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Rentenbescheid anfordern?

Der Rentenbescheid wird von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) versendet. Die DRV ist der größte gesetzliche Rentenversicherungsträger Deutschlands und betreut nach eigenen Angaben rund 57 Mio. Bundesbürger. Durch den Rentenbescheid erhält der Versicherte eine Aufstellung seiner Rentenansprüche – wie Rentenart, Rentenbeginn, Rentendauer und Rentenhöhe.

Wurde ein Antrag auf Rente gestellt, so erhält der Versicherte normalerweise automatisch einen Rentenbescheid auf dem Postweg und muss diesen nicht anfordern.

Die Deutsche Rentenversicherung versendet diesen gewöhnlich mit dem nahenden Rentenalter an Versicherte zwischen 50 und 55 Jahren. Geht eine Person vor dem regulären Rentenalter von 67 in Pension, wird der Rentenbescheid dementsprechend früher versendet.

Rentenbeschneid verlegt – und nun?

Wer seinen Rentenbescheid verloren hat und einfach nicht wiederfindet, kann ein Duplikat über die Deutsche Rentenversicherung anfordern. Man muss dazu jedoch den zuständigen Regionalträger kennen.

Ist das nicht der Fall, sollte die Postabrechnungsnummer geprüft werden, über diese lässt er sich bei der DRV feststellen.

Die Postabrechnungsnummer steht auf dem Kontoauszug, den monatlichen Überweisungen der Rentenkasse. Wer nicht auf die Internetseiten der DRV zurückgreifen will, kann unter 0800/10004800 ein Servicetelefon nutzen.

Hier können Sie dann die gesammelten Daten und Rentenbescheide kostenlos bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern.

Nicht verwechseln: Rentenbescheid und Renteninformation

Oft wird der Rentenbescheid mit der sogenannten Renteninformation verwechselt. Die Deutsche Rentenversicherung versendet sowohl Rentenbescheide als auch Renteninformationen ab einer festgelegten Altersgrenze.

Die Renteninformation geht dem Versicherten jährlich ab dem 27. Lebensjahr zu – bei mindestens fünf Jahren Einzahlung in die Rentenkasse.

Sie ist jedoch nur eine Prognose, die Einzahlungen hochrechnet und so Aufschluss über die gegenwärtigen und künftigen Rentenansprüche gibt. Anhand der Renteninformation soll der Versicherte überprüfen können, ob die Altersvorsorge den persönlichen Bedarf decken wird oder ob eine zusätzliche Rentenversicherung nötig ist. Fixjahr für diese Berechnungen ist hierbei das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren.

Rentenbescheid anfordern, möglichen Widerspruch prüfen

Die nötigen Daten zur Berechnung der Rentenansprüche werden mittlerweile elektronisch verarbeitet. Einflussgrößen sind hierbei die Auskünfte der Arbeitgeber, der Agenturen für Arbeit, der Krankenkassen oder Rehabilitationsträger.

Doch trotz der Automatisierung sind die Berechnungen keinesfalls frei von Fehlern.

So kann der häufige Wechsel des Arbeitgebers während des Berufslebens oder eine langfristige Krankheit eine Fehlerquelle sein. Daher ist es ratsam, nach Erhalt des Rentenbescheids die gesammelten Renteninformationen und Unterlagen zu überprüfen.

Denn die Möglichkeit zum schriftlichen Widerspruch ist für Deutsche auf einen Monat, für ausländische Rentenversicherten auf drei Monate begrenzt. Mehr Informationen zum Widerspruch findet man auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung.

2. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.