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Was Privatanleger von Depotverwaltern lernen können

Wenn Anleger sich nicht selbst um ihr Depot kümmern möchten, gibt es zahlreiche Banken, die diese Aufgabe gerne übernehmen. Eine Analyse der Firma MMD bezüglich der Leistungen von 1.300 Fondsdepots von Banken und Verwaltern hat interessante Ergebnisse gezeigt.

Analyse der Depotverwalter

Ermittelt wurden dabei die besten Depotverwalter, die meistens auch die größten Depots managen. Entscheidend war in erster Linie die Rendite über einen Zeitraum von drei Jahren. Wenn ein Depot in dieser Zeit Verluste oder große Schwankungen ausweist, wurde das negativ gewertet. Erst dann ging es um den Inhalt des Depots. Die folgenden Bankhäuser haben hierbei am Besten abgeschnitten:

10. Hauck & Aufhäuser eine deutsche Privatbank

9. Kroos Vermögensverwaltung AG in Münster

8. Walser Privatbank aus Österreich

7. Deutsche Bank privat banking

6. DO-Invest Luxemburg


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5. Bank J. Safra Sarasin Schweizer Privatbank

4. BHF-Bank Frankfurt Trust

3. Bankhaus Lampe Privatbank in Deutschland

2. Andreas Meißner Vermögensmanagement

1. Bank Julius Bär Deutschland

Defensive Depots im Vordergrund

Die obige Reihenfolge bezieht sich ausschließlich auf defensiv gehaltene Depots. Das bedeutet, bei der Auswahl werden stark schwankende Aktien erst gar nicht aufgenommen. Der Vorteil für Anleger bei den defensiven Depots ist ein relativ gleichmäßiger Gewinn, gepaart mit einem absolut minimalisierten Verlustrisiko.

Die Bank Julius Bär filtert beispielsweise aus rund 12.000 Aktien jene 150 Unternehmensbeteiligungen, die letztlich im Depot ihrer Kunden liegen. Kleine Firmen oder wenige liquide Aktien werden als erstes ausgeschlossen.

Bilanzen sind wichtig für Depotverwalter

Ein weiteres Kriterium sind die Bilanzen der Firmen. Insbesondere geht es um das Eigenkapital und die Verschuldung des Unternehmens. Auch ein Unternehmen mit einer eher schlechten Bilanz kann zeitweise gute Gewinne mit hoher Rendite versprechen. Aber die Gefahr einer Insolvenz steht dabei immer im Raum.

Außerdem wird die Gewinnmarge des Unternehmens überprüft. Viele Firmen haben aktuell gute Gewinnmargen, alleine weil die Rohstoffpreise niedrig sind. Nur können die Rohstoffpreise auch jederzeit wieder anziehen und damit die Marge verkleinern oder sogar vernichten. Nach dieser Analyse bleiben bei Julias Bär noch 300 Aktien übrig. Um einen noch detaillierteren Eindruck zu bekommen, trifft sich mit die Bank mit den Firmenvertreter der 300 Unternehmen.

Anleihen sind unterschiedlich beliebt

In den Depots der Bank Bär stecken bei den ausgewogenen Depots rund 50 % der Anlagegelder in Anleihen. In den konservativen Depots sind es sogar 75 %. Dabei ist bis zu ein Viertel der Gelder in riskantere Hochzinsanleihen investiert und 15 % in Wandelanleihen. Die BHF Trust geht einen anderen Weg. Rund 75 % der Depotgelder werden in Aktien angelegt, der Rest der Depots in Bargeld. Cash ist wichtig, um Schwankungen eines Portfolios abzufedern, weil es selber keinen Schwankungen unterliegt.

Die BHF Bank achtet vor allem auf die Geldmenge, sowie die Leitzinsen und damit auf die Liquidität der Wirtschaftsmärkte. Ihr Augenmerk liegt auf sehr soliden Anlagen und sie hat zeitgleich jeweils nur 30 bis 40 Aktien in ihren Depots.

Lektionen der Depotverwalter für Privatanleger

Allen Vermögensverwaltern ist gemein, dass sie nach langfristigen und soliden Anlagen suchen. Solides Wirtschaften ist dabei wichtiger als kurzfristiger Gewinn. Der Cashflow der Aktienunternehmen ist für Vermögensverwalter wichtig.

Beispielsweise können Unternehmensbeteiligungen an Ölfirmen für Privatanleger interessant wirken. Für Depotverwalter sind sie dennoch oft ein rotes Tuch, weil die Öl-Förderung hohe finanzielle Mittel verschlingt. Das hat negative Auswirkungen auf den Cashflow und deshalb fallen solche Unternehmen bei der Aktienvorauswahl aus.

Privatanleger haben kaum die Ressourcen derart viele Aktien auf Herz und Nieren zu durchleuchten. Darum geht es auch nicht unbedingt. Wichtiger ist, dass die Depotverwalter extrem viel Aufwand betreiben, um sich letztlich für einige wenige Aktien zu entscheiden. Anleger sollten sich vor einem Investment daran erinnern und nicht nur blind ausgesprochenen Empfehlungen folgen. Die eigene Analyse ist genauso wichtig. Schließlich sollten Investoren auch überzeugt davon sein, wenn sie einen Wert in ihr Depot aufnehmen.

13. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.