Zerobonds: Vorteile und Nachteile abwägen

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Vor dem Kauf von Zero-Bonds sollten sowohl die Vorteile als auch die Nachteile dieser Anlageform sorgsam geprüft werden. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Investoren setzen vermehrt auf sichere Anlageformen. Zero-Bonds haben den Ruf einer soliden Geldanlage mit teilweise hohen Renditeaussichten.

Die Vorteile von Zero-Bonds sind nicht von der Hand zu weisen. Doch auch die negativen Seiten dieser Geldanlage sollten Beachtung finden.

Zero-Bonds: Vorteile und Nachteile abschätzen

Langfristig orientierte Anleger vertrauen meist auf solide Anlagen mit geringem Verlustrisiko. Zero-Bonds zählen zu dieser Anlageform.

Bei Zero-Bonds finden während der Laufzeit keine Zinszahlungen statt. Erst bei Fälligkeit kommt es zur Auszahlung. Der Ertrag besteht aus Kurssteigerungen, die sich aus den Investitionsgewinnen der aufgelaufenen Zinsen ergeben.

Der Gewinn wird also aus der Differenz von Ausgabekurs und Rückzahlungspreis berechnet. Zero-Bonds bieten eine relativ hohe Sicherheit, werfen jedoch nicht immer hohe Renditen ab.

Mehr zum Thema: So berechnen Sie die Rendite von Zero-Bonds

Vorteile von Zero-Bonds: Sicherheit und Zinseffekte

Zero-Bonds sind insbesondere für Anleger interessant, die nicht an regelmäßigen Zinsausschüttungen interessiert sind. Der steuerfreie Zinseszinseffekt ermöglicht eine attraktive Rendite ohne Wiederanlagerisiko.

Der Anleger muss sich keine Gedanken über die Reinvestition der Zinserträge machen. Allerdings kann er auch nicht von einem eventuell gestiegenen Zinsniveau profitieren.

Auch die „Steuerbarkeit“ der Steuerzahlung war bis zur Einführung der Abgeltungssteuer ein erfreulicher Nebeneffekt von Zero-Bonds.

Da erst am Ende der Laufzeit Steuern fällig werden, wurde der Besteuerungszeitraum vom Anleger gerne so gewählt, dass die Gewinne in eine Zeit niedriger Steuerprogression fielen, z.B. in die Zeit der Pensionierung.

Dieser Vorteil entfällt mit der Abgeltungssteuer.

Nachteile von Zero-Bonds: fehlende Zinszahlung und Wiederanlagemöglichkeit

Da während der langen Laufzeit von bis zu 30 Jahren keine Zinszahlungen vorgenommen werden und somit keine Wiederanlage möglich ist, besitzen Zero-Bonds eine hohe Volatilität. Sie sind also recht anfällig für Kursschwankungen.

Diese Zinssensitivität wirkt sich kritisch aus, wenn ein Investor die Anleihe trotz hoher Restlaufzeit veräußern muss und seit dem Kauf der Marktzinssatz stark gestiegen ist.

Steigt der Marktzinssatz, sinken auch die Renditen. Sogar ein Verlustgeschäft kann dem Anleger dann blühen.

Auch die Bonität des Emittenten ist beim Kauf von Zero-Bonds wichtig. Gerät der Emittent in die Insolvenz, verliert der Käufer nicht nur seinen kompletten Einsatz, sondern kann nicht einmal von Zinsausschüttungen profitieren.

Zero-Bonds: Vor- und Nachteile für den Emittenten

Auch für das emittierende Unternehmen existieren Vor- und Nachteile bei der Ausgabe von Zero-Bonds.

Da während der Laufzeit weder Zins- noch Tilgungsverpflichtungen anfallen, kann das Unternehmen in dieser Zeit unbelastet planen. Auch der mit Zinszahlungen verbundene Verwaltungsaufwand entfällt.

Allerdings sollte man die Rückzahlungspflichten nicht vergessen. Die Liquiditätsbelastung fällt zum Laufzeitende dementsprechend hoch aus.

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Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.

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