So setzen Sie im Konjunkturaufschwung jetzt auf die richtigen Branchen

Was ich Ihnen bereits in den letzten Ausgaben des GB vorausgesagt hatte, wird inzwischen mehr und mehr auch von anderer Seite bestätigt: Die konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft verbessert sich Tag für Tag, und es gibt gute Aussichten, dass wir in den USA, in Europa und in anderen wichtigen Wirtschaftsregionen in der 2. Jahreshälfte 2002 endlich auf den Wachstumspfad früherer Perioden zurückkehren.

Das können Sie jedenfalls den wichtigsten Stimmungsbarometern entnehmen, die von den Konjunkturforschern für eine Voraussage der künftigen Wirtschaftsentwicklung herangezogen werden. So hat sich die Laune der USVerbraucher, gemessen an dem vom Forschungsinstitut Conference Board ermittelten Index in den letzten Märzwochen von 95 auf über 110 Punkte gegenüber Februar 2002 verbessert. Damit blicken die Konsumenten, die noch immer die tragende Kraft der USWirtschaft darstellen, so optimistisch in die Zukunft wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Ähnlich gute Nachrichten kommen inzwischen auch aus Deutschland. Der IfoGeschäftsklimaIndex, der als wichtigster deutscher KonjunkturIndikator gilt, kletterte im März gegenüber dem Vormonat von 88,5 auf 91,8 Zähler. Damit ist der Index zum 4. Mal in Folge gestiegen. Er liegt zwar immer noch unter dem langfristigen Durchschnitt von 92,8 Punkten, dürfte den aber bereits in den nächsten Wochen erreichen.

Ermittelt wird dieser Index seit über 50 Jahren aufgrund von Befragungen von 7.000 repräsentativ ausgewählten Unternehmen in Deutschland. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass dieser Index der Konjunktur um 1 bis 2 Quartale vorauseilt. Zwar wird er vor allem von den besseren Zukunftserwartungen nach oben getrieben, doch auch die Einschätzung der aktuellen Lage in den Unternehmen hat sich inzwischen aufgehellt.

Für Sie als Anleger heißt das, dass Sie den gemäß Ihrer Grundausrichtung als eher sicherheitsorientiert, risikobewusst oder spekulativ eingestellter Anleger anzusetzenden Anteil an Aktien und Aktienfonds spätestens jetzt aufstocken sollten. Und da es im Laufe der erwarteten Erholung auch diesmal zu unterschiedlichen zyklischen Entwicklungen in den einzelnen Branchen kommen dürfte, sollten Sie dies bei Ihren Anlageentscheidungen nutzen.

IfoGeschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft: Aufhellung auf breiter Front lässt Gewinnaussichten bei Aktien steigen

Während die Erwartungen und das Klima in der gewerblichen Wirtschaft sich in Deutschland bereits stark verbessert haben, verbessert sich die aktuelle Lage der Unternehmen, gemessen an den oben abgebildeten Indizes, erst allmählich.

Die Vergangenheit lehrt jedenfalls, dass Sie mit einer guten Branchenauswahl viel besser fahren als mit einem breit gestreuten LänderInvestment. Ich zeige Ihnen daher in diesem Beitrag,

  • welche Branchen sich in welcher konjunkturellen Phase am günstigsten entwickeln, wie sich die derzeitige Lage und die Aussichten in den wichtigsten Branchen gegenwärtig darstellen und auf welche Weise Sie von den zu erwartenden Branchenrotationen als Anleger am meisten profitieren.

Welche Branchen sich in welcher konjunkturellen Phase am besten entwickeln

Für Deutschland prognostiziert der Internationale Währungsfonds/IWF inzwischen ein Wirtschaftswachstum von 2,5% im Jahr 2003 nach nur 0,7% im Durchschnitt dieses Jahres. Das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung sieht den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sogar schon für 2002 bei 1,2% und im Jahr darauf bei 2,7%. Damit würde Deutschland im internationalen Vergleich wieder aufschließen.

