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Aktiensplit und Kapitalerhöhung: was zu beachten ist

Bei einem Aktiensplit werden Aktien aufgeteilt und damit vermehrt.

Das geschieht, indem eine Aktie sozusagen geklont wird.

Aktiensplit – ein Beispiel:

Nehmen wir ein einfaches Beispiel:

Bei einem Aktiensplit von 1:2 wird die Anzahl der Aktien einfach verdoppelt. Das Börsenkapital bleibt aber gleich.

Und damit ist jede der nach dem Split existierenden Aktien nur noch die Hälfte wert.

Unternehmen entscheiden sich zu solch einem Schritt in der Regel, um den Kurs pro Aktie zu senken.

Das macht die Papiere attraktiver für viele Anleger, da sie pro Anteilsschein in unserem Beispiel nur noch die Hälfte ihres Geldes ausgeben müssen.

Aktiensplit könnte positives Zeichen sein

Die Logik, nach der Aktiensplits über die Bühne gehen, ist also einem mehr oder minder langfristigen Aufwärtstrend des Unternehmens und seiner Aktie geschuldet.


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Denn ist die Aktie aufgrund der Unternehmensentwicklung so weit geklettert, dass das Management entscheidet, einen Aktiensplit durchzuführen, so spricht das für das Unternehmen. Es will schlicht für eine breitere Schicht von Anlegern attraktiv sein.

Allerdings müssen Anleger natürlich trotzdem genau auf die Entwicklung des Unternehmens schauen und vor allem seine zukünftigen Perspektiven in Augenschein nehmen.

Mehr zum Thema: So funktioniert ein Aktiensplit

Zudem spielt ein Aktiensplit bei der Dividende eine entscheidende Rolle.

Denn wer – wie in unserem Beispiel – nach einem Aktiensplit in ein Unternehmen einsteigt, bekommt die Aktie zwar für die Hälfte des Kaufpreises, dafür aber auch nur die Hälfte der erhofften Dividende.

Die ist nämlich eine Ausschüttung, die alle Aktionäre bekommen. Bei der doppelten Anzahl von Aktien beträgt sie also auch nur noch die Hälfte.

Kapitalerhöhung verwässert die Anteile

Auch eine Kapitalerhöhung eines Unternehmens verwässert grundsätzlich die Anteile der bisherigen Aktieninhaber. Denn bei einer solchen gibt ein Unternehmen neue Aktien aus, um sich frisches Kapital zu beschaffen.

Auch hier gilt die einfache Rechnung, dass eine Vermehrung der Aktien und damit der potenziellen Aktieninhaber die Dividende verwässert.

Allerdings gibt es in den meisten Fällen von Kapitalerhöhungen Bezugsrechte, durch die Altanleger ihre Anteile am Unternehmen halten können.

Sie bekommen also angeboten, ihren Anteil am Unternehmen durch den Bezug neuer Aktien zu halten oder sogar auszubauen.

Durch Kapitalerhöhung mittels Aktiensplit fließt Geld ins Unternehmen

So oder so – aus Sicht des Unternehmens fließt Geld in die Kasse, um beispielsweise lukrativ erscheinende Investitionen zu tätigen, zu denen das bisherige Kapital nicht ausgereicht hätte.

Denn bei einer gelungenen Kapitalerhöhung mittels Aktiensplit hat das Unternehmen neue Aktien verkauft – und damit Geld eingenommen und seinen Börsenwert erhöht.

Der Zwitter: „Gratisaktien“

Eine Sonderform der Kapitalerhöhung ist die „nominelle Kapitalerhöhung“.

Hier werden Gewinnrücklagen des Unternehmens in Aktien umgewandelt und „gratis“ an die bisherigen Anteilseigner ausgegeben.

Auch hier ist wie bei einem Aktiensplit meist der Grund, dass ein Unternehmen sich von einem niedrigeren Aktienkurs Vorteile verspricht.

Der Logik entsprechend ist „gratis“ in diesem Sinne irreführend.

Denn der Altaktionär bekommt zwar Aktien „geschenkt“, dafür sind aber alle Aktien weniger wert, weshalb sich auf der Guthabenseite in seinem Depot bei gleichbleibenden Bedingungen nichts ändert.

7. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.