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Klimawandel: Das sind die Kosten durch die Klimakrise

Klimawandel: Das sind die Kosten durch die Klimakrise
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Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Klimavorhersagen zeigen, dass die globale Durchschnittstemperatur in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen wird. Dies passiert unabhängig von einer möglichen Reduzierung der Treibhausgase und wird zu einem weiteren Abschmelzen der Eiskappen, zu mehr Waldbränden, Überschwemmungen, Dürren und Wetterextremen wie Hurrikans und Taifunen führen.

Der globale Klimawandel wird Konsequenzen auf sämtliche Lebewesen und die Ökosysteme haben. Neben den ökologischen Schäden dürfen die ökonomischen Folgen des menschengemachten Klimawandels nicht unbeachtet bleiben. Durch Dürren, Starkregen oder die Überschwemmung großer Landstriche wird die natürliche Kapazität an Ackerflächen und Trinkwasser beschränkt. Lokale Wetterereignisse wie Tropenstürme oder Überflutungen führen zu immensen Schäden an der allgemeinen Infrastruktur. Die Energieversorgung von Wirtschaftsunternehmen und Privathaushalten und die hohen Kosten für den Wiederaufbau müssen ebenso einkalkuliert werden. 

Dieser Artikel befasst sich im Detail mit den Auswirkungen und Kosten des Klimawandels. Er erklärt faktenorientiert, welche Folgekosten durch den Klimawandel in Deutschland und weltweit kalkuliert werden müssen. Des Weiteren untersucht er, wie schnell gegengesteuert werden muss, um die globale Erderwärmung abzumildern oder auf unter 2 Grad zu beschränken. Anhand von Kostenbeispielen zeigt der Artikel auf, warum es aus moralischer und ethischer und ebenso aus ökonomischer Sicht essenziell ist, den Ausstoß klimaschädlicher Gase schnellstens zu begrenzen. 

Fakten zur Nutzung fossiler Energieträger weltweit

Dass fossile Brennstoffe, wie Kohle, Öl und Gas die Umwelt verschmutzen und den Klimawandel befeuern, ist von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft allgemein anerkannt. Gleichzeitig sind fossile Brennstoffe nach wie vor die Hauptenergielieferanten für die Wirtschaft. Selbst wenn aktuell innovative Ideen im Bereich der erneuerbaren Energien verfolgt werden, sind fossile Energieträger für die Wirtschaft kurz- und mittelfristig alternativlos. 

Wie die Internetseite CO2Online berichtet, verbrauchen zum Beispiel alle IT-Dienstleister in Deutschland zusammen pro Jahr 9,1 Terawattstunden Strom. Im Vergleich lieferte die Stromerzeugung durch Fotovoltaik im Sonnenmonat August 2021 5,92 Terawattstunden Strom und Windenergie und Fotovoltaik zusammen knapp 20 Terawattstunden. 

Der gesamte Bruttostromverbrauch für Deutschland lag im Jahr 2020 gemäß einer Studie bei 545 Terawattstunden. Der jährliche Anteil an erneuerbaren Energien betrug in diesem Jahr 46 Prozent. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass trotz vieler Anstrengungen, die erneuerbaren Energien zu fördern, aktuell mehr als die Hälfte des Stroms ins Deutschland weiterhin durch fossile Energieträger erzeugt wird. 

Während Deutschland in Bezug auf die Transformation der Energieerzeugung auf einem guten Weg ist, sieht es in vielen anderen Ländern weniger rosig aus. Derzeit gibt es nach wie vor mehr als hundert Millionen Menschen, die Kohle verbrennen, um ihre Wohnungen zu heizen. Viele davon leben in bevölkerungsstarken Ländern wie Indien und China, in denen Kohle billiger ist als Strom. Allein in China sind derzeit 238 neue Kohlekraftwerke im Bau und über 1.000 Kohlekraftwerke im Betrieb. Ähnliche Entwicklungen sind in den meisten Schwellen- und Entwicklungsländern sichtbar. 

