Gold

Gold gilt als eine der bestĂ€ndigsten Anlageformen und als universelle WeltwĂ€hrung. Was Sie bei der Goldanlage beachten sollten lesen Sie hier ✔ GeVestor ✔
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Inhaltsverzeichnis

Gold – Der Stein der Weisen

Im Mittelalter ging man davon aus, dass eine Substanz existiere, die normale Metalle in Gold und Silber verwandeln könnte. Verbinde man diesen „Stein der Weisen“ mit Rotwein, erhielte man ein Elixier fĂŒr unendliches Leben.

Gold wird bereits seit tausenden von Jahren zur Schmuck-Herstellung und als Zahlungsmittel genutzt. Zu Beginn der Neuzeit war die Suche nach Gold Auslöser fĂŒr zahlreiche Kriege auf dem amerikanischen Kontinent. Heute wird Gold neben der Nutzung als Geldanlage auch in der Elektronik oder in der Medizin genutzt.

HinzugefĂŒgt: Neben Kupfer ist Gold eines von nur 2 farbigen Metallen.

Definition: Goldpreis

Kein anderes Edelmetall auf der Welt fasziniert die Menschen so sehr wie Gold. Ob in der Form von Goldbarren, GoldmĂŒnzen als tatsĂ€chlicher Rohstoff in Gramm bzw. Unzen gemessen oder via Zertifikat: Um das seltene Metall fĂŒhrt kein Weg vorbei. So wird seit Jahrzehnten schon die Empfehlung ausgesprochen, dass jedes Investment-Portfolio eine Beimischung von Gold beinhalten sollte. In diesem Zusammenhang spielt der Goldpreis eine maßgebliche Rolle. Er determiniert den Erfolg dieser Beimischung und kann sowohl als Renditetreiber und als Hedge eingesetzt werden.

Der Goldpreis wird als Marktpreis ermittelt. Per Definition in der Volkswirtschaftslehre ist dies der Preis, der von Marktteilnehmern zu einem festgesetzten Zeitpunkt auf einem Markt erzielt werden kann. Gehandelt wird das Edelmetall an den weltweiten Rohstoffbörsen. Basis fĂŒr die Preisentwicklung ist – wie ĂŒblich – Angebot und Nachfrage. Aufgrund der marktbeherrschenden Rolle der amerikanischen Rohstoffbörsen hat es sich etabliert, dass die Kurse in US-Dollar notiert werden. Als Maßeinheit gilt nicht Gramm oder Kilo sondern eine Feinunze Gold.

Definition Feinunze

Die Feinunze ist eine Maßeinheit fĂŒr Edelmetalle, deren Masse der sogenannten Apotheker-Unze ((1 oz.tr. = 31,1034768 g, 1kg ≈ 32,15075 oz.tr.) entspricht. Sie bezieht sich allerdings nur auf den Edelmetallanteil. FĂŒr diesen wird die Masse eventueller Legierungen, unedler Metalle sowie von Verunreinigungen abgezogen.

Im angloamerikanischen Maßsystem wird die Feinunze auch als Troy-Unze bezeichnet, benannt nach dem bekannten Handelsplatz der französischen Stadt Troyes.

Das Wort Unze leitet sich von der römischen Einheit Unica (lateinisch: Zwölftel). Meist verwendet man die Feinunze zur Masseangabe von Edelmetallen wie Gold, Platin, Silber oder Palladium).

Obwohl Gold fĂŒr die Schmuckherstellung, Technik und Medizin eingesetzt wird, hat der Goldpreis auf diese Branchen geringen Einfluss. SchĂ€tzungen gehen davon aus, dass 3 % der jĂ€hrlichen Goldmenge zu Zahlungsmittel (Goldbarren bzw. GoldmĂŒnzen) verarbeitet werden. Trotzdem spielt der Goldpreis insbesondere bei der Wertanlage eine wichtige Rolle.

Welche Faktoren beeinflussen den Goldpreis?

Der Wert von Gold richtet sich grundsÀtzlich nach verschiedenen Angebots- und Nachfragefaktoren. Hier gibt es unterschiedliche Korrelationen, die verschieden ausgeprÀgt sind.

Die Nachfrage beispielsweise wird von folgenden Bereichen bestimmt:

  • Inflation
  • Zentralbanken
  • Investment-Nachfrage
  • Technologische Anwendungen
  • Schmuckindustrie

Auf der Angebotsseite gibt es die folgenden Faktoren:

  • Goldförderung
  • Gold-Recycling

Die hier genannten Faktoren beeinflussen auf der einen Seite das zur VerfĂŒgung stehende Angebot und auf der anderen Seite die Nachfrage. Das Angebot korreliert dabei stark mit dem Goldpreis. Da die unterschiedlichen Mittel der Goldförderung mit teilweise hohen Kosten verbunden sind, steigt die Förderung, wenn die VergĂŒtung vorteilhafter scheint. Zieht die Nachfrage nicht mit, so wird der Goldpreis sinken. Eine gesteigerte Nachfrage sorgt dann wieder fĂŒr einen grĂ¶ĂŸeren Bedarf, steigende Preise und eine erhöhte Goldförderung. Der Goldpreis wird daher oft mit der sogenannten Stack-to-Flow-Ratio in Verbindung gebracht.

