Rürup-Rente: Ihre Vor- und Nachteile

Der Abschluss einer Rürup-Rente lohnt sich nicht für jeden. Das sind Ihre Vor- und Nachteile. (Foto: Daniela Staerk / Shutterstock.com)

Warum die Riester-Rente zu den empfehlenswerten Bausteinen der privaten Altersvorsorge zählt, habe ich Ihnen bereits erläutert.

Da Selbstständige i. d. R. leider nicht in den Genuss der Riester-Förderung kommen, hat der Staat die sogenannte Rürup-Rente eingeführt, die auch Nicht-Selbstständigen offen steht.

Allerdings kommt die Rürup-Rente von der Attraktivität her nicht an die Riester-Rente heran.

Während die staatlichen Zuschüsse bei der Riester-Rente deren Nachteile klar überwiegen, sollten Sie beim Abschluss einer Rürup-Rente sehr genau abwägen und idealerweise einen Experten zu Rate ziehen.

Damit Sie sich ein erstes Bild davon machen können, habe ich im Folgenden die Vor- und Nachteile der Rürup-Rente für Sie aufgeführt:

Vorteile einer Rürup-Rente:

  • Die Beiträge in eine Rürup-Rentenversicherung sind steuerlich absetzbar. Bis zu 20.000 € werden gefördert. 2015 sind davon 80% abzugsfähig. In den kommenden Jahren steigt der abzugsfähige Anteil auf 100% (ab dem Jahr 2025 volle Abzugsfähigkeit). Dabei gilt: Je höher Ihre aktuelle Steuerbelastung, desto mehr sparen Sie dadurch Steuern.

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  • Rürup-Verträge können in der Ansparphase nicht gepfändet werden. Im Gegensatz zu privaten Kapitallebens- oder Rentenversicherungen sind die Beiträge vor Gläubigern sicher. Außerdem werden sie bei Arbeitslosigkeit nicht auf ALG-II-Ansprüche angerechnet.

Nachteile einer Rürup -Rente:

  • Sie erhalten keine staatlichen Zuschüsse. Die Rürup-Rente wird vom Staat nur über die Steuervorteile gefördert. Weitere staatliche Zuschüsse, wie z. B. bei der Riester-Rente durch staatliche Zulagen, gibt es nicht. Für Selbstständige mit niedrigen Steuersätzen lohnt sich die Rürup-Rente nicht!
  • Geringe Flexibilität der Mittel-Verwendung: Die Rürup-Rente kann nicht beliehen werden, noch kann sie in eine Immobilien-Finanzierung eingebracht werden. Ebenso können Sie sich die Rente frühestens ab 60 Jahren (bei ab 2012 abgeschlossenen Rürup-Verträgen im Alter von 62) auszahlen lassen und besitzen kein Kapitalwahlrecht (Im Gegensatz dazu können Sie sich bei der Riester-Rente einen Teil des Kapitals bei Rentenbeginn auf einen Schlag auszahlen lassen).

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  • Ihre Rürup-Rente ist nicht automatisch vererbbar. Bei Tod des Versicherten verfällt das eingezahlte Vermögen. Der Gesetzgeber hat es hier versäumt, die eingezahlten Beiträge zu schützen (wie bei der Riester-Rente). Eine zusätzliche Vereinbarung zum Schutz der Hinterbliebenen ist zwar möglich, kostet aber hohe Zusatzgebühren.
  • Die Besteuerung im Alter fällt relativ hoch aus: Die Rentenzahlungen werden besteuert. Der zu versteuernde Anteil steigt jährlich. Ab dem Jahr 2040 sind 100% der Rentenzahlungen aus einer Basis-Versicherung steuerpflichtig.

Fazit: Nur für begrenzte Zielgruppe geeignet

Der Abschluss einer Rürup-Rentenversicherung eignet sich in erster Linie für Selbstständige (die nicht Riester-berechtigt sind) mit hohem Einkommen (und somit hoher Steuerbelastung).

Nur dann können Sie vom Hauptvorteil der Rürup-Rente – nämlich der steuerlichen Absatzbarkeit der Einzahlungen – in ausreichendem Maße profitieren, um die zahlreichen Nachteile zu kompensieren.

Trifft dies auf Sie nicht zu, fahren Sie mit einer Riester-Rente (wenn möglich) oder auch einem Fonds-Sparplan (kostengünstiger und flexibler) deutlich besser.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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