GRATIS Online-Webinar: Energie-Unabhängigkeitsgipfel - bis zu +6.011 % Gewinn mit nur DREI Unternehmen | 10.10., 18 Uhr

Physische Anlage in Edelmetalle: Gold und Silber als Investment

Physische Anlage in Edelmetalle: Gold und Silber als Investment
adobe stock - Stockfotos-MG
Inhaltsverzeichnis

Es gibt verschiedene Wege, wie Anleger in Edelmetalle investieren können. Bekannt sind zum einen indirekten Anlageformen, beispielsweise über Goldfonds oder auch Zertifikate. Alternativ existiert ebenfalls die Möglichkeit des physischen Investments. Damit ist gemeint, dass Sie zum Beispiel Goldbarren oder Silbermünzen erwerben. 

Auf dieses Thema möchten wir in unserem Beitrag näher eingehen. Sie erfahren zunächst, auf welche Art und Weise Sie in Edelmetalle investieren können und wie ein physisches Investment funktioniert. Ferner gehen wir darauf ein, worin die Eigenschaften der Anlage in Barren oder Münzen bestehen sowie, was Sie zu der Verwahrung und Kosten wissen müssen.

Was bedeutet indirekte Anlage in Edelmetalle?

Bevor wir auf das physische Investment in Edelmetalle eingehen, möchten wir kurz noch erläutern, worum es sich bei der sogenannten indirekten Anlage in Gold oder Silber handelt. Gemeint sind in dem Fall bestimmte Finanzprodukte, die wiederum einen Bezug zu Edelmetallen haben und über die Sie indirekt in Gold, Silber, Platin oder Palladium Geld investieren können. Die Bank und andere Emittenten stellen dazu mehrere Finanzprodukte zur Verfügung, insbesondere:

  • Goldfonds (Geschlossene Fonds)
  • Gold- oder Silberaktien
  • Offene Fonds (insbesondere Aktienfonds)
  • Zertifikate
  • ETFs
  • ETCs

Neben den genannten Produkten können Sie darüber hinaus mittels verschiedener Derivate, insbesondere Optionen und Futures, ebenfalls indirekt auf die Preisentwicklung der Edelmetalle spekulieren. Diese indirekten Goldanlagen haben allesamt den Nachteil, dass sich der Preis des Goldes und des Silbers hinsichtlich dessen Entwicklung nicht 1:1 im entsprechenden Finanzprodukt widerspiegelt. Besonders deutlich wird das am Beispiel der Goldaktien. 

Auf eine Aktie haben zahlreiche Faktoren einen Einfluss, was deren Kursentwicklung angeht. Selbst wenn es sich um ein Unternehmen aus der Edelmetallbranche handelt, beeinflussen den Aktienkurs eben nicht nur die Gold- oder Silberpreise, sondern in hohem Maße andere Faktoren. Dazu zählen zum Beispiel das Verhalten der Anleger, die Börsensituation, die politische Situation und natürlich die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen sowie in der Branche. Deshalb handelt es sich gerade bei Goldaktien um ein sehr indirektes Investment. Wer jedoch möglichst 1:1 von eventuellen Preissteigerungen bei Gold, Silber & Co. profitieren möchten, den führt kaum ein Weg an einem physischen Investment vorbei.

Was bedeutet physische Anlage in Gold und Silber?

Hinter dem Begriff physische Anlage in Edelmetalle verbirgt sich nichts anderes als der Kauf von Barren oder Münzen. Sie halten die entsprechenden Edelmetalle dann also physisch in Händen, wenn Sie zum Beispiel den erworbenen Goldbarren Zuhause in Ihrem Tresor verwahren. Ein physisches Investment bedeutet aber auch, dass sich zum Beispiel auf den Wert des Goldbarrens ausschließlich 1:1 der Goldpreis auswirkt. 

Steigen die Goldpreise, steigt auch der Wert Ihres Barrens. Fallen die Goldpreise, reduziert sich auch der Wert des Goldbarrens. Eine Ausnahme können lediglich sogenannte Anlage – und vor allem Sammlermünzen bilden. Hier ist zwar der Materialwert ebenfalls immer garantiert und orientiert sich am Edelmetallpreis. Darüber hinaus kann es allerdings insbesondere bei sogenannten Sammler- und Gedenkmünzen dazu kommen, dass es einen Preiszuschlag gibt, weil die Münze besonders gefragt ist und dementsprechend ein Sammlerwert existiert.

Wie kann ich physisch in Edelmetalle investieren? 

