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Wie viele Aktien kann man maximal kaufen?

Wie viele Aktien kann man maximal kaufen?
Marla | Adobe Stock
Inhaltsverzeichnis

Egal, ob Aktienanfänger oder Aktionär mit langjährigen Börsen-Erfahrungen: Viele Anleger stellen sich die Frage, wie viele Aktien man eigentlich kaufen darf und ob es Beschränkungen gibt. Der folgende Artikel liefert Ihnen die Antwort.

Wie viele Aktien darf man kaufen?

Theoretisch gibt es für Anleger keine Einschränkung, wenn es um die Anzahl an Aktien geht, die gekauft werden sollen. Anleger dürfen demnach so viele Aktien erwerben, wie es ihnen beliebt. Schließlich existieren keine Kontrollbeschränkungen für Anleger an der Börse – in Bezug auf den Betrag, die Anzahl der Wertpapiere, oder die Nummer der Emittenten für Aktien und Anleihen.

Dies gilt sowohl für das gesamte Depot, also die gesamte Aktienanzahl eines Anlegers als auch für die Anzahl an Aktien aus einer Aktiengesellschaft.

Welche praktischen Beschränkungen gibt es beim Kauf von Aktien?

Zwar kann ein Anleger in der Theorie beliebig viele Aktien in seinem Depot halten, jedoch gibt es in der Praxis natürlich Beschränkungen, die Anleger daran hindern, unzählige Aktien zu erwerben.

Aus Anlegersicht werden Aktionäre zunächst erst einmal durch den eigenen Kontostand eingeschränkt. Dies betrifft vor allem Kleinanleger. Denn für professionelle und institutionelle Anleger besteht natürlich die Möglichkeit, finanzielle Aktiva in Millionen- oder Milliardenhöhe und von hundert bis zu tausend verschiedenen Emittenten zu verwalten.

Doch auch auf der Unternehmensseite gibt es Einschränkungen, die verhindern, dass ein Anleger beliebig viele Aktien einer Aktiengesellschaft kaufen kann. Denn die Anzahl an zum Verkauf stehenden Aktien hängt von der Gesellschaft ab. Es ist entscheidend, wie viele Anteile überhaupt emittiert werden und noch ausstehen. Ein Anleger kann lediglich die Aktien kaufen, die auch von dem Unternehmen zum Verkauf angeboten werden – hier trifft Angebot und Nachfrage aufeinander.

Wie viele Aktien sollte man kaufen?

Nur, weil Anleger theoretisch beliebig viele Aktien an der Börse erwerben können, ist dies nicht immer zielführend oder gar möglich. Einzelne, nicht professionell agierende Anleger sollten sich daher vor allem die Frage stellen, wie viele Aktien man kaufen sollte, um einen guten Gewinn erzielen, ohne ein hohes Risiko einzugehen.

Grundsätzlich gilt, dass ein Privatanleger seine direkten Aktieninvestitionen auf circa 15 Unternehmen begrenzen sollte. Dadurch verfügt der Anleger über ein diversifiziertes Portfolio, welches das Risiko von Verlusten reduziert. Zugleich verliert der Aktionär nicht den Überblick. Eine gute Diversifikation lässt sich jedoch auch bereits mit 5 bis 10 Aktien aus unterschiedlichen Gesellschaften erzielen.

Für erfahrene Aktionäre, die bereits Börsen-Kenntnisse gesammelt haben, eignen sich auch rund 20 verschiedene Aktien.

Offene Investmentfonds bieten sich durch ihre professionelle Verwaltung und ihre Diversifikation als Alternative zu direkten Investitionen an. Sie sind vor allem für Kleinanleger geeignet, die in Anleihen investieren.