Angebotsfaktoren unter der Lupe

Durch die fortschreitende Technologisierung verbessert sich die Quote der Goldgewinnung kontinuierlich. Neue Techniken erhöhen die Goldgewinnungsrate, die Kosteneffizienz wird gesteigert. Auch durch das Gold-Recycling wird das Angebot des Edelmetalls vergrĂ¶ĂŸert. Die RĂŒckgewinnungstechniken werden auch hier immer effizienter. WĂ€chst zu diesem Thema noch das Bewusstsein, bleibt langfristig mehr Gold fĂŒr die Nachfrage erhalten. Die Menge an verfĂŒgbarem Gold könnte durch weitere Unternehmungen, z. B. Asteroiden-Mining, zukĂŒnftig massiv vergrĂ¶ĂŸert werden. Im Ergebnis wĂ€re mit einer Inflation des Goldpreises zu rechnen.

Eine Verknappung des Angebots durch Naturkatastrophen, UnfÀlle oder Raub könnte die gegenteiligen Effekte auf den Goldkurs haben.

Korrelationen der Nachfrage nach Gold

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass eine zunehmende Inflation die Nachfrage nach Gold massiv steigern kann. Anleger sind in so einem Fall auf der Suche nach einem „sicheren Hafen“ fĂŒr ihre Anlagen. Gold erfĂŒllt diesen Zweck als Wertspeicher. Auch politische Entwicklungen, z. B. im Jahre 2019 der anhaltende Handelskrieg zwischen China und den USA, erhöhen die Nachfrage von Investoren. Obwohl der Verbrauch der Technik bzw. der Schmuckverarbeitung nicht steigt, kann der Goldpreis so auf einen Höhenflug geschickt werden.

Die Rolle der Zentralbanken und die Geldpolitik dieser Institutionen verĂ€ndert ebenfalls den Kurs der Rohstoffe, allen voran von Silber und Gold. Wer sein Geld in einen Rohstoff anlegt, kann in derselben Zeit mit dem Investment keine Zinsen erzielen. Je höher der Leitzins der Zentralbanken ausfĂ€llt, umso profitabler kann es fĂŒr Anleger sein, in andere Investments stattdessen einzuzahlen.

Vorsicht

Auch wenn einige Korrelationen offenkundig aussehen, so hat der Goldpreis in der Vergangenheit oftmals anders reagiert, als prognostiziert. Ebenfalls Vorsicht ist geboten bei einer Rezession: Wenn die MĂ€rkte kollabieren, wird auch LiquiditĂ€t aus dem Rohstoff-Markt abgezogen! Gold ist daher bei Weitem immer ein „sicherer Hafen“!

Wie kommt der Goldpreis zustande?

Das nachgefragteste Edelmetall der Welt ist nach wie vor Gold. Entsprechend des aktiven Handelns Ă€ndert sich der Goldkurs stĂ€ndig. Um zu verstehen, wie der Goldkurs tatsĂ€chlich ermittelt wird, muss vorab verstanden werden, wie er sich zusammensetzt. DarĂŒber hinaus gibt es verschiedene Goldkurse, die unterschiedlich angewandt werden.

Die Maßeinheit Feinunze: Eine ErklĂ€rung

Die Maßeinheit Feinunze hat sich allgemein an den internationalen Rohstoffbörsen fĂŒr Gold etabliert. Dementsprechend wird der Goldpreis immer in Preis je Feinunze notiert.

Auch wenn die Unze in unseren Breitengraden weniger bekannt ist, handelt es sich grundsĂ€tzlich um eine gebrĂ€uchliche Maßeinheit fĂŒr Edelmetalle wie Gold, Platin oder Silber. Eine Unze (oz) bringt 28,349523125 Gramm auf die Waage, eine Feinunze (oz tr) betrĂ€gt 31,1034768 Gramm.

Mit der Begrifflichkeit der Feinunze wird jedoch nicht nur das Gewicht festgelegt, der Reinheitsgrad des Metalls wird ebenfalls abgedeckt. Die Bezeichnung Feinunze Gold beinhaltet demnach 31,1034768 Gramm Gold mit einer Reinheit von 999,9.

Die Notation der Feinheit des Edelmetalls erfolgt in Promille, also in tausend Teilen des betrachteten Gesamtgewichts. Es ist hier ĂŒblich, dass der Feingehalt aufgeprĂ€gt wird. Entsprechende PrĂ€gungen sind nicht nur auf Zahlungsmittel wie GoldmĂŒnzen, sondern auch bei SchmuckstĂŒcken angegeben.

Kurs der Feinunze Gold: Wie der Goldpreis zustande kommt

PrimĂ€r das Angebot und die Nachfrage wirken sich auf den Goldpreis aus. Zum Handel von physischem Gold wird der sogenannte Spotpreis genutzt. Basis fĂŒr diesen Goldkurs bieten aktuelle Zahlen des Großhandels.

Als Durchschnittswert verarbeitet der Spotpreis verschiedene Informationen: den Kurs, zu dem der letzte Goldhandel getĂ€tigt wurde, den gĂŒnstigsten Preis, zu dem die Feinunze Gold auf dem Markt verfĂŒgbar ist und den Kurs, den der Höchstbietende bereit ist zu zahlen. ErwĂ€hnenswert ist die Tatsache, dass der Spotpreis nicht von einer offiziellen Institution erstellt wird. Stattdessen gilt der Spotpreis als ein Durchschnittswert, der die tagesaktuellen GoldgeschĂ€fte der wichtigsten HandelsplĂ€tze abbildet.

Was ist das London Gold fixing?

