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Butterfly Spread: Geringer Einsatz, hohe Gewinne

Der Begriff “Butterfly Spread” bedeutet nichts anderes als:

Gleichzeitiger Kauf von 2 Call-Optionen mit einem tieferen und einem höherem Basispreis und Verkauf der doppelten Menge einer Call-Option mit einem Basispreis genau in der Mitte”.

Bsp: Kauf 1 Call Basis 170 und Kauf 1 Call Basis 190. Dann Verkauf 2 Call Basis 180.

Dabei haben alle Optionen die gleiche Laufzeit.

Der Anleger nimmt die Prämie für die verkauften Calls mit dem mittleren Basispreis ein und bezahlt den Kaufpreis für die Calls mit der höheren Basis und der niedrigeren Basis.

Er setzt auf Kurse, die zwischen dem Basispreis des untersten und des obersten gekauften Calls liegen.

Er spannt sozusagen eine Gewinnspanne auf, die in der Profitgrafik wie ein Schmetterlingsflügel aussieht; deshalb auch „Butterfly“ (Schmetterling). Gewinn und Verlust sind beide begrenzt.

Wofür man einen Butterfly Spread braucht

Mit einem Butterfly Spread kann der Anleger eine Strategie aufbauen, die ihm einen Gewinn ermöglicht, wenn der Kurs des Underlyings am Laufzeitende zwischen den gewählten Basispreisen der gekauften Calls liegt (im obigen Beispiel also zwischen 170 und 190).

Der Maximalgewinn ist gedeckelt undstellt sich ein, wenn das Underlying am Laufzeitende genau den Basispreis der verkauften Calls mit dem mittleren Basispreis hat (im obigen Beispiel also 180).

Denn dann sind die verkauften Calls wertlos und die eingenommene Prämie kann voll vereinnahmt werden. Zusätzlich hat der gekaufte Call mit dem darunterliegenden Basispreis einen Wert, der den Butterfly-Spread zu seinem Maximal-Profit führt.

Der Verlust ist auf den Einsatz begrenzt, denn fällt das Underlying unter den Basispreis des gekauften Calls mit dem tiefen Basispreis (im obigen Beispiel also kleiner als 170), dann sind alle Call-Optionen wertlos und der Anleger verbucht den Verlust des Einsatzes.

Steigt umgekehrt das Underlying über die Grenze des Basispreises der gekauften Call-Option mit dem höheren Basispreis hinaus (im obigen Beispiel also über 190), dann stellt sich ebenfalls ein Verlust ein, der nur den Einsatz betrifft.


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Denn der Wert der gekauften Optionen gleicht den Wert der verkauften Optionen genau aus, weil der Basispreis der verkauften Optionen genau in der Mitte der Basispreisdifferenz der beiden gekauften Call-Optionen liegt (im obigen Beispiel also: 170 + 190 = 360. Versus 2*180 = 360. Demnach ausgeglichen).

Die Strategie eines Butterfly Spreads wird angewandt, um überproportionale Gewinne bei Kursen des Underlyings einzunehmen, wenn man eine gewisse Kursvorstellung hat (im obigen Beispiel 170 bis 190).

Auch wendet man ihn an, wenn man eine Phase von geringer Volatilität und geringer Kursbewegung erwartet.

Beispiel für einen Butterfly Spread (Schlusskurse vom 03.04.2012):

Münchener Rück Aktienkurs: 114,10 €

Kurse der einzelnen Optionen:

Kauf einen 100er Call März 13: 15,56 €

Verkauf zwei 110er Call März 13: 9,41 €       2*9,41 = 18,82 €

Kauf einen 120er Call März 13: 5,19 €

18,82 – 15,56 – 5,19 = 1,93 Einsatz

Summa: 193 € Einsatz pro Kontrakt (Kontraktgröße: 100)

Profitgrafik

Szenario 1: Aktie bleibt stehen bei 114,10 €

Rechnung: Der Call 100 ist 14,10 € *100 = 1.410 € wert. Die beiden verkauften Calls schlagen mit jeweils -4,10 € *100, also insgesamt -820 € zu Buche. Der 3. Call ist wertlos, da der Kurs unterhalb des Basispreises des Calls liegt.

Das macht unterm Strich: 1.410 € – 820 € = +590 €, also einen Gewinn von 397 € bzw. +105,7 %.

Szenario 2: Aktie fällt auf 105 €

Rechnung: Der Call 100 ist 5,00 € *100 = 500 € wert. Die übrigen Calls sind wertlos, da der Kurs unterhalb des Basispreises der Calls liegt.

Das macht unterm Strich: 500 €, also einen Gewinn von +307 € bzw. +59,1 %, obwohl die Aktie gefallen ist.

Szenario 3: Aktie fällt auf 110 €

Rechnung: Der Call 100 ist 10,00 € *100 = 1.000 € wert. Die übrigen Calls sind wertlos, da der Kurs unterhalb bzw. genau auf dem Basispreis der Calls liegt.

Das macht unterm Strich: 1.000 €, also einen Gewinn von +807 € bzw. +318,1 %, obwohl die Aktie ein wenig gefallen ist.

Szenario 4: Aktie fällt unter 100 €

Rechnung: Die Calls sind alle wertlos, da der Kurs unterhalb bzw. genau auf dem Basispreis der Calls liegt.

Das macht unterm Strich: Maximalverlust des Einsatzes von -193 €.

Szenario 5: Aktie steigt über 120 €

Rechnung: Die beiden gekauften Calls sind gegenüber den verkauften Calls gleichwertig in der Summe.

Das macht unterm Strich: Maximalverlust des Einsatzes von -193 €.

Fazit für die Call Option Butterfly Spread

Beim oben angeführten Beispiel eines Butterfly Spreads hat der Anleger eine Strategie entwickelt, die einen hohen Gewinn ermöglicht, selbst wenn die Aktie stehen bleibt bzw. ein wenig fällt oder steigt. Der Verlust ist auf den Einsatz begrenzt.

Bei einem Direktkauf der Aktie müsste der Anleger ein Vielfaches einsetzen, um derartige Profitwerte zu erzielen.

Nachteil: Wenn die Aktie zu stark steigt oder fällt, fällt der Maximalverlust in der Höhe des Einsatzes an. Diesem könnte der Anleger dann durch geschickte Wahl zusätzlicher Puts bzw. Calls „out of the money“ begegnen.

Der Anleger kann mit einem Butterfly Spread durch geschickte Wahl der Basispreise und Laufzeiten seine Gewinnschwellen und Verlust- sowie Gewinn-Grenzen also selber bestimmen und einstellen.

31. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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