Die 5 wichtigsten Importprodukte der USA

Bei den Top 5 der wichtigsten Importprodukte der USA finden sich Konsumgüter, Spitzenreiter bleiben die Autos. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Die USA sind unverändert die größte Volkswirtschaft der Welt. Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 19.362,13 Mrd. US-$ liegen sie deutlich vor China, Japan und Deutschland, das auf 3.651,87 Mrd. US-$ kommt und für das die Vereinigten Staaten seit 2017 nach China zweitwichtigster Handelspartner sind. Für die Amerikaner steht die Bundesrepublik mit 4,5 % Außenhandelsanteil auf Rang fünf.

Seit Jahrzehnten wird der Handelsüberschuss Deutschlands kritisiert. Nach Größenordnung sind die 5 wichtigsten Importprodukte der USA Produkte deutscher Unternehmen: Autos und Autoteile, Maschinen, pharmazeutische und ähnliche Produkte, Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse.

Das US-Handelsdefizit besteht genauso gegenüber Ländern wie Südkorea, Japan und vor allem China. Im Handel mit Kanada, Mexiko oder Großbritannien wiederum werden Überschüsse verzeichnet. Insgesamt sind die Vereinigten Staaten mit rund 2,25 Bio. US-$ der mit Abstand größte Importeur der Welt. Und das sind die 5 wichtigsten Importprodukte der USA, entsprechend ihrem prozentualen Anteil am gesamten Import.

Das sind die 5 wichtigsten Importprodukte der USA:

5. Rundfunk-, TV-Geräte / Telefone (jeweils 2,4 %)

Den fünften Platz teilen sich die Warengruppen Rundfunk, Fernseher, Zubehör sowie Telefone mit jeweils 2,4 %. Bei Rundfunk-, TV-Geräten samt Zubehör dominiert China mit ganzen 74 % aller importierten Produkte. Aus Südkorea kommen 12 % und aus den Billiglohnland Vietnam 8,8 %. Bei der Warengruppe Telefone bzw. Telekommunikation entfällt der Löwenanteil mit 44 % ebenfalls auf China, gefolgt von Mexiko mit 24 % und Malaysia mit 6 %.

4. Pharmazeutische Produkte (3,1 %)

Wie schon in den Vorjahren kommen Pharmaerzeugnisse auf den vierten Platz. Mit 15 % werden die meisten Produkte aus Deutschland eingeführt. Aus Irland stammen 14 % und 13 % aus der Schweiz. Interessanterweise spielen unter den weiteren Lieferländern Indien und Israel eine größere Rolle als etwa Frankreich oder Großbritannien.

3. Computer (3,8 %)

Wenig überraschend werden rund 62 % aller Rechner und Komponenten aus China importiert. Darauf folgen Taiwan und Hongkong, beide im zweistelligen Bereich. Aus Japan stammen nur noch 1,3 % der eingeführten Computer. Der hohe Anteil Chinas ergibt sich unter anderem daraus, dass auch US-Hersteller wie Dell oder Apple ihre Fertigung dorthin ausgelagert haben.

2. Rohöl (4,9 %)

Rohölimporte sind unverändert einer der größten Posten aller Importe, doch ihr Anteil nimmt kontinuierlich ab. Die USA werden unabhängiger und sind mit einem Ausstoß von 8.875 Barrels pro Tag der drittgrößte Produzent nach Saudi-Arabien und Russland. Importiert wird zu 36 % vom Nachbarn Kanada und zu 15 % aus Saudi-Arabien, gefolgt von Venezuela, Kolumbien und Irak.

1. Autos (7,8 %)

Amerikaner fahren nach wie vor auf ausländische Autos ab. Seien es deutsche Premiummarken, die auf 40 % in dem Marktsegment kommen, oder günstige Wagen aus Fernost. Auch werden viele amerikanische Modelle importiert, da etwa Ford oder GM in den Nachbarländern produzieren.

Handelsstreit: Chinesisches Übernahme-Volumen fällt 20%Das Übernahme-Geschäft boomt. Doch nicht überall! Chineische Bieter sind sowohl im In- als auch im Ausland auf dem Rückzug. › mehr lesen

So stammen 27 % aus Kanada, wo auch Toyota oder Honda Werke betreiben. Direkt aus Japan kommen 23 % aller Wagen und aus Mexiko 14 %. Deutschland folgt mit 13 % und Südkorea mit mittlerweile 9,5 %.

Zahlen teilweise mit Vorsicht zu genießen

Unter den 5 wichtigsten Importprodukten der USA zeigt sich gerade bei den Autos, dass Herkunft täuschen kann. So werden Fahrzeuge aus Mexiko dort von US-Herstellern wegen der niedrigen Kosten produziert. Auch rollen viele Fabrikate von BMW, Daimler oder VW aus amerikanischen Werkshallen, wovon über die Hälfte aus den USA nach Europa und Asien exportiert werden.

Bei der Warengruppe Autos sind übrigens noch keine Fahrzeugteile enthalten. Nimmt man deren Importanteil mit 2,9 % hinzu, so ergibt sich ein gesamter Fahrzeugbereich mit einem Importanteil von 10,7 %.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.