Ebenfalls wird der Kurs des sogenannten London Gold Fixing genutzt. FĂŒr diesen Goldkurs werden fĂŒnf Vertreter großer Banken berufen, die den jeweiligen Goldpreis aushandeln. Die Idee hinter diesem Kurs ist ein Gleichgewicht, welches zwischen dem Angebot und der Nachfrage gebildet werden soll. Das London Gold Fixing wird werktags in der britischen Hauptstadt durchgefĂŒhrt. Von Montag bis Freitag kommen die fĂŒnf Vertreter zweimal tĂ€glich zusammen. Das Ergebnis, auch Gold Fixing genannt, wird vor allem fĂŒr den Broker-Handel eingesetzt.

Zudem gibt es auch Goldkurse fĂŒr TermingeschĂ€fte. Kleinanleger mĂŒssen beachten, dass sich der Preis je Feinunze, zu dem sie Gold kaufen oder verkaufen können, meistens von den Großhandelspreisen, die in den Goldcharts abgebildet werden, unterscheidet.

Steuern die Zentralbanken den Goldpreis?

Bei den Marktmechanismen fĂŒr den Goldpreis wurden die Zentralbanken bereits als ein Faktor aufgelistet. Die Aufgabe dieser Institutionen liegt primĂ€r in der WĂ€hrungsstabilitĂ€t. Wie können diese dann den Goldpreis auf dem Chart beeinflussen? Bevor diese Frage beantwortet wird, gilt es das Interesse der Zentralbanken zu verstehen.

Gold hat nach wie vor den Ruf ein „sicherer Hafen“ zu sein, wenn WĂ€hrungen schwĂ€cheln, eine Inflation droht oder sich gar BankenzusammenbrĂŒche bzw. Wirtschaftskrisen abzeichnen. Wenn Gold also nicht steigt, wirken WĂ€hrungen vertrauenserweckender. Die Inflationserwartung wird gemindert, wenn der bekannteste Indikator fĂŒr die Preisentwicklung keine Warnzeichen von sich gibt.

Es liegt also im Interesse der Zentralbanken, dass Gold nicht bzw. nicht unkontrolliert steigt. Das gilt vor allem bei Finanzmarktkrisen. Es stabilisiert die MĂ€rkte, wenn Gold schwach ist. Gold wird so als Krisen-Investment uninteressant, die Gelder strömen in die verbleibenden Anlageklassen, vor allem in Staatsanleihen. Anschließend fließen sie auch wieder schneller in die AktienmĂ€rkte zurĂŒck.

Umgekehrt stelle man sich vor, der Goldpreis wĂŒrde in Zeiten von Unsicherheit stark steigen. Das wĂŒrde suggerieren, es gĂ€be grĂ¶ĂŸere, unkontrollierbare Probleme. Dies könnte die Panikstimmung an den MĂ€rkten verstĂ€rken. Die Zentralbanken haben also genĂŒgend GrĂŒnde, sich gerade in schwierigen Marktphasen einen fallenden Goldpreis zu wĂŒnschen.

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Warum der Goldpreis kein Inflationsidikator ist

HĂ€ufig wird der steigende Goldpreis als scheinbarer Beweis fĂŒr eine Inflation herangezogen, oft wird fĂŒr den Beweis dieser These nur ein kurzer Zeitraum von wenigen Jahren herangezogen und zudem „verschwiegen“, dass Gold erst seit 10 Jahren im Preis steigt. Zuvor war der Goldpreis stetig im Fallen und völlig unabhĂ€ngig von der Inflation.

Verschiedene Studien haben ergeben, dass der Goldpreis und die Inflation in keinerlei Zusammenhang stehen. Es gab sorgar Zeiten, in denen trotz hoher Inflationsraten der Goldpreis weiter gefallen ist. Die Behauptung, der Goldpreis sei ein Inflationsindikator stimmt demnach nicht, es trifft eher zu, dass Gold nachdem die Goldbindung an das Geld gefallen ist, nur mehr ein normales Metall ist, welches auch den normalen Preisschwankungen unterworfen ist.

Deflation und Gold: Welchen Zusammenhang gibt es?

In einer Deflation steigt der Wert des Geldes, da die Preise fĂŒr Waren und Dienstleistungen flĂ€chendeckend zurĂŒckgehen. Doch wie wirkt sich eine Deflation auf den Goldpreis aus?

Da eine Deflation im Gegensatz zur Inflation nur selten vorkommt, gibt es nur wenige historische Beispiele, welche fĂŒr eine Analyse herangezogen werden könnten.

Die Große Depression, die 1929 am schwarzen Freitag ihren Anfang nahm, bildet da glĂŒcklicherweise eine Ausnahme. Sie war nĂ€mlich in den ersten Jahren von 1929 bis 1932 durch deflationĂ€re Entwicklungen gekennzeichnet.

Allerdings galt zu dieser Zeit noch der Goldstandard. Der Goldpreis konnte sich daher nicht frei nach Angebot und Nachfrage entwickeln.

So entwickelten sich in der Großen Depression die Aktien von Goldminen deutlich besser als andere Aktien. Es ist daher zu vermuten, dass der Goldpreis in der nĂ€chsten Deflation besser abschneiden wird als die Preise anderer Anlageklassen.

Instrumente der Goldpolitik der Zentralbanken

PrimĂ€r setzen die großen WĂ€hrungshĂŒter auf eine Kombination von drei wirkungsvollen Instrumenten. Mit diesen Vorgehensweisen können sie Einfluss auf den Goldpreis nehmen.