Klimawandel und Folgekosten – diese Kosten könnten auf die Weltgemeinschaft zukommen

Betrachtet man die Fakten zur Nutzung fossiler Energieträger weltweit, ist ablesbar, dass die Folgen des Klimawandels nicht kurzfristig durch politische Entscheidungen eingedämmt werden können. Neben internationalen Kraftanstrengungen ist ein tiefgreifender weltweiter Paradigmenwechsel notwendig, um die globalen Auswirkungen des Klimawandels aufzuhalten. Gelingt dies nicht, kommen nicht bezifferbare Kosten auf die Weltwirtschaft zu.

Eine Studie, die in der Zeitschrift Environmental Research Letter veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um 37 Prozent sinken könnte. Die Studie beschäftigt sich mit den sogenannten sozialen Kosten (SCCO2), die mit jeder zusätzlichen Tonne freigesetzten CO2 entstehen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Begriff aus der Volkswirtschaftslehre und beschreibt ein aggregiertes Maß für die Wirtschaftsleistung eines Landes. Um den Grad des Wohlstands zu bestimmen, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) häufig als Maßstab herangezogen. 

Ein geringeres BIP als Folge des Klimawandels

Für die führenden G-20-Staaten gehen Wissenschaftler gemäß einer Studie des italienischen Euro-Mittelmeer-Forschungszentrums für Klimawandel (CMCC) von einem 4 % geringeren BIP bis 2050 und -8 % bis zum Jahr 2100 aus. Für Deutschland errechneten die Forscher, abhängig vom Anstieg der Temperaturen ein Minus zwischen 1,35 Prozent und 2,95 Prozent. Zum Vergleich ging das BIP im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie einmalig um 4,9 % gegenüber 2019 zurück. Durch den Klimawandel sind derartige wirtschaftliche Einbrüche global unausweichlich, wenn nicht schnell und effektiv gegengesteuert wird. Sie werden nicht temporär, sondern jährlich auftreten. Ablesbar ist ebenfalls, dass die Auswirkungen des Klimawandels eine Kettenreaktion und weitere Herausforderung nach sich ziehen werden. Hungersnöte, Migrationsbewegungen und weltumspannende Pandemien werden weiter um sich greifen und die Kostenspirale verstärken. Hauptleidtragende werden die Entwicklungs- und Schwellenländer sein. 

Der amtierende UN-Generalsekretär Antonio Guterres ermahnte vor diesem Hintergrund die Weltgemeinschaft mehrmals, Treibhausgase zu reduzieren und das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens mit Vehemenz zu verfolgen. Gemäß einer Untersuchung der UN-Klimaagentur steuert die Welt, wenn keine signifikanten Schritte gegen die Erderwärmung eingeleitet werden, auf eine Erwärmung um 2,7 Grad bis zum Jahr 2100 zu. Guterres sagte: „Die Nichterreichung dieses Ziels wird sich am massiven Verlust von Menschenleben und Existenzgrundlagen messen lassen.“

Maßnahmen zur Folgenminimierung müssen jetzt eingeleitet werden

Die Klimakrise und die ökonomischen und ökologischen Folgen wurden von Wissenschaftlern weltweit untersucht. Die einzige Lösung, um den menschengemachten Klimawandel und seinen Verlauf zu minimieren, ist das radikale Absenken der weltweitenCO2-Emissionen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind internationale Kraftanstrengungen und ein Paradigmenwechsel im Denken und Handeln erforderlich. Bedeutende Industriezweige wie die Stahlindustrie, die Autoindustrie oder das Transportwesen können ohne ausreichende Strommengen nicht produzieren. Produktionsausfälle oder Störungen der Lieferketten haben in der Folge umfassende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Wie stark der Energiebedarf angestiegen ist, zeigt eine Statistik zum weltweiten Stromverbrauch. Im Jahr 2017 wurden global mehr als 22 Petawattstunden Strom verbraucht, was einer Verdreifachung der Energiemenge gegenüber 1980 gleichkommt. 