Ähnliche Zahlen ermitteln die Forscher auch für die USA. Der IWF geht dort für 2002 von einem Wachstum von 1,4% und im kommenden Jahr von 3,8% aus. Die Kieler Forscher rechnen bereits für 2002 mit einer Steigerungsrate von 2,3 und für 2003 von 4%.

Vor diesem Hintergrund sollten Sie jetzt nicht mehr zögern, Ihr Aktiendepot auszubauen beziehungsweise auf die Branchen auszurichten, die von der nächsten Phase der Erholung zunächst am meisten profitieren. Es gibt Branchen, in denen wirtschaftliche Sondersituationen vorherrschen, zu denen beispielsweise die der Goldminen oder Ölaktien gehören. Letztere sind, wie Sie an der Entwicklung der vergangenen Jahre gut beobachten konnten, vor allem auch starken politischen Einflüssen ausgesetzt. Es gibt aber auch Branchen, die von der allgemeinen Lage weitgehend unabhängig sind, sich parallel dazu bewegen, die einer wirtschaftlichen Entwicklung vorauseilen oder die im Branchenzyklus ganz am Ende liegen.

Weitgehend konjunkturunabhängig sind Aktien aus den Branchen Nahrungsmittel und Pharmaindustrie. Nach dem Grundsatz: „Gegessen und getrunken wird immer“ laufen Aktien aus dem Nahrungsmittel und Getränkebereich auch dann, wenn es wirtschaftlich nicht so rosig aussieht. Es gibt böse Zungen, die behaupten, in einer Rezession gingen besonders Brauereiwerte gut, aber eine direkte Beziehung lässt sich hierbei nicht ohne weiteres herstellen. Dagegen zeigt sich, dass in schlechten Zeiten „Billiganbieter“ im Kaufhausbereich durchaus vom Sparwillen der Bevölkerung profitieren. Eine Auswahl von Werten, die in diesen Bereich gehören, sind Philip Morris, Coca Cola, McDonalds, Nestlé, Südzucker, Brau und Brunnen, Binding Brauerei oder Heineken. Auch die Pharmariesen wie Bayer, Schering oder Altana sind weitgehend konjunkturunabhängig, da die Menschen bei auftretenden Krankheiten kaum zuerst nach der Wirtschaftsentwicklung fragen, bevor sie sich von einem Arzt eine passende Arznei verschreiben lassen.

Welche Branchen in welcher Konjunkturphase besonders aussichtsreich sind

2.Phase:Expansion Rohstoffe Technologie Einzelhandel Chemie Telekommunikation

3.Phase:Boom Industriegüter Medien Bau Automobile

1. Phase: Erholung Energie/Versorger Banken Finanzwerte Versicherungen zyklische Güter/ Dienstleistungen

4.Phase:Abschwung nicht zyklische Güter/ Dienstleistungen

Nahrungsmittel/Brauereien Pharma Gesundheitswesen

Das Schaubild zeigt Ihnen schematisch, welche Branchen und Aktien sich in welcher Konjunkturphase relativ zum Gesamtmarkt nach bisherigen Erfahrungen am besten entwickeln.

Zu den vorauseilenden Branchen, die einen kommenden Konjunkturaufschwung erfahrungsgemäß am schnellsten vorwegnehmen, gehören die Bereiche Banken und Versicherungen, aber auch die Versorger und Bauwerte. Da sie stark von der Zinsentwicklung abhängig sind, können Sie mit Aktien aus diesem Bereich aber auch schnell Verluste einfahren, sobald die Konjunktur richtig in Fahrt gekommen ist und die Zinsen wieder steigen. Zu den Aktien aus diesen Branchen gehören alle Bank und Versicherungswerte, aber auch Bauwerte wie Bilfinger und Berger und Versorger wie RWE. Auch die Automobil und die Konsumgüterindustrie nehmen einen Konjunkturaufschwung häufig vorweg, wie Sie dies an der jüngsten Entwicklung am deutschen Aktienmarkt gut erkennen können.