Die Instrumente der Zentralbanken:

  1. Direkte VerkÀufe von Gold
  2. Goldleihe
  3. Interventionen ĂŒber den Terminmarkt

Der direkte Goldverkauf

Der Verkauf von physischem Gold ist das logischste Mittel, um den Goldpreis zu senken. Und dies wird von den Zentralbanken aktiv durchgefĂŒhrt. So wurden in den letzten Jahrzehnten jĂ€hrlich ĂŒber 600 Tonnen Gold aus den eigenen BestĂ€nden der Zentralbanken verkauft. Der aktuelle Jahresverbrauch des Rohstoffs wird mit etwa 2.400 Tonnen geschĂ€tzt.

Bei Betrachtung der Relation zwischen der verkauften Menge Gold und dem Jahresverbrauch wird schnell klar, dass diese VerkĂ€ufe große EinflĂŒsse auf den Goldpreis haben.

Die Maßnahme der Goldleihe erklĂ€rt

Unter dem Instrument der Goldleihe werden zwei Varianten verstanden: Sowohl die Goldleihe an Minen als auch sogenannte Gold-Carry-Trades werden durchgefĂŒhrt.

Wie der Name es bereits vermuten lĂ€sst, wird bei der Goldleihe an Minen physisches Gold der Zentralbanken direkt an die Goldminen verliehen. Analog zur Beschaffung eines regulĂ€ren Kredits sind Banken involviert, die fĂŒr ihre Vermittlung eine Provision erhalten. Denn die Banken sind es, die das geliehene Gold der Minen dann am Markt verkaufen.

Das eigentliche Ziel des Vorgehens ist das Erzielen eines Erlöses. Mit diesem werden Investitionen in die Förderanlagen vorgenommen, wodurch die Goldförderung bzw. -gewinnung effizienter wird. Die Goldschuld bei der Zentralbank wird auf diesem Wege wieder beglichen.

Der sogenannte Gold-Carry-Trade hingegen wird direkt durch Privatbanken durchgefĂŒhrt. Diese leiht sich eine gewisse Menge Gold von der Zentralbank und verĂ€ußert dieses dann am Markt. Der hier erzielte Erlös wird dann höherverzinst angelegt als der Zinsbetrag, den die Zentralbanken fĂŒr die Goldleihe fordern. An einem bestimmten Stichtag wird das Gold dann an die Zentralbank zurĂŒckgeliefert.

Wer solch einen Handel durchfĂŒhrt, ist vor allem an einem fallenden Goldpreis interessiert. Denn die Banken mĂŒssen das Gold zu einem bestimmten Stichtag ja zurĂŒckkaufen und physisch wieder ausliefern. FĂ€llt bis dahin der Goldpreis, steigt die Marge. Da so das Angebot des Edelmetalls auf dem Markt steigt, wird der Preis gedrĂŒckt.

Einflussnahme ĂŒber den Terminmarkt

Weitere Interventionen erfolgen ĂŒber den Terminmarkt. Dabei ist der klassische Terminmarkt eine feste Vereinbarung ĂŒber eine kĂŒnftige Warenlieferung zu einem bestimmten Preis.

Nun ist es am Terminmarkt möglich und auch ĂŒblich, den Vertrag selbst weiter zu verĂ€ußern. So kann man an der zwischenzeitlichen Preisentwicklung teilhaben, ohne die Ware physisch zu bewegen.

Der Goldpreis fĂ€llt in der Börse besonders oft wĂ€hrend der Handelszeit des wichtigsten Terminmarkts, der New York Comex (heute Teil der CME Gruppe). Die PreisrĂŒckgĂ€nge erfolgen dabei oft schockartig. Was ist der Zweck dieser Interventionen?

Gold ist vor allem ein Anlagemetall und Anlageentscheidungen sind sehr stark von der Preisentwicklung abhĂ€ngig. Das gilt vor allem fĂŒr Gold, das keine laufenden ErtrĂ€ge wie Dividenden oder Zinsen abwirft. Gold als Anlage wird nur gehalten, weil man von einem steigenden Preis ausgeht.

Somit wird Gold als Anlage weniger interessant, wenn sein Wert fĂ€llt. Und genau darauf zielen die Interventionen der Zentralbanken ĂŒber den Terminmarkt. Indem der Goldkurs plötzlich und massiv fĂ€llt, werden Investoren zu VerkĂ€ufen veranlasst und Interessenten abgeschreckt.

Damit werden die schockartigen VerkĂ€ufe ĂŒber den Terminmarkt eine dritte wichtige SĂ€ule der Interventionen am Goldmarkt, neben den VerkĂ€ufen und der Goldleihe.

Was bedeutet „Goldverbot“?

In der Vergangenheit hat es immer wieder Zeiten gegeben, in denen Staaten den privaten Handel und Goldbesitz untersagt haben. Dieses Mittel wird in der Regel dann eingesetzt, wenn sich der Staat mit einer heftigen WĂ€hrungskrise konfrontiert sieht. Entsprechende Maßnahmen gab es auch in der jĂŒngeren Vergangenheit. Nennenswert sind hier beispielsweise die Weimarer Republik 1923, die Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1933 oder Frankreich im Jahre 1936.

Ein Goldverbot hat fĂŒr die Bevölkerung immer weitreichende Folgen. So werden die Menschen aufgefordert, ihre privaten Goldreserven an staatlichen Annahmestellen abzugeben und gegen die staatliche WĂ€hrung einzutauschen. Da aber viele Privatpersonen ihren Goldreserven nicht deklarieren und das Verbot einfach ignorieren, haben diese staatlichen Eingriffe wenig Nutzen gebracht.

