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Gold und Silber – Direktkauf oder Fonds?

Wer politische Risiken im Auge hat und gegen Währungskrisen vorbeugen will, kann in Edelmetalle investieren. Zur Risikostreuung werden 10% bis 20% des gesamten Anlagevolumens empfohlen.

Die Devise „lieber harte Metallbarren kaufen statt weiche Geldscheine horten“ lässt sich mit Silber, Palladium, Gold, Platin und sogar Rhodium umsetzen.

Metallbarren kaufen: Berechenbares statt Exoten

Bei der Auswahl sollte man aber beachten: Wenn es auf Wertbeständigkeit und eine Verwertung im Notfall ankommt, ist der Exotenfaktor eher ein Hindernis. Das gilt vor allem für Rhodium, das seit geraumer Zeit auch hierzulande nicht nur als Pulver, sondern als Metallbarren erhältlich ist. Der Markt ist extrem eng, entsprechend extrem sind auch die Preissprünge.

Am berechenbarsten sind immer noch Gold und Silber. Natürlich wirkt es beruhigend, wenn etwa ein einziger Kilobarren Gold im Tresor mehr als 33.000 € verkörpert. Doch bevor man sich entschließt, das Edelmetall direkt zu kaufen, empfiehlt es sich, vorsorglich die Kosten und Steueraspekte zu berücksichtigen.


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Zunächst fällt beim Goldkauf keine Mehrwertsteuer an. Der nächste Punkt ist neben der Anlieferung und eventuellen Lagerkosten die Stückelung. Beim Ankauf einer Unze (31,10 Gramm) ist mit einem Aufschlag von durchschnittlich ca. 5% zu rechnen. Beim Verkauf liegt der Rücknahmepreis meist 2% unter dem Börsenwert. Entsprechend sind kleinere Einheiten wie 10-Gramm-Täfelchen kostenintensiver als Barren zu 500 Gramm oder 1 Kilogramm.

Kosten, Renditen und Steuern

Beim Verkauf unterliegt der Gewinn nicht der Abgeltungssteuer, sondern wird in der Einkommensteuer angegeben. Allerdings erst, wenn er den Freibetrag von 600 € übersteigt. Und das nur, wenn innerhalb eines Jahres verkauft wird. Danach sind Mehreinnahmen steuerfrei.

Weil in Sachen Rendite also der Verkaufszeitpunkt mit entscheidet, sollte zum Abgleich die Alternative von Gold auf Wertpapierbasis betrachtet werden. Statt Barren zu kaufen kann man in Zertifikate, ETCs oder Gold-Fonds investieren. Hier greift immer die Abgeltungssteuer.

Eine Ausnahme hat der Bundesfinanzhof am 12. Mai 2015 (Az. VIII R4/15) gemacht: Gewinne bei Inhaberschuldverschreibungen wie Xetra-Gold werden wie beim Verkauf von physischem Gold behandelt und sind nach einem Jahr steuerfrei. Wie sich die anstehende Gesetzesänderung dann auf die Anleger auswirkt, bleibt jedoch abzuwarten.

Edelmetallbarren als Langfristanlage

Abgesehen davon zeigt sich mit Blick auf die Haltedauer und Rendite ein deutlicher Unterschied zwischen Goldbarren und Wertpapierinvestments. Bei letzteren sind der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis und die Verwaltungskosten in der Regel niedriger als bei Goldbarren.

Bei einem höheren persönlichen Steuersatz überwiegen diese Vorteile inklusive der pauschalen Abgeltungssteuer, wenn das Gold innerhalb eines Jahres verkauft wird. Die Rendite ist höher. Genau umgekehrt ist es, wenn Gold erst nach der Spekulationsfrist von einem Jahr mit Gewinn verkauft wird. Dann wiegt die Steuerfreiheit die Kostennachteile auf. Ähnlich ist das Bild bei Silber.

Wer also das Ganze als Langfristanlage sieht, für den lohnt es sich, Metallbarren zu kaufen. Silber übrigens sollte als Krisenanlage nicht unterschätzt werden. Da die Erzvorkommen geringer sind als landläufig vermutet, sind die Preise eigentlich meist zu niedrig. Zudem: Wenn Geld in Systemkrisen nichts mehr wert ist, eignen sich Silbermünzen beim täglichen Bedarf als Zahlungsmittel.

Wer Gold und Silber für den Notfall kaufen will, sollte sich gestreut Münzen sowie kleinere und größere Barren zulegen. Kilobarren sind zwar im Einkauf günstiger, lassen sich aber später nicht ohne Wertverlust zersägen.

27. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.