So setzen Sie Ihre Spende von der Steuer ab

Wenn Sie auch Gutes tun wollen und gleichzeitig von Steuervergünstigungen profitieren möchten, dann sollten Sie richtig spenden – so geht’s. (Foto: PeJo / Shutterstock.com)

Besonders in der Weihnachtszeit spenden viele Deutsche Geld an Bedürftige, Menschen in Not oder nationale und internationale Hilfsorganisationen. 2016 haben Privatpersonen in Deutschland insgesamt 5,3 Mrd. € für wohltätige Zwecke ausgegeben, 1,2 Mrd. € davon alleine im Monat Dezember.

Im Jahr 2015 lag das Ergebnis mit 5,5 Mrd. € sogar noch darüber und war das Höchste seit 2005, was an der Flüchtlingswelle und dem verheerenden Erdbeben in Nepal lag. Gespendet haben 2016 insgesamt 22,1 Mio. Menschen, also ein Drittel der volljährigen, deutschen Bevölkerung.

Spenden können die Steuerlast mindern

Je nach Höhe der Spende und der Art, wie sie erfolgt, kann sie von der Steuer abgesetzt .So setzen Sie Ihre Spende von der Steuer ab und mindern somit die jährliche Steuerlast. Um richtig zu spenden ist es zunächst wichtig, sich darüber klar zu werden, für welche Organisation oder welchen Zweck man eigentlich spenden möchte. Dafür sollte der Spendenempfänger gründlich überprüft werden, um sicherzugehen, dass das Geld auch dort ankommt, wo man es haben möchte.

Sobald der Empfänger feststeht, kann die Spende per Überweisung oder Bareinzahlung durchgeführt werden. Auch Sachspenden sind möglich. Um beides steuerlich geltend zu machen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Spende erfolgt freiwillig und ohne eine Gegenleistung
  • Die Spende wurde an eine steuerbegünstigte Organisation geleistet
  • Sie erfolgt für steuerbegünstigte Zwecke
  • Sie kann mit einer Zuwendungsbestätigung (Spendenquittung) nachgewiesen werden

Kostenloser Spezialreport: Cannabis-Aktien – Der ultimative Guide für Einsteiger in einen Milliardenmarkt

Der Cannabis-Siegeszug ist nicht mehr aufzuhalten: Nur diese 3 Top Cannabis-Aktien werden den gesamten Markt unter sich aufteilen und Anlegern riesige Gewinne bescheren.

Steigen Sie jetzt ein, bevor die große Gewinn-Chance vorüber ist!


Wer direkt an bedürftige Personen spendet, kann diese Spende nicht steuerlich geltend machen. Auch wenn die Spende an eine Organisation der Auflage unterliegt, dass die Zuwendung an eine bestimmte Person weitergeleitet werden soll, ist sie nicht abzugsfähig.

Bis zu 200 € können ohne Beleg in der Steuererklärung geltend gemacht werden

Die Besonderheit für Spenden bis 200 € ist, dass sie ohne eine Spendenquittung in der Steuererklärung geltend gemacht werden können. Dies gilt für Spenden bis 200 € an eine politische Partei, an eine gemeinnützige Organisation und an eine staatliche Behörde. Auch bei Spenden zur Hilfe in einem Katastrophenfall sind die Anforderungen an die Spendenquittung vereinfacht.

Für diese Angestellten ist die Steuererklärung PflichtVerlustvorträge, Einkünfte aus Vermietungen oder die Steuerklassen V und VI bei Ehepartnern führen zur Abgabepflicht der Steuererklärung.  › mehr lesen

Für Aufwendungen dieser Art genügt der Beleg der Bareinzahlung oder die Buchungsbestätigung der Bank. Selbst Zahlungen über PayPal werden mittlerweile anerkannt. Die Spendenquittung muss bei Spenden bis 200 € zwar nicht mit der Steuererklärung eingereicht werden, sollte aber aufbewahrt werden, falls das Finanzamt doch mal nachfragt. Für Spenden, die diesen Betrag überschreiten, muss die Quittung mit der Steuererklärung eingereicht werden.

Spenden in die Steuererklärung eintragen

Spenden, die im Zuge von Straßensammlungen oder an der Haustür gemacht werden, können steuerlich nur dann geltend gemacht werden, wenn eine Spendenquittung ausgestellt wurde. Wie die Spendenquittung auszusehen hat, ist amtlich vorgeschrieben.  In der Steuererklärung werden Spenden im Mantelbogen im unteren Abschnitt der Seite 2 eingetragen.

Für Sachspenden gelten besondere Regeln

Für Sachspenden gilt, dass sie ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden können. Sie müssen jedoch für wohltätige Zwecke verwendet werden, das heißt sie werden direkt für die steuerbegünstigten Zwecke des Vereins (zum Beispiel hilfsbedürftigen Menschen oder Kindern in Not helfen) oder für den sogenannten Zweckbetrieb verwendet.

Mit dem Zweckbetrieb ist zum Beispiel gemeint, wenn ein Preis für eine Tombola gestiftet wird, deren Ertrag wohltätig gespendet wird. Geht die Spende an einen Verein, also wird beispielsweise eine Kaffeemaschine für einen Verein gespendet, dann kann diese Spende nicht steuerlich geltend gemacht werden. Sachspenden werden mit dem Marktwert beziffert, bei denen allerdings der Gebrauch und der damit einhergehende Wertverlust berücksichtigt werden müssen. Das ist mitunter schwierig.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt