Rentenfonds – Kriterien, Arten & Alternativen

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Rentenfonds ist nicht gleich Rentenfonds. Diese Unterschiede bestimmen Chancen und Risiken. (Foto: create jobs 51 / Shutterstock.com)


Alles über Rentenfonds

Definition: Investmentfonds, der hauptsächlich in Anleihen investiert

Kriterien zur Unterscheidung: Emittent, Laufzeit, Region, Bonität

Arten von Rentenfonds: Geldmarktfonds, Euro-Rentenfonds, globale Rentenfonds, Emerging-Markets-Rentenfonds, Hochzinsanleihen-Fonds

Fondsvermögen: Staatsanleihen, Pfandbriefe, Unternehmensanleihen, Inhaberschuldverschreibungen, Kommunalobligationen

Alternativen: Wertpapiere, Aktienfonds, börsengehandelte Rentenfonds (ETFs)


Investieren in Investmentfonds: Was ist ein Rentenfonds?

Bei Rentenfonds handelt es sich um einen bestimmten Typ von Investmentfonds. Das charakteristische Merkmal bei Rentenfonds ist, dass sie im Wesentlichen in festverzinsliche Wertpapiere anlegen. Dazu zählen neben Pfandbriefen, Unternehmensanleihen, Länder- und Staatsanleihen auch Inhaberschuldverschreibungen.

Hinweis

Rentenfonds haben nichts mit der Rente zu tun. Der Begriff Rentenfonds wird von Verbrauchern häufig mit der Rente als Altersvorsorge in Verbindung gebracht. Dies ist allerdings falsch. Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds, der überwiegend in Anleihen investiert.

Fondsarten Erklärung

Was ist eine Anleihe?

Anleihen zählen zu den festverzinslichen Wertpapiern. Mithilfe eines Kredits können die Wert- oder auch Forderungspapiere in den Kapitalmarkt miteinfließen. Im Gegensatz zu Privatkrediten werden Anleihen nur von Juristen ausgegeben.

Der Gläubiger einer Anleihe erhält das Recht auf Rückzahlung sowie zurZahlung des vertraglich vereinbarten Zins. Aufgrund der häufig langen Laufzeit von Anleihen, gelten diese als relativ sichere Geldanlage. Dementsprechend überschaubar ist auch die Renditeerwartung bei den meisten Formen der Anleihe. Ganz besonders bei Staatsanleihen von Ländern mit guter Bonität, werden nur geringe Zinsen ausgeschüttet.

Was ist das Sondervermögen?

Wer in Investmentfonds investieren möchte, tut dies in der Regel mit Hilfe einer Kapitalverwaltungsgesellschaft. Das entsprechende Kapital beim Investment wird dann dem sogenannten Sondervermögen zugeführt. Dieses Sondervermögen wird allerdings nicht in einen Topf mit dem Guthaben der Kapitalverwaltungsgesellschaft geworfen. Vielmehr wird das Sondervermögen in einer Depotbank „geparkt”.

Damit soll einerseits verhindert werden, dass die Kapitalverwaltungsgesellschaft auf das Sondervermögen Zugriff hat. Andererseits genießt das Sondervermögen auf diese Weise auch einenSchutz für den Fall, dass die Kapitalverwaltungsgesellschaft insolvent wird. Das Sondervermögen wird durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltet. Aktien oder Anleihen werden beispielsweise durch sie gekauft oder verkauft.

Emittenten, in die ein Rentenfonds investiert

  • Industrieunternehmen
  • Handelsunternehmen
  • Kreditinstitute
  • Verkehrsunternehmen
  • Versicherungen
  • Bund
  • Länder

Funktion der Ratingagentur

Ratingagenturen wie S&P, Fitch oder DBR nehmen Unternehmen in Bezug auf deren Bonität unter die Lupe. Ebenso betrachten sie Staaten und prüfen, wie wirtschaftlich gesund diese tatsächlich sind. Diese Vorgehensweisen wirken sich auch auf den Markt aus.

Entsprechend der Bewertungen von Ratingagenturen hängt es davon ab, zu welchen Bedingungen der Kreditnehmer tätig werden kann beziehungsweise zu welchen Konditionen er Kapital bekommt. Entsprechende Einstufungen der Ratingagenturen können darüber hinaus steigende Rendite bewirken.

Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario ist vor allem dann hoch, wenn Ratingagenturen einen Staat in seiner Bonität weit unten einstufen. Ratingagenturen sind daher nicht unumstritten.Ihr Einfluss wird in der Finanzbranche kritisch beäugt. 