Das Dilemma zwischen Dekarbonisierung und steigendem Energiebedarf stellt gleichzeitig eine Chance dar. Mit innovativen Ideen, Erfindergeist und klaren Zielen kann eine die Energietransformation gelingen. Dass diese Kraftanstrengungen notwendig sind, zeigt ein aktueller Hinweis des UN-Klimarates. Er fordert vor allem die führenden Industrienationen dazu auf, ihre Klimaanstrengungen dringend zu verdoppeln, wenn ein globaler Temperaturanstieg über 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts verhindert werden soll. 

Jetzt handeln und Klima-Kipppunkte und hohe Kosten vermeiden

Gemäß einem Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) sind viele Veränderungen des globalen Klimas zum einen in der Erdgeschichte beispiellos und unumkehrbar. Dies trifft zum Beispiel auf das Abschmelzen der Polkappen und den damit verbundenen steigenden Meeresspiegel zu. Würden das Freisetzen schädlicher Klimagase effektiv, signifikant und anhaltend gesenkt, könnte der Klimawandel gleichzeitig eingebremst werden. 

Der Bericht erklärt, dass sich in diesem Fall die globalen Temperaturen bis zur Mitte des Jahrhunderts stabilisiert und auf knapp 2 Grad Celsius begrenzt werden. Gelingen keine schnellen weltweiten Reduktionen, ist eine Klimakatastrophe mit einem Temperaturanstieg von mehr als 2 Grad Celsius unausweichlich. Zusätzlich sind sogenannte Domino-Effekte realistisch, die beim Erreichen von Klima-Kipppunkten ausgelöst werden. Diese führen zu einem schnelleren Anstieg der Erderwärmung und erhöhen ebenfalls die ökonomischen Herausforderungen und Kosten. 

Die Klimakrise und ihre Folgen – diese Industriezweige sind im Besonderen betroffen

Betrachtet man den Klimawandel ausschließlich aus ökonomischer Sicht, sind einzelne Branchen und Industriezweige im Besonderen vom Klimawandel betroffen sind. Da der menschengemachte Klimawandel ein globales Problem ist, können gleichzeitig alle Wirtschaftszweige in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Vor allem energieintensive Industrien wie die Metall- und Stahlindustrie, die chemische Industrie oder die Glasindustrie sind massiv von den Herausforderungen durch den Klimawandel betroffen. Dies liegt vor allem daran, dass die Nutzung fossile Brennstoffe in den nächsten Jahren höhere Kosten verursachen wird. Zum Januar 2021 wurde in Deutschland eine CO2-Bepreisung eingeführt. Diese wird auf fossile Brennstoffe wie Öl, Benzin oder Erdgas erhoben und beträgt 25 Euro pro Tonne CO2. 

Die CO2-Bepreisung als erster Schritt

Die Auswirkungen der Die CO2-Bepreisung haben einen Anstieg von knapp 10 Cent pro Liter Benzin zur Folge. Schrittweise wird sich diese Abgabe für die klimaschädlichen Emissionen bis im Jahr 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2 erhöhen. Experten weisen darauf hin, dass eine Lenkungswirkung erst bei einem Preis von mehr als 100 Euro pro Tonne CO2 einsetzt, was mehr als 40 Cent pro Liter Benzin entspricht. 

Eine CO2-Bepreisung ist ein Baustein von vielen, um klimaschädliche Emissionen einzudämmen. Eine weitere wesentliche Stellschraube betrifft das generelle Verbot von Verbrennungsmotoren. Der Ausbau der Elektromobilität ist wichtig und muss umgesetzt werden. Zusätzlich ist es entscheidend, dass zukünftiger Strom als erneuerbare Energie aus Sonne, Wind und Wasserstoff gewonnen wird. „Green Energy“ ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Wie weit der Weg noch ist, ist feststellbar, wenn man mit einbezieht, dass derzeit mehr als 1,5 Milliarden Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor weltweit betrieben werden. 

Zusammenfassend kann die Energiewende gelingen, wenn die großen Industriezweige global auf alternative Energieträger umstellen. Statt Öl, Kohle und Gas müssen synthetische Kraftstoffe und Strom aus erneuerbaren Energien oder Strom aus neuartigen Kernreaktoren die Energiemengen herstellen können, die notwendig sind, um die Wirtschaftskraft der Zukunft zu erhalten und auszubauen. 

