Instrumente der Geldpolitik: Interventionspflicht im Sinne des Geldes

Instrumente der Geldpolitik dienen den Zentralbanken zur Erreichung ihrer Ziele. Dabei steht das liebe Geld an 1. Stelle. (Foto: newroadboy / Shutterstock.com)

Als Geldpolitik bezeichnet man alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die einer Zentralbank zur Verfügung stehen, um ihre Ziele zu erreichen.

Zur Erreichung dieser Ziele stehen der Zentralbank verschiedene Instrumentarien zur Verfügung, über die sie in Eigenregie verfügen kann.

Hierzu zählen unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Offenmarktpolitik
  • Ständige Fazilitäten
  • Devisenmarktinterventionen
  • Mindestreservepolitik

Die Ziele einer Zentralbank: Oberstes Gebot ist die Geldwertstabilität

Zu den Zielen einer Zentralbank gehört an erster Stelle die Wahrung der Preisstabilität innerhalb eines Währungsraumes.

Darüber hinaus hält eine Zentralbank die Währungsreserve dieses Währungsraumes.

Außerdem fungiert die Zentralbank als Geschäftsbank aller übrigen Geschäftsbanken eines Landes und bietet diesen somit die Möglichkeit, sich bei ihr Geld zu beschaffen.

Auch der Staat gehört zu den Kreditnehmern bei der Zentralbank.

So führt der Staat seine Guthaben überwiegend bei der Zentralbank und bezieht von ihr Kredite.

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Eine weitere wichtige Aufgabe einer Zentralbank ist es, Banknoten zu emittieren und in Umlauf zu bringen.

Die Instrumente der Geldpolitik

Damit eine Zentralbank ihre Aufgaben erfüllen kann, stehen ihr diverse geldpolitische Mittel der Mindestreservepolitik, der Offenmarktpolitik sowie der ständigen Fazilitäten zur Verfügung.


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Die Offenmarktpolitik

Offenmarkgeschäfte spielen eine wichtige Rolle in der Geldpolitik der Zentralbank.

Bei der Durchführung von Offenmarktgeschäften kauft oder verkauft die Zentralbank Wertpapiere oder Devisen.

Dadurch gibt sie dem Markt Liquidität oder entzieht sie ihm.

Offenmarktgeschäfte dienen der Beeinflussung der Geldmenge und der Zinssätze am Geldmarkt, wodurch es der Zentralbank möglich ist, eine restriktive oder eine expansive Geldpolitik zu betreiben.

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Bei der restriktiven Geldpolitik entzieht die Zentralbank den Märkten Zentralbankgeld, indem sie Wertpapiere am offenen Markt verkauft.

Die expansive Geldpolitik bewirkt genau das Gegenteil. Hierbei führt die Zentralbank durch den Kauf von Wertpapieren Zentralbankgeld an den Markt zurück.

Instrumente der Geldpolitik: Ständige Fazilitäten

Die ständigen Fazilitäten dienen dazu, Übernachtliquidität bereitzustellen oder diese abzuziehen.

Sie setzen Signale hinsichtlich des allgemeinen Kurses der Geldpolitik einer Zentralbank und stecken Ober- und Untergrenze der Geldmarktsätze für Tagesgelder fest.

Die Kreditinstitute können sich zu vorab genau bestimmten, einheitlichen Bedingungen fehlende Mittel über Nacht von der Zentralbank beschaffen. Diesen Vorgang nennt man Spitzenrefinanzierungsfazilität.

Legen die Banken über Nacht überschüssige Mittel bei Zentralbank an, spricht man von Einlagenfazilität.

Die ständigen Fazilitäten dienen darüber hinaus dazu, die Liquidität der Geschäftsbanken sicherzustellen.

Instrumente der Geldpolitik: Die Mindestreservepolitik

Die Mindestreservepolitik einer Zentralbank dient in erster Linie dazu, die Geldmarktzinsen zu stabilisieren und eine strukturelle Liquiditätsknappheit herbeizuführen oder zu vergrößern.

Dabei müssen die Geschäftsbanken ein Zwangsguthaben bei der Zentralbank anlegen.

Die Reservepflicht des einzelnen Instituts wird anhand bestimmter Positionen seiner Bilanz festgelegt.

Instrumente der Geldpolitik: Devisenmarktintervention

Bei Devisenmarktinterventionen tritt die Zentralbank als Nachfrager oder Anbieter von inländischer Währung oder Devisen auf, um den von ihr angestrebten Kurs zu erreichen.

In einem Währungssystem mit vereinbarungsgemäß festen Wechselkursen hat die Notenbank eine Interventionspflicht, um den Wechselkurs im Notfall beeinflussen zu können.

Im Klartext: Sobald der Wechselkurs an der Devisenbörse einen bestimmten Interventionspunkt erreicht hat, muss die Zentralbank eingreifen.

So sind die verschiedenen Instrumente der Geldpolitik wichtige Maßnahmen, um den Zentralbanken ein Eingreifen in die Finanzwirtschaft zu ermöglichen.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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