MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Nebenkostenabrechnung: Grundsteuer ist umlagefähig

Die laufenden öffentlichen Lasten eines Gebäudes können nach § 2 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) als Betriebskosten umgelegt werden.

Hierzu gehört ausdrücklich die Grundsteuer.

Wichtig ist, dass die Grundsteuer in der Auflistung der Betriebskosten angeführt wird,denn damit gilt die Umlage zwischen den Mietparteien als vereinbart.

Im Falle des sozialen Wohnungsbaus wird die Grundsteuer über die Kostenmiete abgerechnet.

Nebenkostenabrechnung: Grundsteuer wird anteilig abgerechnet

Die Grundsteuer stellt einen der größeren Beträge in der Nebenkostenabrechnung dar. Sie sollte deshalb sorgfältig umgelegt werden.

Dies erfolgt normalerweise nach dem Flächenmaßstab, sodass die einzelnen Mieter entsprechend ihrer Wohnungsgröße anteilig zahlen.

Es sind aber auch andere Verteilerschlüssel erlaubt. Welche das sind, wird im Mietvertrag geklärt.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Bei Eigentumswohnungen fällt die Grundsteuer gesondert für die einzelnen Wohneinheiten an. Damit ist im Falle der Vermietung des Objekts die Umlage auf den Mieter besonders einfach.

Die Nebenkosten werden monatlich pauschal an den Vermieter gezahlt. Neben der Grundsteuer sind die Energiekosten, Kalt- und Warmwasser, die Straßenreinigung und die Gebühren für die Müllabfuhr die größten Posten.

Darüber stellt der Vermieter eine zusammenfassende Kostenabrechnung auf, die der Mieter jährlich erhält.

Eigentumswohnung: Grundsteuer ist den Wohneinheiten zugeordnet

Bei einer Eigentumswohnung wird dem Eigentümer vom Hausverwalter ein Hausgeld berechnet, das in diesem Fall den Nebenkosten entspricht.

Wie bereits erwähnt, wird bei einer Eigentumswohnung die Grundsteuer der einzelnen Wohneinheit zugerechnet und vom Eigentümer direkt bezahlt.

Das heißt, sie ist im Hausgeld nicht enthalten. Im Unterschied zur Nebenkostenabrechnung sind im Hausgeld auch nicht umlagefähige Kosten enthalten.

Vermieter dürfen dagegen nur die tatsächlich anfallenden Kosten nach den Vorgaben der Betriebskostenverordnung umlegen.

Nebenkostenabrechnung: Grundsteuer bei Mischnutzung bedingt umlagefähig

Wird ein Grundstück gemischt genutzt, muss eine Besonderheit beachtet werden. Handelt es sich nämlich nicht nur um eine reine Wohnnutzung, sondern auch um eine gewerbliche, findet nicht nur der normale Grundsteuersatz Anwendung.

Für die gewerblich genutzten Bereiche fällt ein Satz an, der höher liegt als die normale Grundsteuer für Wohnflächen.

Somit ist bei gemischt genutzten Grundstücken eine insgesamt höherere Grundsteuerbelastung gegeben. Hiermit hat aber der Mieter einer Wohnung nichts zu tun, sodass die Zahlung einer höheren Grundsteuer für ihn nicht gerechtfertigt wäre.

Aus der Nebenkostenabrechnung ist daher der höhere Grundsteuerbetrag für die Gewerbeflächen herauszurechnen. Davon kann nur in den Fällen abgesehen werden, in denen die Mehrbelastung unerheblich wäre.

Grundsteuer ist nicht überall gleich

Die Höhe der Grundsteuer hängt nicht nur von der Größe des Grundstücks und der Art der Immobilie ab.

Der Einheitswert und die Steuermesszahl, die Grundlagen der Grundsteuerberechnung, werden unter anderem auch von der Gemeindegröße bestimmt.

Zudem wendet jede Gemeinde auf den Steuermessbetrag ihren individuellen Hebesatz an. Damit kann auf die Höhe der Steuereinnahmen Einfluss genommen werden.

Grundsätzlich gilt, dass in Ballungsräumen höhere Hebesätze gelten als in ländlichen Gebieten.

31. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.