Tipp

Wie Ratingagenturen Staaten oder Unternehmen einstufen, sollte nicht ausschließlich das Handeln von Privatanlegern bestimmen. Vielmehr sollten Ratingagenturen als Ratgeber betrachtet und deren Ansichten bei entsprechenden Entscheidungen bedacht werden.

Unterscheidung von Rentenfonds: Kriterien & Kennzahlen

Rentenfonds haben unterschiedliche Merkmale, die sich einerseits auf die Gewinnchancen bzw. Erträge auswirken können. Andererseits stehen die Besonderheiten auch im Zusammenhang mit möglichen Risiken, die bei der Anlage auftreten können.

Kriterien zur Unterscheidung von Rentenfonds

KriterienEigenschaften
HerausgeberAnhand des Emittenten ist man in der Lage, die Sicherheit des Angebots einzuschätzen. Meist sind Staatsanleihen im Vergleich zu Unternehmensanleihen sicherer.
BonitätJeder Emittent hat eine bestimmte Bonität. Abhängig davon ist das Risiko einer Anlage in entsprechende Anleihen groß oder nicht so stark ausgeprägt.
LaufzeitGeringe Laufzeiten gehen meist mit einem geringeren Anlagerisiko einher. Entsprechend anders sieht es bei Rentenfonds mit einer längeren Laufzeit aus.
RegionEntscheidend ist die Frage, woher die Rentenfonds beziehungsweise die entsprechenden Anleihen stammen. Anleihen aus der EU werden generell als weniger riskant eingeschätzt.

Welche Kennzahlen sind bei einem Rentenfonds von Bedeutung?

  • Modifizierte Duration: Hiermit haben Anleger eine wichtige Kennzahl an der Hand, die ihnen einen Überblick verschafft, welche Möglichkeiten ein Fonds bietet und welche Unsicherheiten unter Umständen eine Rolle spielen werden. Was passiert, wenn sich der Marktzins um ein Prozent verschiebt? Genau dazu gibt die modifizierte Duration Auskunft. Eine modifizierte Duration mit dem Wert drei würde beispielsweise bedeuten, dass der Fonds einen Wertverlust von drei Prozent erleiden und der Marktzins um ein Prozent steigen würde.
  • Effektivverzinsung: Ebenfalls von Bedeutung ist die Effektivverzinsung. Aufgrund ihrer Bestimmung wird sie auch als Endfälligkeitsrendite bezeichnet. Im Mittelpunkt steht nämlich die Rendite, die schlussendlich durch die Anleihe generiert werden kann. In der Praxis werden Anleihen allerdings meist nicht bis zum Ende der Laufzeit gehalten. Wie sich ein Rentenfonds entwickelt und welche Rendite am Ende erzielt werden kann, ist daher nicht ganz genau vorhersehbar.
  • Laufende Renditen: Gilt es ebenfalls zu beachten. In welcher Höhe die Anleihen verzinst werden und zu welchem Kurs, darauf kommt es hier an. Eine jährliche Kalkulation steht im Vordergrund. Aufgrund der laufenden Rendite kann die jährliche Auszahlung ausgemacht werden.

Wichtigste Fondsarten im Überblick

Es gibt eine Reihe verschiedener Investmentfonds, mit welchen Privatanleger bereits mit relativ geringen Beträgen Beteiligungen an Unternehmen und Investitionen erlangen und so Erträge erwirtschaften können.

Zu den wichtigsten Investmentfonds zählen:

Aktienfonds

Sie bestehend ausschließlich oder zum größten Teil aus Aktien. Sie haben meist relativ hohe Wertschwankungen, bieten gleichzeitig allerdings auch die größten Gewinnmöglichkeiten. Vor allem für langfristige Anlagen sind sie bestens geeignet. Aktienfonds sind für wenig risikofreudige Anleger mit hohen Gewinnerwartungen.

Rentenfonds

Sie investieren vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere (z. B. Pfandbriefe, Bundesobligationen). Sie sind risikoärmer als Aktienfonds. Eignen sich vorwiegend für mittelfristige Geldanlagen mit mäßigem Risiko.

Mischfonds

Unter Mischfonds versteht man eine Mischung aus Aktienfonds und Rentenfonds. Das Fondmanagement kann sowohl in Aktien als auch Rentenpapiere investieren. Dies ermöglicht eine breite Risikostreuung. Rentenpapiere sind Schuldverschreibungen, die mit einer festen laufenden Verzinsung ausgestattet ist. Rentenpapiere gewähren dem Anleger eine noch größere Sicherheit.

