Forex: Handelszeiten als großer Vorteil

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Der internationale Devisenmarkt ist mit einem täglichen Umsatz von rund 4 Billionen € der größte Finanzmarkt der Welt. Die beinahe […] (Foto: cybrain / Shutterstock.com)

Der internationale Devisenmarkt ist mit einem täglichen Umsatz von rund 4 Billionen € der größte Finanzmarkt der Welt. Die beinahe unbegrenzten Handelszeiten des Forex sind dabei von großem Vorteil.

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Der Devisenmarkt richtet sich nämlich an Kunden auf der ganzen Welt und besitzt keinen festen Handelssitz, wie es beispielsweise bei einer gewöhnlichen Börse der Fall wäre.

Forex: Handelszeiten rund um die Uhr

Dies bedeutet, dass die Börse werktags rund um die Uhr geöffnet hat.

Allein an Wochenenden sind die Märkte nicht geöffnet. Hinzu kommen einzelne Tage, die jedoch nur bestimmte Währungen und Regionen betreffen.

Während US-Feiertagen bleiben beispielsweise Transaktionen am Devisenmarkt, die den Einsatz des US-Dollars beinhalten, inaktiv. Europa besitzt hingegen mit dem 1. Mai nur einen Tag, an dem der Euro nicht gehandelt wird.

In einer regulären Woche ist der Forex hingegen von 23.00 Uhr am Sonntag bis 23.00 Uhr am Freitag durchgehend geöffnet. In den Sommermonaten verschiebt sich dieser Zeitraum auf Basis der Zeitumstellung um eine Stunde nach hinten.

Forex: Handelszeiten mit Einfluss auf Kurse

Die 24-stündige Öffnung an 7 Tagen in der Woche bedeutet jedoch nicht, dass alle Währungspaare durchgehend gleich stark gefragt sind.

Zur Erklärung: Der Handel am Devisenmarkt geschieht in sogenannten Währungspaaren, die den Wechselkurs zwischen beiden Währungen angeben.

Die Basiswährung, aus der getauscht werden soll, steht dabei immer an erster Stelle. Das Kürzel der zu erhaltenden Währung wird hinten angefügt.

Im Beispiel sieht das so aus: Herr Yin möchte japanische Yen in Euro wechseln. Hierfür gilt der Währungskurs JPYEUR.

Dieser wird zum Zeitpunkt der Transaktion wie folgt angegeben: JPYEUR 0,0080. Dies würde bedeuten, dass ein japanischer Yen einen Wert von 0,0080 Euro besitzt.

Asien beginnt den Tag

Traditionell wird der Handelstag am Forex mit einem deutlichen Schwerpunkt im asiatischen Raum eröffnet. Wichtige Standorte für den Devisenhandel wären hier Tokio, Singapur und Hongkong.

In den Morgenstunden von Mitternacht bis 10.00 Uhr deutscher Zeit werden daher besonders Währungspaare getauscht, die asiatische Währungen wie den Yen enthalten.

Gegen 8.00 Uhr steigt nun auch Europa in den Devisenhandel ein.

Mehr zum Thema: Wie Sie in den Forex einsteigen können

London ist hierbei der größte Handelsplatz für Währungen auf der ganzen Welt. Über 30% der gesamten Trades werden über die britische Hauptstadt abgewickelt.

Dies resultiert daraus, dass auch viele ausländische Banken während der europäischen Handelszeiten in das Währungsgeschäft einsteigen.

Risikoreiche Strategien im Nachmittag

Fast alle Währungen erreichen daher am Nachmittag den Höhepunkt ihrer Kursaktivitäten – denn je mehr gehandelt wird, desto stärker schwanken die Kurse.

Dieses Phänomen wird noch verstärkt, wenn die USA als zweitgrößter Handelsplatz gegen 14.00 Uhr ebenfalls in den Forex einsteigen.

Anleger, die mit ihrer Strategie auf besonders hohe Kursschwankungen abzielen, können demnach zwischen 14.00 und 18.00 Uhr am stärksten profitieren – das Risiko steigt hierbei jedoch ebenfalls an.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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