Sixt: Hilfe für die Fluthelfer

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Der deutsche Autovermieter Sixt stellt Hilfsorganisationen kostenlose Vans und Trucks zur Verfügung, um die Folgen der Hochwasser-Katastrophe zu beseitigen. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

Heute erlebten wir einen tiefroten Börsentag. Der DAX verzeichnete ein sattes Tagesminus von 2,6%. Auslöser sind neue Corona-Ängste, da die Delta-Variante auf dem Vormarsch ist. Daneben bestimmt die Hochwasser-Katastrophe, die in Deutschland weit mehr als 100 Menschen das Leben kostete und viele Milliarden Euro an Sachschaden anrichtete, weiterhin die Schlagzeilen.

In diesem Zusammenhang sorgte ein deutsches Unternehmen, das börsennotiert ist und dessen Aktienkurs heute ebenfalls aufgrund größer werdender Sorgen rund um die Corona-Delta-Variante unter Druck geraten ist, für positive Schlagzeilen.

Die Rede ist vom Autovermieter und Mobilitäts-Spezialisten Sixt, der unter dem Titel „Hilfe für Helfer“ Hilfsorganisationen kostenlose Vans und Trucks anbietet. Eine tolle Geste, wie ich finde.

Erich Sixt hat an seine beiden Söhne übergeben

Darüber hinaus fand kürzlich die Hauptversammlung von Sixt statt, durch die letztmalig der langjährige Chef Erich Sixt geführt hat. Nach 52 Jahren an der Spitze des Unternehmens, das er von einem kleinen Autovermieter zu einem milliardenschweren Mobilitätskonzern formte, übergab er das Unternehmen an seine beiden Söhne Alexander und Konstantin.

Erich Sixt hatte im Jahr 1969 eine kleine Autovermietung mit rund 200 PKW von seinem Vater übernommen. Er formte daraus einen global agierenden Mobilitätsdienstleister mit einer Flotte von mehr als 200.000 PKW, der mittlerweile seine beiden größten Vermietungsstationen in New York und Miami hat.

Zum Abschied sagte Erich Sixt, dass er für die Zukunft goldene Zeiten sehe. Es ist übrigens auch kein kompletter Abschied. Denn er wechselte vom Chefsessel auf den Posten des Chef-Aufsehers. Heißt: Er ist nun Aufsichtsratsvorsitzender von Sixt.

Rückblick auf die Hauptversammlung

Blicken wir noch einmal auf die Hauptversammlung: Erich Sixt betonte im Rahmen der Hauptversammlung, die Corona-bedingt erneut virtuell stattfand, dass man einen sehr erfreulichen Sommer erwarte. Ob die Delta-Variante jetzt einen Strich durch die Rechnung macht, muss man erst noch abwarten.

Erich Sixt kündigte an, dass das Unternehmen die Autovermietflotte schrittweise weiter hochfahre. Im Mai hätten die Bestände bereits wieder um 26% über denen des Januars gelegen. In Tourismuszentren könne es vorkommen, dass die Nachfrage das Angebot übersteige. „Also buchen Sie rechtzeitig“, sagte Sixt auf eine Nachfrage einer Aktionärsvertreterin der DSW.

„Wir haben das Schlimmste überstanden und schalten nun den Turbolader ein“, so Erich Sixt im Rahmen der Hauptversammlung und mit Blick auf die Corona-Pandemie und die Zeit danach. „Ich bin extrem positiv eingestimmt auf die Zukunft des Unternehmens“, fügte er noch hinzu.

Das sieht auch Alexander Sixt, seit der Hauptversammlung Co-Chef von Sixt, so: „Sixt hat alle Voraussetzungen geschaffen, um gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen und von einer schrittweisen Normalisierung der Nachfrage stärker als der Wettbewerb zu profitieren.“

Sowohl die Sixt-Stammaktie als auch die Vorzugsaktie haben sich mittlerweile sehr deutlich von ihren Corona-Tiefs erholt. Die Vorzugsaktie ist jedoch deutlich günstiger als die Stammaktie und damit die interessantere der beiden Sixt-Aktien.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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