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Zertifikate Formen – Das sind die wichtigsten Vertreter

Zertifikate bieten einem Anleger die Möglichkeit, mit verschiedenen Formen in die unterschiedlichsten Anlageklassen und Märkte als Basiswert zu investieren. Damit kann jeder ein breit diversifiziertes Portfolio nach seinem persönlichen Chancen-Risiko-Profil zusammenstellen und nahezu jede Anlagestrategie spielen.

Zertifikate-Formen: Verwirrende Vielfalt an Namen und Angeboten

Gerade zu Anfang ist die schier unendliche Angebotsvielfalt eine handfeste Herausforderung. Was die Sache erschwert: Selbst identische Zertifikate-Typen werden je nach Emittent zum Teil höchst unterschiedlich benannt. Jeder glänzt mit eigenen Weiterentwicklungen, Abwandlungen und Namen.

Die wichtigsten Zertifikate-Formen

Die einzige Möglichkeit, einen Überblick zu bekommen, besteht darin, bestimmte Zertifikate-Formen auszumachen und danach zu sortieren. Allerdings, auch die Formenvielfalt ist schon groß. Hier eine Auswahl der wichtigsten Zertifikate-Typen.

Index-Zertifikate

Index-Zertifikate gehören zu den Klassikern. Mit einem einzigen Investment wird ein Index nach Wahl abgebildet und dessen Entwicklung 1:1 nachvollzogen. Damit kann man etwa von der Performance aller Aktien im Dax profitieren. Die Gewichtung der einzelnen Titel erfolgt in der Regel automatisch.

Ein Anleger erspart sich viel Aufwand und hohe Transaktionskosten. Das Angebot erstreckt von den gängigen Indizes über Branchen- bis zu Rohstoffindizes.

Basket-Zertifikate

Basket-Zertifikate funktionieren ähnlich wie die Index-Zertifikate mit dem Unterschied, dass sie sich auf einen speziellen Aktienkorb (Basket) beziehen. Für die Zusammenstellung eines Korbs gibt es verschiedene Varianten nach Wahl. Die können sich etwa nach Regionen oder Branchen ausrichten. In der Unterform der Basket-Strategie-Zertifikate wird in die dividendenstärksten Aktien aus einem Index investiert.

Garantie-Zertifikate

Hier wird in der Regel die Rückzahlung des investierten Kapitals garantiert. In jedem Fall erhält man zu Ende der Laufzeit zumindest einen festgelegten Prozentsatz des Geldes. Die erhöhte Sicherheit hat aber ihren Preis: An einer positiven Entwicklung partizipiert man nur eingeschränkt. Zumindest liegen die Renditen über denen von Anleihen oder Festgeldern.

Discount-Zertifikate

Man investiert in einen Basiswert, aber mit Rabatt gegenüber dem jeweiligen Börsenkurs. Was zählt, ist die persönliche Markterwartung. Discount-Zertifikate entwickeln sich in der Regel besser als der Basiswert, wie etwa eine Aktie. Über die muss man sich allerdings zuvor genau informieren. Discount- Zertifikate sind weit verbreitet.

Bonus-Zertifikate

Sie bieten mit die größte Sicherheit. Als Aktien- oder Indexinvestment etwa erhält man nur dann eine positive Rendite, wenn der Kurs steigt. Im Gegensatz dazu kann man überdurchschnittlich gewinnen, auch wenn der Basiswert nur seitwärts läuft oder leicht fällt. Von steigenden Kursen profitiert man unbegrenzt.

Die Kombination aus Sicherheit und Renditechance eignet sich für jeden, der Kurspotential erkennt, sich aber gleichzeitig gegen Kursrückschläge absichern möchte.

Sprint-Zertifikate

Anleger können an Kurssteigerungen des Basiswertes innerhalb einer bestimmten Handelsspanne partizipieren. Unterhalb dieser Spanne erfolgt die Entwicklung zum Laufzeitende wie im Basiswert. Nach oben hin sind die Gewinne durch einen Cap begrenzt. Sprint-Zertifikate werden auch als Sprinter- oder Bandbreitenzertifikate bezeichnet. Es gibt auch noch andere Namen.

Hebel-Zertifikate

Sie erinnern an Optionsscheine und sind ebenso riskant, jedoch leichter zu verstehen. In kürzester Zeit sind enorme Gewinne aber auch Totalverlust möglich, wenn eine definierte Knock-Out-Schwelle unterschritten wird. Mit Short-Zertifikaten kann man, ebenfalls gehebelt, auch auf fallende Kurse setzen. Basiswerte können etwa Aktien oder Indizes sein. Für unerfahrene Anleger weniger geeignet.

Open-End- / Endlos-Zertifikate

Open-End heißt ohne Laufzeit. Diese Zertifikate-Form kann wie ein Indexfonds als Langfristanlage genutzt werden. Dazu gibt es noch eine kurzfristige aber hochspekulative Variante für Risikofreudige. Sie hat einen starken Hebel und eine Knock-Out- bzw. Stop-Loss-Schwelle.

4. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.