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Private Altersvorsorge: Die wichtigsten Bausteine

Unzählige Angebote gibt es am Markt, privat fürs Alter vorzusorgen. Im Dschungel der Geldanlagen ist es nicht ganz einfach, sich zurechtzufinden. Mit diesem Leitfaden verschaffen Sie sich einen Überblick.

In einem früheren Beitrag habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie Ihre Rentenlücke ermitteln. Hier geht es nun darum, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten, diese zu schließen.

Riester-Rente

Unter dem Begriff „Riester-Rente“ findet sich ein ganzes Sammelsurium verschiedener Altersvorsorge-Produkte. Am beliebtesten ist derzeit ein Riester-Bausparvertrag. Davon rate ich Ihnen jedoch aufgrund der hohen Kostenbelastung und schlechten Verzinsung ab.

Auch Riester-Rentenversicherungen und Wohn-Riester sind nicht allzu attraktiv, ersteres wegen der schlechten Verzinsung, letzteres wegen fehlender Transparenz und undurchsichtiger Steuerregeln. Interessant sind vor allem Riester-Fondssparpläne (für jüngere Erwerbstätige) und Riester-Banksparpläne (für ältere Arbeitnehmer, die kurz vor der Rente stehen).

Hauptvorteil: Der Staat gewährt Zulagen, die umso höher ausfallen, je größer die Kinderzahl ist. Deshalb ist Riester vor allem für Familienväter und -mütter ein sinnvoller Baustein zur Altersvorsorge. Möglich ist zusätzlich eine Steuerersparnis, die vor allem Besserverdienende erzielen. Außerdem müssen Sie wissen: Bei Riester-Verträgen sind mindestens die Einzahlungen plus die staatlichen Zulagen am Schluss garantiert.

Daher gehen Sie auch mit Riester-Fondssparplänen keine Verlustrisiken ein, können aber von den höheren Renditechancen gewaltig profitieren. Der wichtigste Nachteil von Riester-Verträgen: Sie können nicht vererbt werden (außer an Ehegatten) und eine vorzeitige Auszahlung des Ersparten ist nicht erlaubt, ohne sofort alle Zulagen und Steuervergünstigungen zurückzahlen zu müssen.

Rürup-Rente

So heißt die zweite staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Möglich ist nur eine Rürup-Rentenversicherung oder ein Rürup-Fondssparplan (selten). Die Förderung besteht hier einzig und allein in einer Steuerersparnis. Was Sie in Rürup einzahlen, bleibt steuerfrei (2014 bis zu 15.600 Euro pro Jahr, dann schrittweise mehr bis 2025, wo volle 20.000 Euro absetzbar sind).

Dafür müssen Sie die Auszahlungen mit einem Prozentsatz versteuern, der ebenfalls bis 2025 kontinuierlich ansteigt. Der größte Vorteil ist die mögliche Steuerersparnis. Die aber erzielen nur Gutverdienende, die kurz vor der Rente stehen. Am besten lassen Sie Ihren Steuerberater berechnen, was Sie dadurch an Steuern sparen und welche Steuern Sie dann in der Auszahlungsphase erwarten.

Wichtig: Ein Fondssparplan ist hier – anders als bei Riester – nicht attraktiver als eine Rentenversicherung. Denn schon sehr früh muss er mit einer Rentenversicherung kombiniert werden, die die Auszahlungen bis ins hohe Lebensalter garantiert. Von Rürup-Verträgen ist deshalb in den meisten Fällen abzuraten.

Betriebliche Altersvorsorge

Für Arbeitnehmer gibt es die Möglichkeit einer betrieblichen Altersvorsorge. Dabei handelt es sich zumeist um eine sogenannte Direktversicherung, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abschließt und einen Teil seines Gehalts darin einzahlt.

Rentabler als andere Rentenversicherungen scheinen Direktversicherungen vor allem deshalb zu sein, weil die Einzahlungen bis zu einer Höchstgrenze von derzeit 2.784 Euro pro Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei aus dem Bruttogehalt bestritten werden können. Aber Vorsicht, die vermeintliche Attraktivität der Direktversicherung täuscht oft.

Denn der Gesetzgeber hat einen offensichtlichen Makel bis heute nicht behoben: Auf die Auszahlungen fallen nicht nur Steuern an, sondern auch Krankenkassenbeiträge. Das schluckt oft fast die gesamte Rendite, sodass am Schluss kaum mehr bleibt als die Einzahlungen. Zweites Manko: Bei einem Arbeitgeberwechsel ist nicht garantiert, dass Sie den Vertrag mitnehmen können.

Wertpapiere

Die (langfristige) Geldanlage in Aktien, Fonds und andere Wertpapiere wird zwar nicht vom Staat bezuschusst. Dafür bietet Sie Ihnen aber wesentlich größere Freiräume – Sie können jederzeit über das angesparte Geld verfügen, Sparraten ändern oder das Kapital jemand anderem übertragen – als die anderen Alternativen und zudem die höchsten Rendite-Chancen. Wenn Sie mit Wertpapieren langfristig Vermögen aufbauen möchten, ist ein Fonds- bzw. Indexfonds-Sparplan die beste Alternative.


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Außerdem sind Investitionen in Aktien Produktivvermögen und werfen in der Regel jährlich eine Dividende ab. Nachteil: Die Aktienmärkte schwanken stark, und bei fallenden Kursen schrumpft das Vermögen schnell. Deshalb empfiehlt es sich, den Aktienanteil mit steigendem Alter zu verringern. Eine Daumenregel lautet: Aktienanteil (in Prozent) = 100 – Lebensalter.

Den Kauf von Fondssparplänen empfehle ich Ihnen immer dann, wenn Sie nicht auf einmal größere Beträge investieren wollen, sondern stattdessen laufend kleinere Beträge erübrigen können. Dann kaufen Sie davon am besten laufend Fondsanteile. Auch hier gilt: Je jünger Sie sind, desto größer darf der Aktienanteil im Fonds sein.

Einen Fondssparplan können Sie bei jedem Broker einrichten, oft empfiehlt sich aus Kostengründen aber der Umweg über einen Fondsvermittler. Vorteil: Sie können Ihre Sparraten beliebig aufstocken oder reduzieren und kommen an Ihr Geld heran, wenn Sie es benötigen.

Die selbstgenutzte Immobilie

Einen sehr sinnvollen Baustein für ein sorgenfreies Leben im Ruhestand stellt eine selbstgenutzte Immobilie dar.

Bei der dadurch eingesparten Miete handelt es sich im Prinzip auch um eine Art „Zusatzrente“, mit der Sie jeden Monat Ihren Kostenbedarf erheblich reduzieren. Außerdem schützt Sie die Immobilie als Sachwert wirkungsvoll vor Inflation.

Setzen Sie auf den richtigen Mix!

Wie bei vielen Geldanlage-Gelegenheiten gilt auch bei der Altersvorsorge: Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb! Kombinieren Sie stattdessen mehrere Produkte. Dies bringt Ihnen Sicherheit.

Wenn Sie neben der gesetzlichen Rente eine staatlich geförderte private Rente, eigene Wertpapiere und ein Eigenheim besitzen, können Sie Ihrem Ruhestand gelassen entgegenblicken.

19. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.