Eine Branche, die weitgehend parallel zur Konjunktur läuft, ist die chemische Industrie. Wegen der starken Rohstoffabhängigkeit spielen dabei die Höhe der Ölpreise und die Entwicklung des USDollars, mit dem die Rohstoffe auf den internationalen Märkten gekauft werden, eine erhebliche Rolle. Beispiele für Aktien aus diesem Bereich sind die Titel von BASF, Akzo oder Dow Chemical.

Zu den zyklischen Branchen, die der Konjunktur häufig erst mit einer Verzögerung folgen, zählen die Elektroindustrie und der Maschinenbau. Sobald eine deutliche konjunkturelle Erholung erkennbar wird, beginnen diese Aktien zu laufen, erreichen aber auch schnell ihren Höhepunkt, wenn die ersten Tendenzen dafür erkennbar werden, dass sich die Konjunktur wieder dreht. Typische Werte aus diesem Bereich sind Linde, MAN, IWKA oder Rheinmetall, aber auch reine Maschinenbautitel wie Gildemeister.

Branchenkonjunktur Deutschland: Mit welcher Entwicklung 2002 zu rechnen ist

Aus den Daten auf Seite 008 können Sie entnehmen, was bei sehr zurückhaltender Betrachtung in den verschiedenen Branchen der gewerblichen deutschen Wirtschaft bis zum Jahresende 2002 (mindestens) erwartet werden kann. Betrachten Sie dabei vor allem die Zahlen in der letzten Spalte, die die prozentualen Veränderungen der Produktion gegenüber dem Vorjahr angeben. Vor diesem Hintergrund ergibt sich folgende Einschätzung für die einzelnen Branchen:

Die Lage im Ernährungs und Tabakgewerbe bleibt mit einem moderaten Anstieg der Produktion um 0,8% stabil, weil sich die Konsumgewohnheiten der deutschen Verbraucher nach den Krisen des vergangenen Jahres nicht grundlegend geändert haben. Dabei ist von einem unveränderten Preisdruck im Einzelhandel auszugehen, der es den Firmen nur schwer möglich macht, höhere Gewinnspannen am Markt durchzusetzen.

Im Papier, Verlags und Druckgewerbe können Sie im 2. Halbjahr von einem Auftrieb ausgehen, der sich aus der anziehenden Konjunktur und nicht zuletzt aus den in diesem Zusammenhang zu erwartenden wieder höheren Umsätzen aus der Werbung ergibt. Die Rentabilität wird sich in dieser Branche in 2002 aber noch nicht erheblich verbessern.

In der chemischen Industrie dürfte die Verschlechterung der saisonbereinigten Produktion im 4. Quartal 2001 zu Ende gegangen sein. Normalerweise liegt die Chemiefertigung im Trend der Weltwirtschaft, sodass von hier aus eine Belebung spätestens im 2. Quartal 2002 erwartet werden kann. Der angenommene Anstieg der Produktion von lediglich 0,8% könnte sich vor diesem Hintergrund als zu pessimistisch erweisen.

Die deutsche Stahlindustrie muss 2002 mit einer weiterhin schwierigen Lage rechnen. Weltweite Überkapazitäten und eine rückläufige Weltstahlnachfrage haben die Preise 2001 deutlich fallen lassen. Trotz Produktionskürzungen zur Jahreswende sind die Lager noch gut gefüllt. Als Belastung kommt nun auch der Handelsstreit zwischen den USA und der Europäischen Union hinzu.

Produktionsentwicklung der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland von 2000 bis 2002

Die Übersicht zeigt Ihnen, wie sich die Produktion in den verschiedenen Branchen der gewerblichen Wirtschaft in der jüngsten Vergangenheit entwickelt hat. Aus der letzten Spalte entnehmen Sie die noch sehr zurückhaltende Schätzung für 2002.

