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Inflation und Gold: Das denken die Deutschen

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Die Inflation ist wieder da! Das gilt nicht nur für die USA. Dort hat es zuletzt schon einen massiven Anstieg auf mehr als 4% im Vergleich zum Vorjahr gegeben. Das gilt auch für Deutschland

Passend dazu tauchen Kommentare von offizieller Seite auf. Das sind in der Regel die Notenbanken, die zusätzlich noch auf die weiter steigende Inflation hinweisen. Genau aus diesem Grund rückt Gold als ultimativer Krisenschutz nun wieder in den Fokus vieler Investoren.

Insgesamt fällt dieses Thema auf einen ohnehin schon fruchtbaren Boden. Tatsächlich war 2020 ein Jahr, in dem die deutsche Goldnachfrage im Vergleich der Vorjahre schon massiv angestiegen ist. Aktuelle Daten des World Gold Councils (WGC) legen zudem nahe, das auch im ersten Quartal 2021 das Interesse an dem Edelmetall weiterhin hochgeblieben ist und klar über dem historischen Durchschnitt liegt. Doch eins ist auch klar: Noch ist die Goldnachfrage in Deutschland nicht so hoch wie zu Zeiten der globalen Finanzkrise in den Jahren 2008/2009.

Mehrheit sieht Gold als guten Inflationsschutz

Neben dem physischen Markt spielen auch börsengehandelte Goldprodukte eine wichtige Rolle. Hierunter fallen vor allem die verschiedenen Gold-ETFs. Dabei hat es nach Angaben des WGC in Deutschland nur geringe Abflüsse gegeben. Das war i den USA in diesem Jahr schon ganz anders.

Grundsätzlich ist Gold in Deutschland beliebt und wird als Schutz vor Inflation geschätzt. Das hat auch eine aktuelle Umfrage ergeben. So stimmten 64% der deutschen Kleinanleger zu, dass Gold ein guter Schutz vor Inflations- und Währungsschwankungen bietet. Immerhin 61% der Befragten waren der Ansicht, dass Gold auf lange Sicht nie an Wert verlieren würde. Dabei gab fast die Hälfte der Investoren, die Goldbarren oder Münzen besaßen, an, dass die Hauptrolle der Investition darin bestehe, ihr Vermögen zu schützen.

Diese Ergebnisse werden durch die Ergebnisse einer von der Reisebank in Auftrag gegebenen Studie gestützt, in der festgestellt wurde, dass „Werterhaltung“ und „Schutz vor Inflation“ zwei der Hauptgründe waren, die deutsche Investoren dafür anführten, dass sie an den Goldanlagen, die sie in den letzten zwei Jahren getätigt haben, festhalten wollten.

Doch anstatt nur an ihren aktuellen Goldbeständen festzuhalten, haben deutsche Investoren signalisiert, dass sie bereit sind, mehr zu kaufen. Die letzte WGC-Umfrage, die im November letzten Jahres durchgeführt wurde, ergab, dass von den Kleinanlegern, die in der Vergangenheit Gold gekauft hatten, 40 % sagten, dass sie in den folgenden 12 Monaten als direkte Folge der Coronavirus-Pandemie wahrscheinlich mehr kaufen würden.

Noch ist nicht klar, ob die aktuell steigende Inflation ein zeitlich begrenztes Phänomen ist oder uns sogar länger erhalten bleiben wird. Dennoch ist es klar, dass viele Investoren derzeit ganz genau auf die weitere Inflationsentwicklung schauen.