Wie Sie sich vor der Inflation schützen

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Gerade auch im Hinblick auf die anziehende Inflation bleiben Aktien erste Wahl. Gold wird ebenfalls wieder interessant. (Foto: macgyverhh/Shutterstock)

Ich hatte Ihnen bereits erläutert, wie es zu dem zuletzt starken Anstieg der Inflationsraten kommt. Ein Großteil des starken Anstiegs ist dem Basiseffekt geschuldet. Die Tatsache, dass die Preise nach Ausbruch der Corona-Krise stark gefallen waren, sorgt jetzt dafür, dass die Zuwächse im Jahresvergleich besonders hoch ausfallen.

Können die Verzögerungen in den Lieferketten beseitigt werden, gehe ich deshalb davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Monaten normalisiert und die Inflationsrate sich auf einem niedrigeren Niveau einpendelt.

Dennoch ist es für Sie als Anleger auf jeden Fall ratsam, sich Gedanken darüber zu machen, wie Sie der Inflation begegnen können. Dazu möchte ich Ihnen heute einige Tipps geben.

Der Ausweg aus der Inflationsfalle: Sachwerte

Von der Inflation besonders betroffen sind Angehörige der Mittelschicht, die vor allem über Geldvermögen verfügen, also diejenigen, die ihr Kapital beispielsweise in Sparanlagen oder Lebensversicherungen investiert haben. Diese verlieren real an Wert. Hier schlägt die Geldentwertung voll zu.

Der Ausweg aus der Inflationsfalle sind Sachwerte. Dazu zählen Aktien, Immobilien, Edelmetalle wie Gold, aber auch Sammelgüter wie zum Beispiel Kunstgegenstände.

Aktien bleiben erste Wahl

Die langfristig lukrativste Anlageklasse sind Aktien. Trotz aller Kursschwankungen, die mitunter auch heftig ausfallen können, werfen die Dividendenpapiere die mit Abstand höchsten Renditen ab. Wenn Sie meine Newsletter öfter lesen, wissen Sie, dass ich ein großer Aktienfan bin und Ihnen hier regelmäßig aussichtsreiche Papiere vorstelle.

Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten ist ungebrochen. Die Chancen für weitere mittelfristige Kurssteigerungen stehen unverändert gut. Aktien bleiben daher erste Wahl. Für Sie als Anleger ist es relativ leicht, vom Wachstum der Aktienmärkte zu profitieren. Mit Einzelwerten oder – auch mit eher geringen Beträgen – mit Fonds oder ETFs.

Kostspieliger ist ein Investment in Immobilien. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine eigengenutzte Immobilie, die auch als wichtiger Baustein für die Altersvorsorge dient. Eine einfache Möglichkeit, darüber hinaus in Immobilien zu investieren, sind an der Börse gehandelte Aktien von Immobilienunternehmen wie Vonovia, LEG Immobilien oder Deutsche Euroshop, um nur einige zu nennen.

Gold: Abwärtstrend gebrochen

Traditionell gilt auch Gold als gute Möglichkeit, um sich gegen die Inflation zu wappnen. In den vergangenen Monaten konnte das gelbe Edelmetall noch nicht von der anziehenden Inflation profitieren. Inzwischen zieht der Goldpreis aber an.

Die Charttechnik sendet positive Signale. Seit dem Erreichen des Rekordstandes bei 2.075 Dollar im August 2020 ging es unter Schwankungen tendenziell bergab. Wie Sie im Chart erkennen können, hat der Goldpreis jetzt aber seine vom Allzeithoch ausgehende Abwärtstrendlinie überwunden.

Damit stehen die Chancen für einen neuen Aufschwung gut. Auf mittlere Sicht sollte der Goldpreis wieder seine Höchststände aus dem vergangenen Jahr anvisieren können. Im Hinblick auf die Inflation sollte es sich lohnen, zumindest einen kleinen Teil des Kapitals in Gold zu investieren.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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