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So verlängern Sie Ihre Erwerbsminderungsrente

Wer nicht mehr in Vollzeit arbeiten kann und für eine Altersrente noch zu jung ist, der kann eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Als voll erwerbsgemindert gilt eine Person, die durch eine Behinderung oder eine Erkrankung nicht mehr länger als drei Stunden am Tag arbeiten kann.

Eine Person, die maximal nur noch sechs Stunden am Tag arbeiten kann, gilt als teilweise erwerbsgemindert. Wer nur teilweise erwerbsgemindert ist, erhält auch nur die Hälfte der Erwerbsminderungsrente.

Die Erwerbsminderungsrente wird nicht automatisch ein Leben lang ausbezahlt – sie muss zunächst beantragt und dann regelmäßig verlängert werden. Hierfür müssen sich die Betroffenen an Fristen halten, andernfalls drohen Zahlungsausfälle.

Wann ist eine Verlängerung der Erwerbsminderungsrente nötig?

Anhand eines Beispiels wird deutlich, wie eine Verlängerung der Erwerbsminderungsrente beantragt werden kann:

Philipp Beyer ist erwerbsgemindert. Aufgrund eines Bandscheibenvorteils kann er nur noch bis zu 3 Stunden am Tag arbeiten, länger macht sein Rücken nicht mehr mit. Nachdem seine Erwerbsminderung festgestellt wurde, hat er die entsprechende Rente beantragt. Sie wurde ihm für drei Jahre ausbezahlt und der Auszahlungszeitraum endet nun in vier Monaten.

Da sich sein Gesundheitszustand auf unbestimmte Zeit nicht verbessern wird, muss er seinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente spätestens drei Monate vor Ablauf verlängern.

Um eine Verlängerung der Erwerbsminderungsrente zu beantragen, muss Herr Beyer ein bestimmtes Antragsformular ausfüllen, das sich vom Erstantrag unterscheidet. Er kann die Rente mehrmals verlängern und zwar immer für drei Jahre.

Stellen Sie ihren Antrag rechtzeitig

Ist Herr Beyer bei der ersten Auszahlung bereits 58 Jahre alt, gilt diese zeitliche Regelung für ihn nicht. Für jüngere Personen ist eine unbefristete Auszahlung nur dann möglich, wenn eine Besserung des Gesundheitszustandes aus medizinischer Sicht unwahrscheinlich ist. Dies muss ärztlich bestätigt werden.

Wurde der Antrag auf Erwerbsminderungsrente einmal bewilligt, muss innerhalb dieser drei Jahre die Erwerbsminderung nicht nochmal neu nachgewiesen werden. Wichtig ist allerdings, dass Betroffene daran denken, ihren Antrag auf Verlängerung rechtzeitig zu stellen. Drei bis dreieinhalb Monate sollten als Bearbeitungszeit eingeplant werden – das genaue Ende der Rentenzahlungen steht auf dem jährlichen Rentenbescheid.

Wann der Leistungsanspruch entfällt

Falls sich Herr Beyers Gesundheitszustand bei der erneuten Beantragung der Rente nach drei Jahren verbessert haben sollte, kann es sein, dass sein Leistungsanspruch entfällt. Es wird dann keine Erwerbsminderungsrente mehr erhalten.

Grundsätzlich werden die Leistungen aus der Erwerbsminderungsrente ab dem Monat der Feststellung der Erwerbsminderung ausbezahlt. Wer seinen Antrag nicht rechtzeitig stellt, erhält die Rente erst ab der Antragstellung. Vergessen Betroffene ihren Antrag rechtzeitig zu verlängern, kann es passieren, dass eine Lücke zwischen den Bezügen entsteht. Eine rechtzeitige Verlängerung ist daher umso wichtiger, um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

4. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.