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Aktienfonds für Ihren Vermögensaufbau – Darauf müssen Sie achten

Aktienfonds für Ihren Vermögensaufbau – Darauf müssen Sie achten
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Inhaltsverzeichnis

Ein Blick auf das Gesamt-Depot schmerzt in diesen Tagen. Viele Aktienkurse notieren 30 oder sogar 50% unter dem Jahreshoch. Selbst Weltklasseaktien mussten Kursabschläge hinnehmen.

Sollte man jetzt noch schnell verkaufen? Oder ganz offensiv auf Einkaufstour gehen? Um es klar zu sagen: Man kann den perfekten Ausstieg oder Einstieg nicht berechnen. Die Aktienmärkte blicken in die Zukunft. Die Kurse fallen bereits, wenn die Konjunktur noch rund läuft und Unternehmen Rekordgewinne erwirtschaften. Die Kurse steigen schon wieder, wenn in Krisenzeiten die Unternehmensgewinne kurzzeitig wegbrechen.

Wer auf die „passenden“ Nachrichten wartet, wird immer zu spät sein. Ein Beispiel haben Sie zuletzt in der Pandemie-Phase erlebt. Die Kurse stürzten schon ab, als die Unternehmen noch Top-Gewinne verkündeten und stiegen anschließend wieder rasant, als die Wirtschaft noch am Boden lag.

Selbst Börsen-Legende Warren Buffett sagt: Das richtige Timing an der Börse ist reiner Zufall. Darum sucht Buffett gute Langfrist-Aktien und hält diese in guten und schlechten Zeiten.

Wenn Sie das Timing-Problem umgehen möchten, können Sie einen Teil Ihres Geldes in Fonds anlegen und zum Beispiel mit Sparplänen gleichmäßig und systematisch investieren. So gestalte ich seit mehreren Jahrzehnten meine private Altersvorsorge.

Damit Sie wissen, auf was Sie bei Fonds und beim Fonds-Kauf achten müssen, folgt in den kommenden Tagen eine passende Schlussgong-Serie.

Auf diese Kosten bei Fonds müssen Sie achten

In den vergangenen Jahren bin ich unzählige Male gefragt worden, wie sich beim Erwerb von Fondsanteilen die Kosten reduzieren lassen bzw. wie sich der Ausgabeaufschlag (der zumeist mit 5% zu Buche schlägt) vermeiden lässt.

Doch bevor ich mich den eigentlichen Spar-Tipps widme, möchte ich Ihnen zunächst aufzeigen, welche Kosten grundsätzlich in diesem Zusammenhang entstehen bzw. entstehen können. Diese Kosten für Fondsbesitzer sind wichtig und beachtenswert:

• Ausgabeaufschlag,

• Verwaltungsgebühr der Investmentgesellschaft,

• gegebenenfalls erfolgsabhängige Vergütung der Investmentgesellschaft,

• Depotbankgebühr

Größter Kostenblock von Aktienfonds: Der Ausgabeaufschlag

Bei der Festsetzung des Ausgabepreises für neue Fondsanteile rechnen die Investmentgesellschaften dem Anteilswert meist einen Ausgabeaufschlag hinzu. Der Aufschlag wird in Prozent des Anteilswertes berechnet.

Wenn also z.B. der Anteilswert 1.000 Euro ist und der Ausgabeaufschlag 3% beträgt, zahlen Sie als Anleger für einen Anteil 1.030 Euro. 1.000 Euro davon fließen in den Fonds und 30 Euro an die Investmentgesellschaft bzw. deren Vertrieb.

Häufig liegen die Ausgabeaufschläge von Aktienfonds bei 3 bis 6%, bei sogenannten Rentenfonds (es handelt sich dabei um Fonds, die nicht in Aktien, sondern in Anleihen investieren) bei 1 bis 3%.

Aktienfonds: Verwaltungs- und Managementgebühren

Die jährlichen Verwaltungsgebühren der Investmentgesellschaft liegen oft bei 0,1 (bei günstigen Index-Fonds) bis 1,75% (bei aktiv geführten Fonds) pro Jahr. Diese berechnen sich aus dem Nettoinventarwert des Fonds und werden diesem automatisch entnommen.

Die jährlichen Managementgebühren von Indexfonds liegen deutlich unter den Kosten der aktiv geführten Fonds, da kein Analystenteam bezahlt werden muss. Bei einigen Fonds sehen die Anlagebedingungen neben der Verwaltungsvergütung zusätzlich Erfolgsvergütungen für die Manager vor.

Fondsvermögen: Erfolgsprämien und Depotgebühren

Diese Erfolgsprämien erhält die Investmentgesellschaft aus dem Fondsvermögen nur, wenn festgelegte Ereignisse eintreten, z.B. beim Übertreffen eines bestimmten Vergleichsmaßstabs (Benchmark).

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Vermögensgegenstände eines Fonds bei einer Depotbank hinterlegt werden müssen. Die Depotbank berechnet dem Fonds dafür eine jährliche Gebühr, deren Berechnung in den Anlagebedingungen geregelt ist. Meist wird sie als Promillesatz des Fondsvermögens berechnet.

Hinzu kommt: Alle Umschichtungen des Fondsvermögens verursachen Transaktionskosten (Kosten beim Verkauf alter Fonds-Positionen und beim Kauf neuer Fonds-Positionen). Die zuletzt genannten Kosten werden Sie jedoch kaum spüren. Es gibt zwei wichtige Kostenblöcke: Die jährliche Managementgebühr und der Ausgabeaufschlag.