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Steuerfreibetrag – Ehepaar kann von doppeltem Grundfreibetrag profitieren

Als Steuerfreibetrag bezeichnet man einen Teil des Einkommens, der in jedem Fall steuerfrei bleibt. Man zahlt also nur Steuern auf Verdienste, die über den Freibetrag hinausgehen. Das steht im Gegensatz zur Steuerfreigrenze. Wird die überschritten, muss man auf sein gesamtes Einkommen Steuern zahlen.

Mit dem Einkommenssteuerfreibetrag, dem sogenannten Grundfreibetrag, werden also Geringverdiener von der Steuer befreit. 2016 lag er für Ehepaare bei 17.304 €. Damit ist er genau doppelt so hoch wie der Freibetrag für Alleinstehende.

Ehepaar-Steuerfreibetrag entspricht Hartz-IV-Regelsatz plus Zulagen

Man berechnet den Grundfreibetrag mithilfe des geltenden Sozialhilferechts – allgemein bekannt unter Hartz IV. Demnach entspricht der Einkommenssteuerfreibetrag pro Person dem Hartz-IV-Regelsatz zuzüglich der Kosten für Unterkunft und Heizung.

Liegen Einkommensteuerpflichtige mit ihren Einkünften dauerhaft unter dem jährlichen Grundfreibetrag, können sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragen. Durch diese Bescheinigung müssen Geringverdiener 3 Jahre lang keine Einkommenssteuererklärung einreichen. Diese ist vor allem für Arbeitnehmer mit mehreren Arbeitgebern Pflicht.

Über Steuerfreibetrag kann man Sonderausgaben geltend machen

Verdienen Ehepaare mehr als den Steuerfreibetrag, können sie zudem Sonderausgaben geltend machen. Ohne Nachweise berechnet das Finanzamt eine Pauschale von 36 €. Mit Nachweisen kann man Ausgaben wie zum Beispiel die Kirchensteuer, Rentenbeiträge oder auch Aufwendungen für das Erststudium geltend machen.

Ehepaare mit Kindern können neben dem Grundfreibetrag auch entweder Kindergeld beziehen oder den Kinderfreibetrag anwenden – je nachdem, was günstiger für sie ist. Kindergeld erhalten Eltern bis zum 18. Lebensjahr des Kindes.

Beim 1. und 2. Sprössling bekommen sie jeweils 190 € pro Monat, das 3. Kind bezuschusst der Staat mit monatlichen 196 €, und ab Kind Nummer 4 gibt es 221 €. Eltern mit geringem Einkommen können zudem den sogenannten Kinderzuschlag beantragen, der bei höchstens 160 € pro Kind liegt.

Freibetrag lohnender bei höherem Einkommen

Haben die Eltern hohes Einkommen, macht es mehr Sinn, den Kinderfreibetrag zu wählen. Ehepaare oder nicht verheiratete Eltern erhöhen so ihren gemeinsamen Freibetrag um 7.248 €, also 3.624 € pro Elternteil.

Insgesamt sind dann Einkünfte in Höhe von 24.552 € von der Einkommenssteuer befreit. Darin ist ein Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf in Höhe von 2.640 € pro Kind enthalten.

Für ein Ehepaar mit einem Kind ist es so ab einem zusammen veranlagten Einkommen von etwa 70.000 € lohnender, den Freibetrag anzuwenden als Kindergeld zu beziehen. Neben dem Grundfreibetrag gibt es noch den Steuerfreibetrag für Kapitalerträge. So müssen Ehepaare auf Kapitalerträge wie zum Beispiel Zinserträge in Höhe von 1.602 € keine Abgeltungssteuer zahlen.

28. Juni 2016

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Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.