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Bausparvertrag gekündigt – Wohin mit dem Geld?

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat gesprochen und stellt sich auf die Seite der Bausparkassen. Wenn der Bausparvertrag 10 Jahre nach Zuteilungsreife nicht abgerufen wird, dürfen Wüstenrot & Co kündigen.

Bausparkassen haben in den letzten beiden Jahren rund 250.000 Bausparverträge gekündigt, nachdem Kunden zuteilungsreife Bausparverträge überwiegend zur Geldanlage genutzt und nicht abgerufen haben.

Bausparverträge sind so ausgelegt, dass der Kunde im Rahmen der Ansparphase Zinsen auf seine Einzahlungen bzw. angesparte Bausparsumme erhält. Viele Bausparer haben die günstigen Konditionen mit höheren Guthabenzinsen (2,0 bis 4,5 % Zinsen) in den 1980er und 90er Jahren dazu genutzt, um den Vertrag einfach weiterlaufen zu lassen – das BGH-Urteil setzt dem nun ein Ende.

Bausparvertrag – wann darf gekündigt werden?

Dem Urteil zur Folge können Bausparkassen Bausparverträge nach 10 Jahren nach der Zuteilung kündigen – es gibt nur zwei Ausnahmen:


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  • Wenn der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist, darf die Bausparkasse den Vertrag nicht kündigen.
  • Wenn die Bausparsumme nicht noch vollständig angespart wurde und der Vertrag weniger als 10 Jahre zuteilungsreif ist, darf die Bausparkasse ebenfalls nicht kündigen.

Was hat das BGH-Urteil für Folgen?

Da der BGH nun die Kündigung von rund 250.000 Bausparverträge durch die Bausparkassen für rechtens erklärt hat, rechnen Marktbeobachter mit einer weiteren Kündigungswelle. In 2017 dürften so weitere 60.000 Bausparverträge von Seiten der Bausparkassen gekündigt werden.

Etwaige Chancen auf den Erhalt des Vertrags hat nach Meinung von Finanzmarktexperten nur noch ein kleiner Teil der Bausparer, denen der Vertrag nachweislich als Geldanlageprodukt (Rendite-Knaller etc.) verkauft wurde – dies muss der Bausparkunde aber nachweisen. Hier empfiehlt sich eine weitergehende Beratung wie zum Beispiel bei einer Verbraucherzentrale.

Bausparvertrag gekündigt – Wohin mit dem Geld?

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Bausparkasse den Bausparvertrag in der Regel kündigen. Für den Bausparer bzw. Anleger stellt sich dann die Frage: Wohin mit dem Geld?

Hier gibt es für den Anleger mehrere Möglichkeiten. Das Geld auf Tages- und Festgeldkonten zu parken, macht aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase wenig Sinn. Eine bessere Alternative sind dagegen Aktien, Fondssparpläne und Exchange Traded Funds (ETFs).

Vor allem Aktien versprechen unter einer langfristigen Betrachtung eine jährliche Durchschnittsrendite von 7 bis 8 %. Auch bei ETFs, die einen Index wie den DAX, den Dow Jones oder MSCI World nachbilden, können Anleger auf lange Sicht mit einer ähnlich hohen Rendite rechnen.

Fazit: Wurde der Bausparvertrag gekündigt, ist dies kein Beinbruch, denn Anlagealternativen sind ausreichend vorhanden. Anleger, die das Risiko von Einzelinvestments in Aktien scheuen und nicht die Zeit oder Lust haben, sich mit  einzelnen Unternehmen näher zu befassen, für die sind ETFs eine interessante Alternative.

Denn ETFs sind nicht nur vergleichsweise risikoarm, sondern obendrein auch kostengünstig und renditestark wie zahlreiche Studien immer wieder zeigen.

24. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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