17)

Das britische Überseegebiet Bermuda, das rund 1.000 Kilometer vor der US-amerikanischen Ostküste liegt, ist das teuerste Land der Welt. Die Lebenshaltungskosten liegen dort fast ein Drittel über denen in New York, was unter anderem daran liegt, dass fast alles importiert werden muss. Im Gegenzug zu den hohen Lebenshaltungskosten gibt es auf Bermuda eine Arbeitslosenquote von fast Null und keine Mehrwert- und Einkommensteuer, was einer der Gründe für das hohe Preisniveau ist.

Zudem findet man nirgendwo so viele Millionäre auf engem Raum wie auf Bermuda. Darüber hinaus gibt es in dem Land zahlreiche Briefkastenfirmen, hinter denen jede Menge Geld steckt. Eine vierköpfige Familie muss in Hamilton, der Hauptstadt Bermudas, mit durchschnittlichen monatlichen Kosten von rund 4.861 € für ihren Lebensunterhalt rechnen, exklusive Miete.

24. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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