Wird der Goldpreis durch die US-Notenbank manipuliert?

Die amerikanische Notenbank FED steht in der Kritik, Einfluss auf den Goldpreis zu nehmen. Sie hĂ€lt Berichten zufolge die grĂ¶ĂŸten öffentlichen Goldreserven. Durch ihre Rolle als oberste WĂ€hrungshĂŒter hat die FED das primĂ€re Interesse der WĂ€hrungsstabilitĂ€t vom US-Dollar. Ein steigender Goldpreis lĂ€sst den US-Dollar schwĂ€cher erscheinen und eine anbahnende Inflation erkennen. Auf der anderen Seite zeugt ein niedriger Goldpreis von einer starken WĂ€hrung und macht Staatsanleihen interessanter.

Manche Kritiker sprechen von einem Goldkartell aus IWF, FED, der US-Regierung sowie einiger großen Handelsbanken, die systhematisch die Goldpreise manipulieren sollen. Entsprechende Beeinflussungen wurden zumindest fĂŒr den Silberpreis bereits festgestellt.

Goldpreis und seine historische Entwicklung

Gold gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Geldanlagen. Das liegt vor allem daran, dass es als krisensicher und langfristig lohnend gilt. Als Kleinanleger sollte man jedoch beachten, dass sich Gold als kurzfristiges Investment nicht immer lohnt. Die Goldpreisentwicklung konnte seit der Jahrtausendwende zwar immer wieder Rekorde verzeichnen, doch ein Blick in die Vergangenheit zeichnet teilweise ein anderes Bild.

Überblick: Gold von der Antike bis in die Neuzeit

Die ersten richtigen GoldmĂŒnzen, auch KurantmĂŒnzen genannt, wurden vom lydischen König Krösus um das Jahr 560 vor Christus ausgegeben. Im antiken Ägypten um das Jahr 300 vor Christus hatte Gold in MĂŒnzform bereits eine Zahlungs- bzw. Tauschfunktion inne. Es dauerte aber noch, bis sich das MĂŒnzgeld wirklich durchsetzte.

Das Römische Reich setzte stark auf die PrĂ€gung, die ersten GoldmĂŒnzen wurden etwa 225 vor Christus hergestellt. Mit dem Aureus setzten die Römer ab dem Jahre 27 vor Christus auf eine optimierte KurantmĂŒnze. Doch offizielles Zahlungsmittel waren primĂ€r die SilbermĂŒnzen, die inflationĂ€r geprĂ€gt wurden. Als Folge der Inflation fĂŒhrte Kaiser Konstantin der Große um das Jahr 310 nach Christus eine stabile GoldwĂ€hrung ein, den sogenannten Solidus.

WĂ€hrend im Mittelalter erst noch bis zum 12. Jahrhundert der Solidus relevant blieb, setzte sich dann Geld als Tauschmittel durch; die GoldmĂŒnzen wurden als Wertspeicher genutzt. Durch KreuzzĂŒge und Fernhandel bedingt, gewann Gold zeitweise wieder an Bedeutung als Zahlungsmittel. Dies lag darin begrĂŒndet, dass der Goldpreis im VerhĂ€ltnis zum Silber betrachtet wurde. Durch gĂŒnstige GoldkĂ€ufe in Afrika (Wechselkurs 1:8) und vorteilhafte VerkĂ€ufe in Europa (Wechselkurs 1:10) gab es erste Spekulationen auf den Goldpreis.

Im folgenden Mittelalter fand eine Dauerdeflation aufgrund eines grĂ¶ĂŸeren Bedarfs statt; Gold wurde gehortet anstatt als Zahlungsmittel eingesetzt. Mit der Entdeckung Amerikas setzte dann eine Inflation ein, da das Angebot an Gold die Nachfrage ĂŒberstieg und GoldmĂŒnzen mit weniger Aufwand hergestellt werden konnten. Im siebenjĂ€hrigen Krieg (1756-1763) kam das PhĂ€nomen der MĂŒnzverschlechterung hinzu, welches den Goldpreis erhöhte.

In Großbritannien gab es ab dem Jahre 1717 bereits eine GoldparitĂ€t, welche im Jahre 1774 durch den Goldstandard abgelöst wurde.

Die Auswirkungen des Goldstandards auf den Goldpreis

Um das Jahr 1870 hat sich der Goldstandard weltweit durchgesetzt. Dieser beschreibt eine WĂ€hrungsordnung, bei der entweder die WĂ€hrung aus Gold besteht (GoldmĂŒnzen) oder aus herkömmlichen Banknoten, die einen Anspruch auf das Edelmetall reprĂ€sentieren und jederzeit darin umgetauscht werden können. Durch die GoldparitĂ€t ergab es feste Wechselkurse, die je nach Goldgehalt und Reinheit variierten.

Bedingt durch den Sezessionskrieg fĂŒhrt zwischenzeitlich der de facto Goldstandard der USA zu wahren Preisexplosionen. Inflationsbereinigt musste damals fĂŒr eine Feinunze bereits etwa 930 US-$ gezahlt werden. Die GoldparitĂ€t setzte nach Beendigung der UnabhĂ€ngigkeitskriege wieder ein. Auch versuchte Manipulationen des Goldpreises fĂŒhrten zu HöhenflĂŒgen und einer kleinen Wirtschaftskrise.