Nicht zu beziffernde Risiken durch fortschreitenden Klimawandel

Neben den energieintensiven Unternehmen, die aufgrund des Klimawandels aufgerufen sind, schnelle und innovative Lösungen zu implementieren, um den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren, sind Wirtschaftszweige wie die Tourismusindustrie ebenso und in zweifacher Weise betroffen. Zum einen müssen Luftfahrtunternehmen, Schiffseigner und andere Transportbereiche ihre Flotten ebenfalls auf Green Energy, synthetische Kraftstoffe oder Elektromobilität umstellen. 

Gleichzeitig haben sie aktuell mit den Folgen der Klimakrise zu kämpfen. Durch Wetterextreme werden in beliebten Touristenregionen ganze Landstriche und deren Infrastruktur zerstört. Verbraucher ändern darüber hinaus ihr Urlaubsverhalten aufgrund steigender Lebenshaltungskosten. Die Prognosen für beliebte Touristenregionen wie das Mittelmeer ist für die nächsten Jahrzehnte besorgniserregend. Intensive und lang anhaltende Dürren werden von Überschwemmungen und Starkregenereignissen abgelöst werden. 

Das Niederschlagsmuster wird sich gemäß den Prognosen der IPCC verändern. Die Folge sind zunehmende Regenmengen in Europa und abnehmende Regenmengen in den Subtropen. Für die beliebten Küstengebiete an der Nord- und Ostsee und in vielen anderen Ländern hat der Klimawandel existenzbedrohende Auswirkungen. Bei einem Anstieg von mehr 2 °C würden Hitzeextreme darüber hinaus häufiger kritische Toleranzschwellen für die Landwirtschaft und die Gesundheit erreichen. Neben Ernteausfällen und Hitzetoten haben diese Szenarien, die für die nächsten Jahrzehnte vorhergesagt werden, nicht vorhersehbare Auswirkungen auf Wirtschaftsunternehmen aller Größenordnung und auf die Individualbevölkerung. 

Kosten durch den Klimawandel am Beispiel der Flutkatastrophe im Ahrtal

Der Klimawandel macht vor Deutschland und Europa nicht halt. Vor allem Starkregenereignisse und damit verbundene Überflutungen von ganzen Landstrichen führen zu fortlaufend größeren gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen. Die Kosten für die Flutkatastrophe im Ahrtal und in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 werden aktuell auf 29 Milliarden Euro geschätzt. 

2002 und 2013 hatten Flutkatastrophen in Deutschland für beispiellose Zerstörungen und finanzielle Schäden gesorgt. Neben den Beeinträchtigungen an der Infrastruktur, an Immobilien, Fahrzeugen und Wirtschaftsbetrieben hat die Flutkatastrophe im Ahrtal 133 Todesopfer gefordert und Tausende von Menschen und Existenzgrundlage gefährdet. Dabei war das Katastrophenereignis regional begrenzt und hat vor allem Häuser und die Infrastruktur im Ahrtal und in weiteren angrenzenden Städten und Gemeinden zerstört. Mit einem Voranschreiten des Klimawandels werden regionale Starkregenereignisse weiter zunehmen und Landstriche und die Menschen ohne Vorwarnung und Planung treffen. Vor allem die Tatsache, dass Wolken länger an einer Stelle bleiben, führt dazu, dass gewaltige Regenmengen zu umfassenden Zerstörungen führen. 

Der global agierende Rückversicherer Munich Re gibt auf seiner Internetseite sechs Risiken an, die zu unkalkulierbaren Versicherungsschäden führen können. Neben Überschwemmungen und Sturzfluten zählen tropische Wirbelstürme zu den am höchsten versicherten Schäden weltweit. Waldbrände, Buschfeuer, Dürren, Hitzewellen und lokal begrenzte Gewitter, Hagel und Tornados gehören ebenso zu den wesentlichsten Folgen des Klimawandels und verstärken sich fortlaufend.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Versicherungen sind regional verschieden und betreffen die einzelnen Versicherungssparten in unterschiedlicher Intensität. Durch ein Erhöhen der Durchschnittstemperaturen und die Zunahme extremer Hitzetage müssen vor allem Kranken- und Lebensversicherungen mit steigenden Kosten rechnen. Extremwetterereignisse treffen im Gegensatz vor allem die Schaden- und Unfallversicherungen. 