Quelle: Commerzbank

Im Maschinen und Anlagenbau waren die Auftragseingänge seit Mitte des letzten Jahres stark rückläufig. Dennoch kam es im Dezember zu einer Stabilisierung der Nachfrage, die sich womöglich aber nur als eine vorübergehende Erscheinung erweisen könnte. Entsprechend gedämpft sind die Produktionsaussichten für 2002. Da Sie aber im Jahr 2003 wieder mit einem kräftigen Fertigungsschub rechnen können, ist diese Branche für Sie als Anleger auf dem jetzigen Kursniveau besonders interessant.

Die Elektroindustrie leidet unter der konjunkturbedingten Verschiebung von ITProjekten. Auch die privaten Verbraucher halten sich derzeit noch zurück. Dies gilt allerdings nicht bei den Produkten der Unterhaltungselektronik. Ab dem 2. Quartal können Sie insgesamt wieder mit einer stärkeren Nachfrage rechnen.

Im Fahrzeugbau wird in diesem Jahr das historisch höchste Exportniveau von 2001 wohl nicht mehr erreicht werden. Nach den 2 Jahren eines schrumpfenden Inlandsmarkts sind die Chancen jedoch gut, dass in Deutschland im Jahr 2002 mehr Fahrzeuge verkauft werden können. Die in der EU geplante Änderung der so genannten Gruppenfreistellungsverordnung könnte sich belastend auswirken. Als deutscher Verbraucher werden Sie daraus allerdings kaum einen Preisvorteil gewinnen.

Die Zukunft der Möbelindustrie liegt in hoher Qualität, starken Marken und der Multifunktionalität der Produkte. Hierbei ist die deutsche Möbelindustrie Weltspitze, sodass die Möbelbranche von dem angestrebten Ausbau des Exportanteils mittelfristig stark profitieren wird.

Die Lage der Energieversorgungsunternehmen wird sich im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs erholen. Das erwartete Produktionsplus von 0,5% gegenüber dem Vorjahr sollten Sie daher als unterste Grenze betrachten.

Mit diesen Favoriten in den einzelnen Branchen haben Sie jetzt die besten Chancen

Wenn Sie die gesamte und nicht nur die gewerbliche deutsche Wirtschaft betrachten, kommen zu den auf den vorangegangenen Seiten aufgeführten Branchen noch weitere hinzu, beispielsweise die Pharma, Medien, Finanzdienstleistungs, Versicherungs und Technologiebranche.

Um in diesem Zusammenhang den gesamten deutschen Aktienmarkt in den Blick zu bekommen, sollten Sie sich dabei nicht allein auf die Werte des Deutschen Aktienindexes (DAX) konzentrieren, auch wenn der die schwergewichtigen Blue Chips der deutschen Börse repräsentiert. Ein sehr viel genaueres Bild von der Entwicklung der einzelnen Branchen entnehmen Sie dem CDAX, in dem zur Zeit etwa 900 deutsche Aktien notiert werden, die fast den gesamten Aktienmarkt abdecken.

Wie Sie der Übersicht auf der folgenden Seite entnehmen, werden diese Aktien in knapp 20 Branchen aufgeteilt, für die dann ein eigener SubIndex ermittelt wird. Wenn Sie sich – beispielsweise über die InternetSeiten von Onvista.de – den Indexverlauf im entsprechenden Chart ansehen, können Sie die Entwicklung der einzelnen Branchen genauer analysieren und feststellen, wie sich diese Indizes im Vergleich zu anderen BranchenIndizes und dem Gesamtindex verhalten haben. So können Sie auch erkennen, welche Branchen zu einem beliebigen Stichtag bereits „vorgelaufen“ sind oder welche noch „Nachholbedarf“ haben und in der nächsten Phase der Entwicklung im Zuge einer kommenden Branchenrotation die Vorreiter sein werden.