Der Goldpreis in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges hoben die meisten Staaten die Pflicht zur Einlösung auf. Erstmals sorgten die Zentralbanken durch Eingriffe fĂŒr Stabilisierung des Goldpreises. Das System des Goldstandards brach daraufhin zusammen, die GoldparitĂ€t fĂŒhrte teilweise zu drastischen Über- und Unterbewertungen der WĂ€hrungen.

Auch andere Folgen des ersten Weltkrieges wie die Reparationszahlungen sorgten fĂŒr eine Destabilisierung. Um die Reparationszahlungen begleichen zu können, löste sich Deutschland vom goldgedeckten Geld. Eine Hyperinflation war die Folge, wodurch der Bedarf nach Gold als sicherer Hafen massiv anstieg. Bis zu einer Billionen Papiermark mussten im Höhepunkt der Inflationsphase fĂŒr eine Unze Gold entrichtet werden.

Mit dem sogenannten schwarzen Donnerstag begann im Jahre 1929 die Weltwirtschaftskrise. Durch die Goldbindung konnte die US-amerikanische Notenbank (FED) nicht mit dem Druck neuer Dollarnoten gegensteuern: Arbeitslosigkeit und ein RĂŒckgang des Preisniveaus folgten. Der Goldpreis wurde anschließend auf 35 US-$ erhöht, was Stabilisierungsmöglichkeiten eröffnete.

Das Bretton-Woods-System & der Goldpreis

Benannt nach einem Ort im US-Bundesstaat New Hampshire, Bretton Woods, wurde sich im Jahre 1944 bei einer Konferenz in diesem Ort auf ein internationales, goldgedecktes US-Dollar basierendes WĂ€hrungssystem geeinigt. Der sogenannte Gold-Dollar-Standard mit einem fixen Goldpreis von 35 US-$ pro Feinunze Gold war geboren.

Als Folge dieser Notierung konnte fĂŒr den Welthandel ein System mit festen Wechselkursen etabliert werden.

Doch das System hatte einen maßgeblichen Konstruktionsfehler, denn die Menge an Gold ist begrenzt. Doch die Weltwirtschaft benötigt mehr LiquiditĂ€t; eine AusschĂŒttung weiterer US-Dollar war ohne Deckung aber nicht möglich. Im Jahre 1969 wurde daher die EinfĂŒhrung von sogenannten SZR (Sonderziehungsrechte), einer kĂŒnstlichen WĂ€hrung, genehmigt. Umgangssprachlich war auch vom Papiergold die Rede. Der Wert entsprach erstmal dem des physischen Edelmetalls.

Das System war zu diesem Zeitpunkt aber bereits gescheitert, da die USA mehr US-Dollar im Umlauf gebracht hatten, als sie hĂ€tten zurĂŒckbezahlen konnten. Der US-Dollar konnte nicht mehr als LeitwĂ€hrung fungieren. Richard Nixon erklĂ€rte daraufhin im Jahre 1971 die Aufhebung der Möglichkeit US-Dollar in Gold umzutauschen.

Der Goldpreis zum Ende des 20. Jahrhunderts

1972 musste fĂŒr eine Feinunze Gold zum ersten Mal seit ĂŒber 100 Jahren wieder mehr als 50 US-$ gezahlt werden. Im weiteren Verlauf dieses Jahrzehnts setzte eine wahre Rally ein. 1973 wurde bereits die 100-US-$-Marke geknackt, 1979 die Marke von 500 US-$. Im Januar 1980 kostete die Feinunze bis zu 873 US-$ – dieser Höchststand wurde erst viele Jahre spĂ€ter wieder erreicht.

Statt den starken AufwÀrtstrend fortzusetzen, sank der Goldpreis bis Mitte 1982 auf rund 290 US-$. Unter anderem lag diese Entwicklung an einer erstarkenden US-Wirtschaft und an der Tatsache, dass die zuvor starke Inflation in den USA sich abschwÀchte. Anleger wichen also nicht mehr auf das krisensichere Edelmetall aus. Einen Tiefstand erreichte der Goldpreis 1999, als er bei rund 252 US-$ pro Feinunze lag.

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Goldpreis aktuell

Die Finanzkrise ab 2007 und die Staatsschuldenkrise im Euroraum ab 2009 verunsicherten viele Anleger. Vermehrt wurde Geld aus Wertpapieren abgezogen und in das vermeintlich krisensichere Gold investiert. Diese Nachfrage hatte zur Folge, dass eine Feinunze Gold im April 2011 erstmals mehr als 1.500 US-$ kostete. Das Allzeithoch von rund 1920 US-$ wurde im September 2011 erreicht.

Von diesem Höchststand sackte der Goldpreis kontinuierlich ab. Den Tiefststand erreichte das Edelmetall im Jahre 2015, hier notierte es zwischenzeitlich bei 1048,30 US-$. Auch hier waren die GrĂŒnde fĂŒr den Abfall des Goldpreises, dass Anleger vermehrt in die starke Wirtschaft investierten.

Bis zum Jahre 2018 steigerte sich der Kurs allmĂ€hlich, zum Jahresende 2018 notierte er bei 1280,75 US-$. Von einer großen Krise kann in diesem Jahr zwar nicht die Rede sein, dennoch waren die Börsen von extremer Unsicherheit ĂŒberschattet. An den AktienmĂ€rkten ging der Hausse, die seit der Finanzkrise andauerte, die Puste aus.