Falls Sie sich für ein physisches Investment in Edelmetalle entscheiden, gibt es dazu mehrere Möglichkeiten. Am häufigsten genutzt werden dazu die folgenden Güter:

  • Goldbarren
  • Silberbarren
  • Goldmünzen
  • Silbermünzen

Darüber hinaus bieten insbesondere einige Edelmetallhändler im Internet zusätzlich Barren aus Platin und Palladium an. Diese vier Edelmetalle sind es, die über 90 Prozent des gesamten Handels im Anlagebereich ausmachen. Bei den Münzen ist zudem zu differenzieren, ob es sich um sogenannte Anlage- oder Sammlermünzen handelt. Die Anlagemünzen haben meistens eine sehr hohe Auflage und dementsprechend seltener einen Wert, der über den reinen Materialwert hinausgeht. 

Besonders beliebt sind hier die 1-Unze Münzen aus Feingold oder Feinsilber, da diese meistens auch den besten Wiederverkaufspreis erzielen. Bei einer Sammlermünze hingegen ist die Auflage in der Regel deutlich geringer, sodass insbesondere nach vielen Jahren und Jahrzehnten ein echter Sammlerwert entstehen kann. Dann kann es durchaus passieren, dass der Wert der einzelnen Münze ein Vielfaches des reinen Materialwertes beträgt.

Wo kann ich physisch in Gold oder Silber investieren?

Es gibt prinzipiell drei Anlaufstellen, wo Sie die Möglichkeit haben, Goldbarren, Silberbarren, Silbermünzen oder Goldmünzen zu erwerben. Dabei handelt es sich um die folgenden drei Optionen: 

  • Banken
  • Händler vor Ort (Stationär in einer Filiale)
  • Online-Edelmetallhändler

Die Banken haben sich allerdings mittlerweile zum großen Teil aus dem Edelmetallgeschäft zurückgezogen, sodass sie nur noch selten tatsächlich Münzen oder Barren zum Kauf anbieten. Insbesondere in größeren Städten des Landes findet man hin und wieder noch Edelmetallhändler vor Ort, die eine Filiale betreiben und dort Gold, Silber und andere Edelmetalle meistens verkaufen und auch ankaufen. 

Ein moderner und mittlerweile häufig genutzter Weg, wie Sie Edelmetalle in physischer Form erwerben können, sind die Online-Edelmetallhändler. Diese betreiben eine Internetseite und funktionieren ähnlich wie andere Shops. Sie können dort also beispielsweise bestimmt Barren oder Münzen auswählen, diese bezahlen und Ihnen werden die erworbenen Edelmetalle anschließend nach Hause gesendet. 

Hier ist es wichtig, dass Sie sich für einen bekannten und vertrauensvollen Online-Edelmetallhändler entscheiden, denn für gewöhnlich müssen Sie die Barren oder Münzen im Voraus bezahlen. Zudem möchten Sie natürlich sicherstellen, dass Sie keine gefälschten Edelmetalle erwerben. Manche Edelmetallhändler bieten darüber hinaus an, sich um die Verwahrung zu kümmern. Auf die unterschiedlichen Verwahrmöglichkeiten gehen wir jetzt im nächsten Abschnitt unseres Beitrages näher ein.

Wie kann ich meine Edelmetallbestände verwahren?

Wenn wir einmal außen vor lassen, dass Sie Ihre Goldbarren oder Silbermünzen zum Beispiel im Garten oder an einem anderweitigen Ort verstecken, gibt es drei seriöse Verwahrmöglichkeiten. Das Verstecken ist übrigens keineswegs zu empfehlen, weil es zum einen dadurch keine Versicherung der Bestände gibt und zum anderen existiert ein enormes Risiko, dass Unbefugte das Versteck finden und dementsprechend Ihre Gold- oder Silberbestände stehlen. Stattdessen sollten Sie sich für eine der folgenden drei Verwahrungsoptionen entscheiden:

  • Hochsicherheitstresor
  • Bankschließfach
  • Heimischer Safe

Diese drei Verwahrmöglichkeiten haben wir direkt nach dem Grad der Sicherheit geordnet. Als tatsächlich am sichersten sehen auch viele Experten mittlerweile die Verwahrung in Hochsicherheitstresoren an. Diese wird für gewöhnlich von Online-Edelmetallhändlern veranlasst, die mit Betreibern solcher Hochsicherheitsanlagen zusammenarbeiten. Die Tresoranlagen befinden sich beispielsweise in Deutschland und in der Schweiz, sind oft Tag und Nacht bewacht und haben einen noch höheren Sicherheitsstandard, als man es im Allgemeinen vom Bankschließfach annimmt. 

Wichtig ist allerdings, dass Sie auch in diesem Fall dem Edelmetallhändler und dem Betreiber der Tresor vertrauen können, nämlich dass Ihre Bestände dort auch tatsächlich eingelagert werden und Sie einen jederzeitigen Zugriff haben. Dann allerdings gibt es faktisch keine sichere Verwahrmöglichkeit für Ihre Edelmetalle. 