So hoch sind die Kosten für die Eindämmung des Klimawandels

Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels sind nicht mehr zu übersehen. Folgen wie extreme Wetterereignisse haben direkte Folgen auf die Volkswirtschaften und auf die Lebensqualität von Menschen. Ein Umsteuern und eine schnelle und effektive Reduktion von klimaschädlichen Gasen weltweit ist alternativlos. 

Fakt ist, dass die Eindämmung des Klimawandels ebenfalls volkswirtschaftliche Kosten verursacht, die nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Sogenannte Anpassungskosten, beispielsweise für höhere Deiche und die Errichtung klimawandelbeständiger Infrastrukturen werden die Industrienationen nach Schätzungen der OECD zwischen 15 und 150 Milliarden Euro pro Jahr kosten. Zusätzlich müssen die Abmildungerskosten eingeplant werden. Sie entstehen durch die Transformation auf eine kohlenstoffarme oder emissionsfreie Wirtschaft, beispielsweise durch den Ausbau von Elektroenergie und erneuerbaren Energien. 

Experten berechnen hierfür ungefähr 1 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts an Kosten. Die Ausgaben sind angesichts der erheblich höheren Folgekosten bei einem ungebremsten Klimawandel ebenfalls alternativlos. Studien haben zum Beispiel errechnet, dass die Kosten für landwirtschaftliche Verluste in Europa 15 Milliarden Dollar betragen werden. Überflutungskosten nach Starkregenereignissen könnten jährlich einen Betrag von 150 Milliarden Dollar ausmachen. 

Abhängig vom tatsächlichen Temperaturanstieg sind die Kosten bei einer Eindämmung des Klimawandels im Gegensatz zu den gesamtwirtschaftlichen Folgen ohne ein Eingreifen erträglich. Das Umweltbundesamt geht in einer Prognose davon aus, dass eine Stabilisierung des globalen Temperaturanstieges marginale Klimaschutzkosten von 3 % des Bruttoinlandsproduktes nach sich ziehen würden. Die volkswirtschaftlichen Kosten könnten des Weiteren sinken, wenn eine aktive Klimaschutzpolitik den technischen Wandel direkt stimulieren würde und wenn andere Vorteile der Klimaschutzmaßnahmen eingerechnet werden würden. 

Fazit: Die Kosten des Klimawandels – nichts tun kostet am meisten

Der menschengemachte Klimawandel, der durch klimaschädliche Gase und vor allem durch CO2 entsteht, ist nicht mehr aufzuhalten. Durch schnelles und konsequentes Handeln und signifikante Maßnahmen kann er aufgehalten und eingedämmt werden. 

Aus ökonomischer Sicht ist ein Eindämmen des Klimawandels die wichtigste Maßnahme für weiteres Wirtschaftswachstum. Green Energy wird der Wachstumsmarkt der nächsten Jahrzehnte sein, neue Arbeitsplätze schaffen und die Transformation der Dekarbonisierung befördern. 

Den Klimawandel zu verlangsamen, kostet ebenfalls viel Geld. Gleichzeitig sind die zukunftsorientierten Maßnahmen und das Implementieren fortschrittlicher Technologien der einzige Weg, um die Erde und ihr Klima für nachfolgende Generationen zu erhalten. Ohne einschneidende Maßnahmen würde sich unser Heimatplanet in den nächsten Jahrzehnten weiter erhitzen. Dies würde in der Folge zu  verstärkten Extremwetterereignissen, hohen Gesundheitskosten, Dürren und Lebensmittelknappheiten und insgesamt zu einem langfristigen wirtschaftlichen Abschwung führen.