2019 steigt der Goldpreis auf mehr als 1.500 US-$. GrĂŒnde fĂŒr dieses Wachstum sind die anhaltenden politischen Unsicherheiten sowie der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie Europa.

Prognose: Entwicklung des Goldpreises

Eine weitere Goldpreissteigerung möglich. Eine Rezession wirft ihre Schatten voraus, eine AbkĂŒhlung des Handelskriegs ist nicht in Sicht. Mit der AnkĂŒndigung der US-Notenbank FED, die Leitzinsen senken zu wollen, verlieren wieder vermehrt Investoren ihre Zuversicht in den US-Dollar.

Voraussetzungen fĂŒr einen steigenden Goldpreis in der Zukunft

  • Realzinsen: Anleger investieren ihr Kapital in die renditestĂ€rksten Anlageformen. Wirft ein Investment in Aktien oder Staatsanleihen gute Rendite ab, wird eher hierein investiert. Da Gold einen Vermögenserhalt verspricht, aber keine Zinsen abwirft, schichten die meisten Investoren ihr Kapital um, wenn Realzinsen fallen.
  • Zentralbanken: Verlieren Anleger das Vertrauen in die LeitwĂ€hrungen, intervenieren die Zentralbanken mit Gold Zu- und VerkĂ€ufen. So wird auf den Goldpreis Einfluss genommen. Dies bietet Anlagechancen.
  • Politische Unsicherheiten: Kriege, Krisen und politische Unsicherheiten lassen Anleger ebenfalls in vermeintlich krisensichere Anlageformen wie Gold umschichten.
  • EUR/USD Wechselkurs: So wie die meisten Rohstoffe wird historisch bedingt Gold auch in US-Dollar gehandelt. Steigt der Euro gegenĂŒber der amerikanischen WĂ€hrung, hat dies einen Einfluss auf den Goldpreis.

Den Goldpreis nutzen: Anlagemöglichkeiten in Gold

Experten empfehlen seit Jahren etwa 5 – 10 % des Portfolios mit Gold zu besetzt. Es gibt hierfĂŒr verschiedene Möglichkeiten, um in das Edelmetall zu investieren.

Anlagemöglichkeiten in Gold

  1. Physisches Gold: Seit der Antike wird Gold in MĂŒnz- und Barrenform gebracht. Auch heutzutage investieren viele Anleger noch in physisches Gold.
  2. Papiergold: Mit Papiergold sind Goldfonds oder Goldaktien gemeint. Zwar ist deren Erwerb gĂŒnstiger als bei physischem Gold, doch sie sind weniger sicher. Auch bei Zertifikaten und sogar bei Gold-ETCs besteht ein gewisses Restrisiko.

Die Anlagemöglichkeiten fĂŒr Gold im Detail

  1. Physisches Gold (MĂŒnzen oder Barren)GoldmĂŒnzen oder Barren lassen sich bei EdelmetallhĂ€ndlern oder Banken kaufen. Auf diese Art der Anlageform hat man jederzeit Zugriff und ist an keinerlei Zahlungsversprechen von Dritten angewiesen. ZusĂ€tzlich profitiert man von einem Steuervorteil, auf der anderen Seite sind die Nebenkosten beim Kauf deutlich höher als bei anderen Anlageformen.
  2. Zertifikate, die den Goldpreis abbildenDiese bieten die Möglichkeit, an der Entwicklung des Goldpreises zu partizipieren. Sie können in Form von Index-Zertifikaten (bilden den Goldpreis 1:1 ab), Garantie-Zertifikaten (Schutz vor Verlusten) und Discount-Zertifikaten (mit Rabatt, aber begrenzten Gewinnchancen). Bei Zertifikaten besteht allerdings ein Emittentenrisiko.
  3. Gold-ETCsDie SchwÀche von Zertifikaten kann mit ETCs (Echange Traded Commodities = börsengehandelte Rohstoffe) ausschalten. Mit dem Kauf von ETCs legt man sich sozusagen eine gewisse Menge an Gold ins Depot. Das Papier kann tÀglich wie eine Aktie an der Börse gekauft und verkauft werden
  4. Goldminenaktien und FondsBei den vorherigen Anlagemöglichkeiten wurde direkt auf den Goldpreis gesetzt. Bei dieser Anlageform wird allerdings in ein Unternehmen investiert, das von steigenden Goldpreisen profitiert. Goldminenaktien haben normalerweise hohe Kursschwankungen, entsprechend hoch sind daher auch die Gewinnchancen sowie das Risiko.

Tipps und Tricks fĂŒr den Ankauf von Gold

Der richtige Ansprechpartner

Ein Handel ĂŒber die Banken ist nicht zu empfehlen, da diese nicht gerne mit Edelmetallen handeln und daher meist teuer sind. Bei physischem Gold erhalten diese keine Vermittlungs- oder Bestandsprovisionen wie etwa bei Fonds oder Zertifikaten. Aus diesem Grund werden Bankberater eher vom Goldankauf abraten.

Auch Juweliere als kleine EinzelhĂ€ndler haben meist hohe Preise, v.a. ist deren Preisstellung fĂŒr den Kunden meist unbekannt.

Die besten Preise erhÀlt man meist bei spezialisierten EdelmetallhÀndlern.