Verwahrmöglichkeit: Bankschließfach

Eine ebenfalls gute Alternative ist das gute alte Bankschließfach. Dort können Sie alle möglichen Wertgegenstände und Werte einlagern, unter anderem natürlich auch Münzen oder Barren. Sie müssen lediglich auf die folgenden Punkte achten: 

  • Ist das Bankschließfach ausreichend große (zum Beispiel bei mehreren 1-Kilo Silberbarren)?
  • Ist der Inhalt des Bankschließfaches ausreichend versichert?
  • Welche Kosten fallen für die Schließfachmiete an?
  • Wann habe ich Zugriff auf mein Bankschließfach?

Für die meisten Inhaber von Edelmetallen ist das Bankschließfach eine gute Lösung. Ein Restrisiko bleibt allerdings auch hier, denn hin und wieder werden bei einem Bankraub auch die Schließfächer aufgebrochen und deren Inhalte gestohlen. Daher müssen Sie unbedingt auf eine ausreichende Versicherungssumme achten und am besten eine Aufstellung anfertigen, welche Edelmetallbestände sich in Ihrem Schließfach befunden haben. 

Verwahrmöglichkeit: Tresor

Eine weitere Verwahrmöglichkeit ist der heimische Tresor, den ebenfalls viele Anleger durchaus bevorzugen. Der Grund ist vor allem der jederzeitige Zugriff und die Unabhängigkeit von Banken oder sonstigen Verwahrstellen. Darüber hinaus fühlt es sich einfach für manche Inhaber von Edelmetallen gut an, von Zeit zu Zeit und spontan einfach einmal einen Goldbarren oder einen Silberbarren in den Händen zu halten. 

Sie sollten allerdings wissen, dass die Verwahrung im heimischen Tresor natürlich das höchste Diebstahlrisiko beinhaltet. Daher sollten Sie nur Tresore ab einer bestimmten Sicherheitsklasse wählen, die eine Mindestgröße haben und im Idealfall fest in der Wand verankert sind. Die Versicherungsgesellschaften legen darauf übrigens ebenfalls Wert, denn auch bei der Verwahrung im heimischen Tresor sollten Sie darauf achten, dass eine ausreichende Absicherung existiert.

Welche Rendite kann ich mit physischen Edelmetallen erzielen?

Eine häufig auftretende Fragen im Zusammenhang mit dem Investment in physische Edelmetalle ist, welche Rendite sich damit erzielen lässt. Leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten, da es sich bei Gold, Silber & Co. um Rohstoffe handelt, deren Preise durchaus größeren Schwankungen unterlegen sind. Schaut man sich einmal die langfristige Preisentwicklung von Gold und Silber an, so können Edelmetalle durchaus als wertstabil und vergleichsweise sicher in Krisenzeiten bezeichnet wird. Innerhalb der letzten 10, 20 oder 30 Jahre bewegte sich die Durchschnittsrendite bei einem Investment in Edelmetalle häufig im Bereich zwischen vier bis sechs Prozent jährlich. Allerdings kommt es immer auf die Periode an, die Sie betrachten. Aus dem Grund sollten Sie bei der Anlage in Edelmetalle auch nicht mit festen Erträgen rechnen und einen längerfristigen Anlagehorizont haben. 

Welche Kosten fallen beim Investment in Barren oder Münzen an?

Eine nicht ganz unwichtiger Aspekt – auch im Hinblick auf die mögliche Rendite – sind beim physischen Investment in Münzen oder Barren die anfallenden Kosten. Dort sind es im Wesentlichen die folgenden Kostenfaktoren, die Sie beachten sollten: 

  • Differenz zwischen An- und Verkaufspreis (Spread)
  • Kosten für die Lagerung
  • Sonstige Gebühren

Der relevantesten Kostenfaktor ist sicherlich die Differenz zwischen dem An- und dem Verkaufspreis, die es bei jedem Händler und jeder Bank gibt, über die Sie physische Edelmetalle kaufen und verkaufen. Wichtig zu wissen ist, dass dieser sogenannte Spread meistens bei Münzen höher als bei Barren ist. Bei Barren wiederum ist zu unterscheiden, um welche Größe bzw. Gewichte es sich handelt. Nehmen wir dazu den 1 Gramm Goldbarren als Beispiel: Hier kann die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs durchaus im Bereich zwischen 15 bis 25 Prozent liegen. Das bedeutet, dass Sie beim Kauf eines 1 Gramm Goldbarrens ohne reale Preisveränderung zwischen 15 bis 25 Prozent mehr an den Händler zahlen müssen, als dieser Ihnen bei einem eventuellen Verkauf auszahlen würde. 

