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Viel Schub für wenig Geld

Viel Schub für wenig Geld
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Sie wünschen sich einen flotten Flitzer? Am besten als Cabrio? Schnell kommen uns dabei Roadster von Porsche, Daimler oder BMW in den Sinn. Es gibt aber Alternativen: Aus Fernost gibt es kraftvolle Motoren und Rennsport-Feeling in der Regel zum deutlich kleineren Preis. Vor allem auf dem Gebraucht-Markt. Eine der beliebtesten Marken, wenn es schnell und günstig sein soll, ist Nissan. Doch was hat das Unternehmen sonst noch zu bieten?

Wir analysieren die Aktie und wagen einen Blick in die Zukunft. Vorab aber ein kurzes Portrait. Der 1933 gegründete Konzern ist der drittgrößte Autohersteller Japans. Die Produktpalette umfasst Pkws, Nutzfahrzeuge, Busse und Finanzdienstleistungen. Produktionsstandorte befinden sich in 16 Ländern, vornehmlich in Asien. Mit seinem Vertriebsnetz ist Nissan rund um den Globus vertreten. Durch die 1999 mit Renault geschlossene Allianz wurde der Konzern vor der Insolvenz gerettet.

Nissan wird elektrisch

Nach einer zweijährigen Durststrecke geht es bei Nissan allmählich wieder aufwärts. Bei einem Umsatzwachstum von 27,8% gelang im 1. Halbjahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Beide Sparten und alle Regionen haben zum Wachstum beigetragen. In Nordamerika, Asien (ohne Japan) sowie im Rest der Welt hat der Konzern auch positive operative Ergebnisse erzielt. Der Absatz stieg um 17,8% auf 2 Mio Fahrzeuge. Zweistellige Absatzzuwächse meldeten die wichtigsten Märkte USA und China. Im 2. Quartal ging der Absatz jedoch wegen der weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern zurück.

Das Gesamtjahr will der Konzern mit einem Umsatz von 8,8 Bio Yen und einem Gewinn von 180 Mrd Yen abschließen. Den Absatz schätzt das Management auf 3,8 Mio Fahrzeuge. In Sachen E-Mobilität ist Nissan seit Jahren mit dem LEAF sehr erfolgreich. Von diesem Modell wurden in Europa bereits 250.000 Einheiten verkauft. Im kommenden Jahr wird der LEAF von einem Crossover-Modell abgelöst. Das Produktionsvolumen soll bis zu 100.000 Einheiten jährlich betragen. Bis 2025 werden auch die Modelle Qashqai, Juke, XTrail und Ariya elektrifiziert.

Turnaround scheint zu gelingen

Zudem hat der Konzern mit dem Townstar einen Kleintransporter als reinen Stromer mit 285 km Reichweite präsentiert. 2030 sollen 80% der Verkäufe auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge entfallen. Auf die Brennstoffzellen-Technologie wird Nissan anders als einige Konkurrenten aber nicht setzen. Der Turnaround sowie die deutlich angehobene Gewinnprognose wurden an der Börse honoriert.Eine Dividende gibt es hier nicht, der Turnaround könnte der Aktie aber Schub geben.