Die beiden MarktfĂŒhrer in Deutschland:

  • Proaurum GmbH & Co. KG, Joseph-Wild-Straße 12, 81829 MĂŒnchen
  • Westgold GmbH und Co. KG, Bahnhofstr. 30, 31698 Lindhorst

Die richtigen MĂŒnzen

Man sollte beim Ankauf von MĂŒnzen unbedingt darauf achten, hochwertige MĂŒnzen zu kaufen, die fast zu 100% aus Feingold bestehen. Darunter sind folgende:

  • Wiener Philharmoniker
  • Maple Leaf
  • KĂ€nguruh
  • American Eagle
  • KrĂŒgerrand
  • Panda

SammlermĂŒnzen sollte man vermeiden, da sie meist keinen Zusatzwert haben, aber im Einkauf oft teuer sind und somit als Investment unrentabel.

Die richtige BarrengrĂ¶ĂŸe

Mit der GrĂ¶ĂŸe sinken die Kaufkosten, andererseits werden die Barren mit zunehmender GrĂ¶ĂŸe schwerer und sperriger und sind somit als Tauschmittel nicht mehr geeignet.

Daher bietet sich im Verbund mit MĂŒnzen eine sinnvolle StĂŒckelung an. Kaufen Sie keine SonderprĂ€gungen, Aktionsangebote, zertifizierte Barren. All diese Sonderformen kosten unnötig Geld und spiegeln den tatsĂ€chlichen Materialwert nicht wider.

CFD Trading Gold – Wie handelt man den Goldpreis?

Edelmetalle werden heutzutage besonders aktiv an der Börse gehandelt, Hauptschauplatz ist die Comex (Commodities Exchange), die Rohstoffbörse in New York. 

Die Börse wurde 2008 von der CME Group ĂŒbernommen, welche ihren Sitz in Chicago hat und einer der grĂ¶ĂŸten Optionsbörsen bzw. die grĂ¶ĂŸte Terminbörse der Welt ist.

Der Goldmarkt ist ein sehr liquider Markt, die Buy- oder Sell-Orders werden in wenigen Sekunden ausgefĂŒhrt. So kann man besonders als Daytrader von den SChwankungen innerhalb eines Tages profitieren. Außerdem gibt es nur sehr geringe oder teilweise gar keine Kommissionen.

Man zahlt je nach Broker eine kleine Kommission und dafĂŒr nur einen sehr geringen Spread. Nur wenn sich der Broker ĂŒber den Spread finanziert ist dieser etwas höher. Alles in allem sind die Kosten fĂŒr das Trading mit Gold sehr gering.

Je nach Broker gibt es unterschiedliche Hebel, die man angeboten bekommt, Gold wird normalerweise ab einem Volumen von 0,01 Lot per CFD gehandelt.

CFD Gold – Die Handelszeiten

Die Comex hat sehr lange geöffnet, somit ist dieser Markt zugÀnglicher als beispielsweise der Handel beim lokalen EdelmetallhÀndler.

Der Handel startet Sonntagabend um 23 Uhr MEZ. Eine Pause gibt es tÀglich zwischen 22 und 23 Uhr MEZ. Es kann also nahezu durchgehend gehandelt werden. Am Freitag endet der Handel ebenfalls um 22 Uhr. In der Nacht ist gegebenenfalls mit höheren Spreads zu rechnen.

Physisches Gold Vergleich: GoldmĂŒnzen oder Goldbarren kaufen?

GrundsĂ€tzlich kommen in beiden FĂ€llen AufschlĂ€ge hinzu. Die aber hĂ€ngen von der GrĂ¶ĂŸe und der Herstellung ab. Bei MĂŒnzen ist der Aufschlag höher, denn sie werden einzeln geprĂ€gt. Und, je geringer das anteilige Goldgewicht, desto höher ist er.

Bei 1/20 Unzen-MĂŒnzen betrĂ€gt der Aufschlag zum Goldpreis bis zu 20 %. Bei 1/10 Unzen-MĂŒnzen (ca. 3 g) sind es immer noch ĂŒber 10 %. Der Goldpreis mĂŒsste somit entsprechend zulegen, um den Aufwand wettzumachen.

Barren hingegen sind einfacher herzustellen. Ab 100 Gramm werden sie nicht mehr gestanzt, sondern gegossen. Beim Kauf eines 100-Gramm-Barrens kommen lediglich 2 % Aufschlag hinzu. Damit ist der direkte Kauf von Goldbarren ungleich attraktiver. Zu kaufen gibt es Goldbarren bei Banken, Herstellern oder spezialisierten GoldhÀndlern.

Der Normalanleger jedoch dĂŒrfte sich eher fĂŒr geringere Mengen interessieren. Interessant sind zum sogenannte Tafelbarren. Die gibt es in GrĂ¶ĂŸen von 50 und 100 Gramm. Hier lassen sich bei Bedarf 1-Gramm-StĂŒckchen ohne Materialverlust herausbrechen. Zum anderen gibt es Lösungen wie die von Anbietern wie Bullion Vault oder GoldMoney. Der Anleger erwirbt keinen Einzelbarren, sondern nur einen Anteil von einem Standardbarren. Der wiederum bietet den Vorteil, dass der Aufschlag zum Goldpreis nur 1 % betrĂ€gt.

Der Aufschlag ist aber nicht das Einzige. Goldbarren mĂŒssen schließlich sicher gelagert werden.

Da dies unter dem eigenen Kopfkissen weniger empfehlenswert ist, sollte das beim Anbieter geschehen. Die Lagerkosten fĂŒr eine Goldanlage von 10.000 € z. B. liegen zwischen ca. 60 € und 75 € pro Jahr.