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Dauer einer Überweisung – nicht immer nur 24 Stunden

Wie lange ist die Dauer bei einer Überweisung? Seit 2012 lautet die Antwort: 1 Tag. Von diesem Grundsatz gibt es aber einige Abweichungen. Und die hängen auch von der Art des Überweisungsvorgangs ab.

Verkürzte Überweisungsdauer – weniger heimliche Zinsgewinne für die Bank

Bis Ende 2011 waren Überweisungszeiten über mehrere Tage hinweg ein ständiges Ärgernis. Zwar galt schon damals, dass Überweisungen innerhalb von 3 Tagen beim Empfänger angekommen sein mussten.

Doch erstens war dies in der Praxis nicht immer der Fall. Und zweitens brachte allein schon ein unnötiger Tag den Banken immense Zinsgewinne. Bei nahezu 6 Mrd. Überweisungsvorgängen im Jahr ging das Zeitverzögerungszubrot selbst bei Centbeträgen in die Millionen.

Gesetzliche Überweisungsdauer: 1 Tag beim Online-Verfahren

Damit ist seit 2012 Schluss. Mit Umsetzung der sogenannten EU-Zahlungsdienstrichtlinie in nationales Recht sagt das Bürgerliche Gesetzbuch: 1 Tag darf die Dauer einer Überweisung betragen. Dies gilt nicht nur für Deutschland. Die 1-Tage-Regel betrifft alle Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

Häufig wird in diesem Zusammenhang der Einfachheit halber von der EU gesprochen. Doch der EWR umfasst neben den EU-Staaten auch Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Schweiz übrigens nicht.


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Dauer von Überweisungen: 2-Tage-Regel für Papierformulare

Die Regelung für die Dauer von Überweisungen beschränkt sich naturgemäß nicht nur auf einen Tag. Der gilt für alle elektronischen Überweisungen wie beispielsweise per Online-Banking. Und zwar gleich, ob das Geld nach Palermo, Oslo oder Wanne-Eickel geht.

Überweisungsvordrucke auf Papier können jedoch nicht so schnell ausgeführt werden. Sie müssen erst eingelesen werden. Je leserlicher sie ausgefüllt sind, desto schneller geht es. Für Papierformulare sieht das Gesetz daher 2 Tage vor, bis das Geld gutgeschrieben ist.

Überweisungsdauer: 4 Tage bei Fremdwährungen

Doppelt so viel Zeit – 4 Tage – gelten für Überweisungen von Fremdwährungen, also alle, die innerhalb des EWR nicht in Euro erfolgen. Für Überweisungen außerhalb des EWR gibt es keine zeitlichen Vorgaben.

Mit den genannten Bearbeitungstagen sind aber nur Werktage bzw. Geschäftstage gemeint. Samstage, Sonn- und Feiertage zählen ebenso wenig dazu wie die Zeiten, an denen die Banken geschlossen haben. So wird beispielsweise eine Online-Überweisung vom Freitag erst am Montag gebucht. Soweit die gesetzlichen Regelungen.

Überweisungsdauer: Was sonst noch die Zeit bis zur Gutschrift verlängert

In der Praxis jedoch hängt die Dauer einer Überweisung von einigen weiteren Faktoren ab. Wer kein Online-Banking betreibt und sein Überweisungsformular in den Nachtbriefkasten der Bank einwirft, muss die Zeit einkalkulieren, die vergeht, bis das Formular beim Bearbeiter eintrifft.

Eine Möglichkeit, die Zeit auf einen Tag zu verkürzen, besteht darin, die Überweisung an einem Bankautomaten einzutippen. Dies ist letztlich der gleiche elektronische Vorgang wie beim Online-Verfahren. Dasselbe gilt, wenn ein Bankangestellter den Überweisungsvorgang am Computer vornimmt.

Für ganz eilige Fälle gibt es auch Blitzüberweisungen. Gegen 10 € oder 15 € Gebühr landet das Geld innerhalb weniger Stunden beim Empfänger. Geduld braucht man jedoch generell bei Überweisungen in Länder außerhalb Europas. Hier ist mit einer Überweisungsdauer von einer Woche zu rechnen.

Fazit: Dauer einer Überweisung

Wer innerhalb des EWR online überweist, kann seine Überweisungen innerhalb von 24 Stunden erledigen. Dies ist ein Vorteil, gerade wenn es darum geht, Fristen einzuhalten, also Mahnungen oder Vollstreckungen zu vermeiden.

Der Nachteil: Wer merkt, dass er einen Zahlendreher oder sonst einen Fehler gemacht hat, der kann den Online-Vorgang nicht mehr stoppen.

Bei einem Überweisungsformular ist man besser gestellt. Denn da gibt es noch etwas Zeit, die Bank zu informieren. Alternativ kann man auch kurzfristig sein Girokonto abräumen und warten, bis die Überweisung mangels Deckung einfach nicht ausgeführt wird.

19. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.