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Derivate-Arten: Optionen und Futures im Beispiel

Allen Derivaten gemein ist, dass sich ihr Wert vom Kurs oder Preis eines bestimmten Basiswerts ableitet.

Dieser Basiswert kann zum Beispiel ein Index (DAX oder DOW Jones), ein Rohstoff oder ein Zinssatz sein.

Viele halten diese Papiere für gefährlich, doch Börsianer halten dagegen: Autofahren ist für Anfänger auch lebensgefährlich, für den Routinier schlichter Alltag.

Erhältlich sind Derivate etwa bei einer Bank. Aber auch über eigene Handelsplätze, wie beispielsweise die EUREX, die sich auf Derivate spezialisiert hat.

Mehr zum Thema: Derivatebörse – so funktioniert die Eurex

Das Geschäft mit Derivaten

Derivate werden zum Beispiel oft von Unternehmen genutzt, um eventuelle Preiserhöhungen von Rohstoffen auszugleichen und ihre Kalkulationen nicht aus dem Ruder laufen zu lassen.

Ein Beispiel: Ein Hersteller benötigt jährlich 100 Tonnen Stahl für seine Produktion. Er kalkuliert mit einem Preis von 10.000 € pro Tonne.

Wenn der Preis auf 20.000 € pro Tonne steigt, kann dies die Produktionskosten zum Explodieren bringen.

Nun kann er auf Derivate verschiedener Arten zurückgreifen, die den aktuellen Stahlpreis zur Basis haben und dieses Verhältnis damit ausgleichen. In diesem Fall würde ein Rückgriff auf ein Future-Derivat Sinn machen.

Der Future-Kontrakt

Bei einem Future-Kontrakt wird ein Handel zu einem zukünftigen Zeitpunkt fixiert.


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Wichtige Bestandteil eines Future-Papiers sind die Vertragsparteien (Käufer und Verkäufer), ein Basiswert und dessen Menge, sowie Preis und Zeitpunkt des Handels.

Mehr zum Thema: Futures handeln – Grundlagen zu Produkt und Markt

Durch die standardisierte Form dieser Verträge können theoretisch alle möglichen Basiswerte Vertragsgegenstand sein – von Stahl und Getreide über Aktien und Indizes.

Future-Derivate existieren in unterschiedlichsten Arten, so dass die Anzahl der Verträge die Menge des tatsächlich vorhandenen Basismaterials teilweise übersteigt.

Da Futures großen Raum für Spekulation lassen, sind sie oft als „Zockerpapiere“ verschrien.

Derivate-Arten im Beispiel: der Future-Vertrag

Der Hersteller eines Schokoriegels plant in 6 Monaten einen Markteintritt und möchte sein Produkt in großer Menge produzieren. Hierzu benötigt er 1.000 Tonnen Plastik zur Produktion des Verpackungsmaterials.

Der Preis für Plastik liegt aktuell bei 2.000 € pro Tonne. Dies würde in der Kalkulation mit 2 Millionen € zu Buche schlagen. Da das Material jedoch nicht direkt benötigt wird, und der Plastikpreis meist zwischen 1000 und 3000 € pro Tonne schwankt, ergeben sich Kalkulationsschwierigkeiten.

Läuft es ganz schlecht, liegt der Preis kurz vor Markteintritt bei 3.000 € pro Tonne und die Kosten beliefen sich auf 3 Millionen €. Würde er aber bei 1.000 € pro Tonne liegen, wären die Kosten nur 1 Millionen €.

So könnte der Schokoriegel günstiger angeboten oder ein höherer Gewinn eingefahren werden. Der Hersteller wendet sich also an den Rohstofflieferanten und bittet diesen, in 6 Monaten 1.000 Tonnen Plastik zu liefern – und zwar zum aktuellen Marktpreis von 2.000 €.

Dieser für die Zukunft geschlossene Vertrag bietet Planungssicherheit für Käufer und Verkäufer.

Optionen und Optionsscheine

Bei einer Option erhält ein Vertragspartner vom anderen das Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Termin zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Eine Kaufoption nennt man auch Call-Option, eine Verkaufsoption Put-Option.

Der Emittent des Basiswertes erhält vom Anleger meist sofort bei Vertragsabschluss eine festgelegte Prämie für das Ausstellen der Option.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Anders als für Future-Derivate gilt: Alle Arten von Optionen verbriefen das Recht und nicht die Pflicht, den Vertragsinhalt wahrzunehmen. Er kann die Option einlösen, muss es aber nicht.

Durch Optionsscheine besteht die Möglichkeit, mit diesem verbrieften Recht Handel zu treiben. Die Optionen können so in „Papierform“ auf den Markt gelangen und an Börsen gehandelt werden.

Mehr zum Thema: Optionen versus Optionsscheine – der Vergleich

Derivate-Arten im Beispiel: die Option

Ein Emittent hält 100 Aktien zu einem Stückpreis von 15 €. Um diese Aktien zu kaufen, müsste der Anleger 1.500 € auf den Tisch legen.

Der Anleger hat jedoch aktuell nur 100 € zur Verfügung, ist aber der Überzeugung, in einem Monat genug Geld zu haben, um diese Aktien zu kaufen. Zudem ist er sicher, dass die Aktien künftig kräftig zulegen werden.

Daher bietet er an, die 100 Aktien in einem Monat abzukaufen. Und zwar zu einem Preis von 17 € pro Stück.

Der Emittent macht folgendes Angebot an den Anleger: Er kann die Aktien in einem Monat zu 17 € pro Stück kaufen, sofern dieser ihm jetzt eine Prämie von 1 € pro Stück zahlt.

Der Anleger zahlt dem Emittenten also sofort 100 € und erwirbt damit das Recht, in einem Monat 100 Aktien zu je 17 € erwerben zu können. Dieses Anrecht nennt man Option.

2. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.