Je schwerer der Barren allerdings wird, desto geringer fällt auch diese Ankauf-Verkauf-Preisspange aus. Bei größeren Goldbarren von beispielsweise 50 oder 100 Gramm beträgt der Spread vielleicht nur noch drei Prozent oder weniger. Vor diesem Hintergrund macht es durchaus Sinn, wenn Sie zum Beispiel lieber einen 50 Gramm Goldbarren erwerben als stattdessen 50 x 1 Gramm Goldbarren kaufen.

Kostenfaktor: Verwahrung der Edelmetallbestände

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Verwahrung der Edelmetallbestände. Hier kommt es in erster Linie auf die Verwahrungsmethode an. Am günstigsten ist meistens tatsächlich die Verwahrung in Hochsicherheitstresoren, die einige Edelmetallhändler sogar kostenfrei anbieten. Eine teurere Variante ist das Bankschließfach. Hier bestimmt vor allem die Größe die Kosten, denn als Schließfachmiete zahlen Sie durchaus zwischen 60 bis mehreren Hundert Euro im Jahr. Bei der Verwahrung im heimischen Tresor fallen zwar keine laufenden Kosten an, dafür allerdings für die Anschaffung des Safes. Da dieser eine gewisse Sicherheitsklasse haben sollte, müssen Sie mit Kosten rechnen, die sich durchaus im Bereich zwischen 500 und 2.000 Euro bewegen können.

Wie sicher sind physische Edelmetalle?

Wenn Sie einen Experten fragen, werden Sie vermutlich die Einschätzung erhalten, dass es kaum eine sicherere Anlage wie physische Edelmetalle gibt. Diese Einschätzung kommt unter anderem deshalb zustande, weil physische Edelmetalle die folgenden Vorzüge haben: 

  • Wertbeständigkeit
  • Inflationsschutz
  • Unabhängigkeit von Börse und Zinsmärkten
  • Echter Materialwert hinter der Anlage

Dass dies tatsächlich so ist, zeigt ein Blick in die Historie. Schon seit Jahrhunderten werden Gold oder Silber als Wertaufbewahrungsmittel genutzt und zur Geldanlage. In früheren Zeiten wurde sogar mit Goldmünzen und Silbermünzen bezahlt. Im Gegensatz zu Papiergeld, also beispielsweise dem Euro, steht hinter physischen Edelmetallen also immer ein echter Materialwert. Während nämlich das System der FIAT-Währungen (Euro, Dollar etc.) im Prinzip nur auf dem Vertrauen der Wirtschaftssubjekte beruht, können bei Münzen und Barren immer die entsprechenden Materialwerte als Sicherheit herangezogen werden. 

Trotzdem handelt es sich natürlich bei der physischen Anlage in Edelmetalle nicht um eine sichere Anlageform, weil die Gold- und Silberpreise definitiv auch fallen können. Das wiederum hängt von der Periode ab und zu welchem Zeitpunkt Sie kaufen und verkaufen möchten. Je länger der Anlagehorizont allerdings ist, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie keine Verluste erleiden, sondern sogar eine gute Rendite erzielen können. 

Für wen ist eine physische Anlage in Edelmetalle geeignet?

Früher war es die relativ einhellige Meinung der Experten, dass eine Anlage in Gold oder Silber nahezu ausschließlich für vermögende Privatkunden geeignet ist. Heute gilt diese Einschätzung nicht mehr, was vor allem daran liegt, dass es insbesondere im Bereich der Goldbarren mittlerweile sehr kleine Barren gibt. Wenn Sie möchten, können Sie im Prinzip schon ab 60 Euro mit einem Investment in physisches Gold starten, denn so viel kostet aktuell ungefähr ein 1 Gramm Goldbarren. Das wiederum bedeutet, dass ein Investment in Edelmetalle prinzipiell für viele Anlegertypen geeignet ist und sogar Sparer haben die Möglichkeit, zum Beispiel durch den regelmäßigen Kauf eines 2 Gramm Goldbarrens oder Silbermünzen ein Vermögen in Edelmetalle aufzubauen. 

Lediglich für Anleger, die jederzeit ohne Verlustgefahr auf ihr Vermögen zurückgreifen möchten, sind Edelmetalle nicht geeignet. Anders ausgedrückt: Wenn Sie garantiert haben möchten, dass Ihr Vermögen zum Beispiel in 45 Tagen mindestens genauso viel wert ist jetzt, weil Sie dann auf das Kapital zurückgreifen müssen, sollten Sie keine Edelmetalle kaufen. Alternativ wäre es natürlich eine gute Idee, Ihr Kapital zu streuen und physische Edelmetalle als einen Teil Ihres Portfolios mit aufzunehmen.