Leerstand in deutschen Kleinstädten: Hier fehlt die Nachfrage

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Während sich der Immobilienmarkt in den Großstädten zunehmend aufheizt, stehen auf dem Land viele Wohnungen leer. Aber es gibt Ausnahmen. (Foto: kurhan / Shutterstock.com)

Für Immobilieninvestoren stellt sich am Anfang jeder Investition die Frage nach der richtigen Region. Dass vor allem in Großstädten aufgrund der immensen Nachfrage auch beachtliche Mieten erzielt werden können, scheint für viele Anleger ausschlaggebend. Aber auch auf dem Land kann sich eine Investition lohnen.

Denn nicht immer gilt die Gleichung „Überfüllung in den Metropolen, Leerstand auf dem Land“. Wir beleuchten, wo in Deutschlands Provinz die Wohnungen begehrt sind – und wo nicht. Generell kann man festhalten, dass der Osten mit 6% wesentlich stärker vom Leerstand bedroht ist, als der Westen, bei dem die Leerstandsquote nur bei 2,4% liegt.

Leerstandsindex für deutsche Kleinstädte

Ermittelt hat diesen Leerstandsindex der Immobiliendienstleister CBRE zusammen mit Empirica. Berücksichtigt wurden dabei lediglich vermarktungsfähige Wohnungen, keine Schrottimmobilien oder solche, die sich gerade im Umbau befinden.

Münster

In Münster ist der Trend ähnlich: 0,5 Prozent Leerstand, in den letzten 5 Jahren um 1,1 Prozent gesunken. Münster gehört somit zu den klaren Gewinnern am Wohnungsmarkt.

Darmstadt

0,6 Prozent Leerstand hatte Darmstadt im letzten Jahr zu verzeichnen – Tendenz sinkend: in den letzten 5 Jahren um über 1 Prozent.

Halle (Saale)

Ganz anders als in Münster und Darmstadt sieht es nämlich in Halle an der Saale aus. Hier stehen 8 Prozent aller Wohnungen leer. Dafür sinkt die Tendenz aber, in den letzten 5 Jahren um ganze 2,4 Prozent – das ist Platz zwei in Deutschland.

Schwerin

In Schwerin sieht es mit 8,4 Prozent Leerstand noch düsterer aus. Der Rückgang der letzten 5 Jahre beträgt hier auch noch 1,6 Prozent und lässt hoffen.

Chemnitz

Mit 8,5 Prozent hat Chemnitz den dritthöchsten Leerstand Deutschlands bei einem Rückgang um 1,9 Prozent.

Pirmasens

Die rheinland-pfälzische Kleinstadt hat die zweithöchste Leerstandsquote Deutschlands mit sage und schreibe 9,3 Prozent. Und nicht nur das: Anders als bei den genannten ostdeutschen Städten steigt der Leerstand sogar noch weiter an, in den letzten 5 Jahren um 1,4 Prozent, das ist der höchste Anstieg in ganz Deutschland.

Salzgitter

Spitzenreiter im Leerstandsindex ist das niedersächsische Salzgitter mit 9,8 Prozent. Aber auch hier gibt es positive Aussichten dank eines Rückgangs von 1,7 Prozent in den letzten 5 Jahren.

Insgesamt liegt in ländlichen Regionen der Leerstand bei durchschnittlich 6,9 Prozent, in Wachstumsregionen bei 2,1 Prozent. Spitzenreiter beim Aufschwung ist übrigens Leipzig. Zwar beträgt der Leerstand hier noch immer 5,3 Prozent, ging aber in den letzten 5 Jahren um ganze 4,4 Prozent zurück – ein sensationeller Wert, welcher der attraktiven sächsischen Stadt den Spitznamen „Hypezig“ eingebracht hat.

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Maria Schädlich
Von: Maria Schädlich.

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