GBTipp: In der Übersicht habe ich Ihnen die Aktien genannt, die ich derzeit innerhalb der jeweiligen Branche favorisiere. Zum Kaufzeitpunkt sollten Sie allerdings anhand der aktuellen Unternehmensdaten und Kurse immer noch einmal überprüfen, ob es angesichts möglicherweise neuer Entwicklungen bei dieser Empfehlung bleiben kann. Gleichzeitig sollten Sie mit dem Kauf bereits ein Stopp Limit festsetzen, bei dessen Erreichen Sie den jeweiligen Wert auf jeden Fall veräußern würden. Ein solches Limit kann beispielsweise um 10 bis 15% unter Ihrem Kaufkurs oder unter dem zuletzt erreichten Höchstkurs liegen. Auf diese Weise reduzieren Sie Ihre Verlustrisiken beziehungsweise sichern sich bereits aufgelaufene Gewinne.

Welche deutschen Aktien in den verschiedenen Branchen derzeit zu den jeweiligen Favoriten gehören

WKN CDAXPerformanceIndizes GBFavoriten 846960 CDAXGESAMT 966008 CDAXAUTOMOBILE (Autos)

VW, DaimlerChrysler, Porsche 966010 CDAXBANKS (Banken)

Deutsche Bank, BHWHolding 966016 CDAXBASIC RESOURCES (Grundstoffe)

ThyssenKrupp 966012 CDAXCHEMICALS (Chemie)

BASF, FuchsPetrolub 966030 CDAXCONSTRUCTION (bau)

Bilfinger Berger, Dyckerhoff 966045 CDAXCONSUMER CYCLICAL (Konsum zykl.)

AdidasSalomon, Puma 966042 CDAXFINANCIAL SERVICES (Finanzdienste)

AWD Holding, Deutsche Börse 966018 CDAXFOOD & BEVERAGES (Nahrungs u. Genussm.)

Südzucker 966028 CDAXINDUSTRIAL (Industrie)

Pfeiffer Vacuum 966022 CDAXINSURANCE (Versicherungen)

Allianz Holding, Hannover Rück 966026 CDAXMACHINERY (Maschinenbau)

Krones, Gildemeister 966014 CDAXMEDIA (Medien)

Axel Springer 966032 CDAXPHARMA & HEALTHCARE (Pharma)

Altana, Biotest, Schering 966034 CDAXRETAIL (Einzelhandel)

Henkel, Metro, Condomi 966036 CDAXSOFTWARE (Software)

SAP 966020 CDAXTECHNOLOGY (Technologie)

Siemens, Aixtron, Boewe Systec 966038 CDAXTELECOMMUNICATION (Telekom)

Vodafone, Deutsche Telekom 966024 CDAXTRANSPORTATION&LOGISTICS ((Transport)

Preussag, Lufthansa 966040 CDAXUTILITIES (Versorger)

Eon, RWE

Die oben aufgeführten Branchenindizes sind – mit Aufnahme des CDAXConsumer – PerformanceIndizes, sodass ausgeschüttete Dividenden bei der Berechnung so behandelt werden, als wenn sie sofort wieder reinvestiert würden. Daneben gibt es für alle aufgeführten Branchen auch Kursindizes mit einer jeweils anderen Wertpapierkennnummer.

Branchenrotationen, bei denen eine von den Anlegern besonders bevorzugte Branche durch eine andere abgelöst wird, verlaufen an der Börse manchmal sehr schnell. Wenn Sie davon profitieren wollen, kommen Sie kaum umhin,

aufgelaufene Gewinne häufig auch bereits vor Ablauf der 12monatigen Spekulationsfrist zu realisieren, sodass Sie diese dann auch versteuern müssen. Angesichts des in diesem Jahr wirksam werdenden Halbeinkünfteverfahrens hat sich die Situation in dieser Hinsicht aber für Sie deutlich verbessert. Denn nun müssen Sie nur noch die Hälfte der innerhalb dieser Frist realisierten Gewinne versteuern. Umgekehrt können Sie von diesen Gewinnen aber auch nur die Hälfte der entstandenen Kursverluste abziehen.

Entwicklung der CDAXBranchenindizes von Januar bis März 2002

Quelle: „Handelsblatt“

Wie Sie den oben aufgeführten, täglich im „Handelsblatt

19. April 2002

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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