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Gold und Silber: Was machen die Charts in diesen Zeiten?

Gold und Silber: Was machen die Charts in diesen Zeiten?
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Inhaltsverzeichnis

Den DAX schauen wir uns die nächste Tage noch genauer an. Die 14.000 Punktemarke hat aber sowas von nicht gehalten. Wir stehen jetzt schon unter der 13.000! Der gesamte Aktienmarkt hat heute noch einmal durch die Bank fast 2 Prozent verloren. Öl steigt nur um 3 bzw. 4 Prozent. Ich habe letztens schon eine Tankstelle gesehen, da stand keine 1 mehr vorne bei den Preisen…

Gold im Tageschart

Hier geht es entsprechend der anhaltenden Krisenstimmung weiter bergauf. Die wichtige Hürde des letztens Hochs bei 1.916 US-Dollar wurde noch etwas umkämpft. Letztlich konnten die Bullen sich aber durchsetzen. Für den Moment. Das wissen Sie: Bei Gold kann sich der Wind schnell drehen.

(Quelle: Tradingview.com)

Wenn wir jetzt die untere Trendlinie nach oben spiegeln, könnte hier idealerweise ein Kanal entstehen. Muss nicht, aber ist eine Option. Eine schöne sogar! Denn dann hätten wir bald Kurse um die 2.100 US-Dollar auf dem Schirm. Mein Optionsschein auf Gold, der Anfang Dezember ausläuft hat alleine heute um 36 Prozent zulegen können.

Doch lassen Sie sich davon nicht blenden. Der war davor auch im Minus und hat heute ins Plus gedreht. Wenn der Trend jetzt weiter anhält, kann das aber richtig Spaß machen. Da ist dann sogar die eine oder andere Tankfüllung drin, wenn wir Richtung 2.100 US-Dollar laufen. Geld verdienen mit Gold um Sprit zu kaufen…

Natürlich ist aber für die Bewohner in der Ukraine ein fallender Goldpreis wünschenswert. Nicht, weil die sich dort jetzt mit Gold absichern müssen und es kaufen. Nein. Ein fallender Goldpreis ist ein Zeichen für eine geopolitische Entspannung und weniger Unsicherheit. Dann wäre nur noch die Inflation als Schreckgespenst im Raum. Das würde auch schon reichen aktuell. Ganz ohne Sanktionen wird das Leben schon teurer.

Silber im Tageschart

Hier geht es zwar auch etwas bergauf – auf lange Sicht wird aber weiterhin nur zur Seite geschoben. Silber hängt gerade am letzten kleineren Hoch als Widerstand nach oben. Aber selbst, wenn die Marke um 25,40 US-Dollar nachhaltig durchbrochen werden sollte, ist das noch kein Grund zum Jubeln.

(Quelle: Tradingview.com)

Wir müssen aus der Seitwärtsphase nach oben ausbrechen. Das würde ein bullisches Kaufsignal darstellen. Der letzte blaue Punkt war ein optimaler Kaufzeitpunkt. Hier endete die Verkaufspanik beim Corona-Tief. Seitdem hat sich Silber verdoppeln können, aber eben mehr auch nicht. Und das trotz billigsten Preisen von 12 US-Dollar im Tief.

Insofern ist Silber alles andere als attraktiv. Wenn Sie jetzt Silber kaufen würden und der Preis zieht tatsächlich weiter an, könnte die Party bei 30 US-Dollar schon wieder vorbei sein. In der Vergangenheit mussten Sie auch wirklich schnell sein, um dort Gewinne mitzunehmen. Die Reaktion nach unten war jeweils mehr als prompt. Unterm Strich ist Silber deshalb leider völlig langweilig. Das spricht natürlich auch nicht für ein Ende der Seitwärtsphase. Ein Teufelskreis. Wir müssen hier auf dicke Impulse warten, dann wird das auch wieder interessanter.