Unterschied Aktienfonds, Rentenfonds und Mischfonds

Arten von Rentenfonds in der Übersicht

Was ist ein Geldmarktfonds?

Im Gegensatz zu Anleihen und Aktien waren Geldmarktfonds traditionell ein Hort der Sicherheit. Investiert wurde durch diese Investmentfonds fast ausschließlich am Geldmarkt, wo Banken und Zentralbanken sich gegenseitig kurzfristig Geld verleihen. Die Gelder waren liquide und ausfallsicher, aber auch renditeschwach. Die Rendite bewegte sich im Normalfall nah am jeweiligen Ausleihungszinssatz der Zentralbanken.

Doch Geldmarktfonds dürfen in fast beliebige verzinsliche Anlagen mit einer kurzen Restlaufzeit und hoher Bonität investieren. Und auf der Suche nach Rendite wandern deshalb inzwischen auch Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Immobilienkredite in viele Geldmarktfonds. Zwar haben alle diese Anlagen für sich eine hohe Bonität und damit eine sehr hohe (erwartete) Ausfallsicherheit. Trotzdem ergeben sich je nach gewähltem Fonds ganz unterschiedliche Ausfall- und sogar Währungsrisiken.

Hinweis

Aufgrund der hohen Liquidität der Anlagen kann ein Anleger manchmal sogar täglich über das Geld in einem Geldmarktfonds verfügen.

Im Idealfall ist die Rendite eines spezialisierten Geldmarktfonds etwas höher als bei einem Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto. Doch im Gegensatz zu Tagesgeldkonten zehren häufig noch Ausgabeaufschlag, Verwaltungskosten oder Depotgebühren an der Rendite. Und bei Tagesgeld und Festgeld gibt es einen jeweils garantierten Zins.

Definition: Euro-Rentenfonds

Euro-Rentenfonds investieren in Anleihen, die in Euro notieren. Der Vorteil: Man geht kein Währungsrisiko ein. Allerdings führt diese Einschränkung zu niedrigeren Renditeaussichten als bei weltweit anlegenden Rentenfonds. Im Zinstief bieten Euro-Rentenfonds mit Fokus auf Staatsanleihen kaum Aussicht auf eine positive Rendite nach Inflation und Steuern.

Empfehlenswerter sind Euro-Rentenfonds mit Schwerpunkt Unternehmensanleihen. Hier kann man bei recht hoher Sicherheit das Kapital nach Inflation und Steuern zumindest leicht vermehren.

Wie funktionieren globale Rentenfonds?

Diese Fonds investieren in Staats- und Unternehmensanleihen innerhalb und außerhalb des Euroraums, zum Teil auch in Schwellenländern. Sie bieten höhere Renditechancen als Euro-Rentenfonds, dem stehen selbstverständlich auch entsprechend höhere Risiken gegenüber. Neben höheren Kursrisiken kommt hier auch das Währungsrisiko ins Spiel. In der Vergangenheit hat sich das höhere Risiko aber für Anleger ausgezahlt.

Emerging-Markets-Rentenfonds: In Schwellenländer investieren

Diese Rentenfonds konzentrieren sich ganz auf Anleihen aus Schwellenländern. Im Vergleich zu den internationalen Rentenfonds sind Chancen und Risiken mit diesen Fonds noch etwas höher. Denn gerade die Schwellenländer, die am dringendsten Kapital benötigen, verfügen oftmals über keine gute Bonität und sind damit bereit, höhere Zinsen zu zahlen.

So ein Rentenfonds eignet sich als (spekulative) Depotbeimischung, wenn man bereits Euro-Rentenfonds oder globale Rentenfonds im Depot hält.

Was ist ein Hochzinsanleihen-Fonds?

Diese Fonds investieren in hochverzinsliche Anleihen („High Yield”) mit geringer Bonität. Beispielsweise in Anleihen von Unternehmen, bei denen zukünftige Zahlungsschwierigkeiten vermutet werden und deren Anleihen entsprechend im Kurs gefallen sind, oder in Staatsanleihen wie die von Griechenland.

Das hohe Ausfallrisiko einzelner Anleihen wird durch die Streuung in eine große Anzahl von Papieren etwas abgemildert.

Tipp

Hochzinsanleihen-Fonds eignen sich aufgrund der hohen Risiken nur als spekulative Depotbeimischung. Der Anteil am Gesamt-Portfolio sollte nur einen kleinen Teil ausmachen.

„Spezialitäten-Rentenfonds: Wandelanleihen, Genussscheine oder Aktienanleihen

In diese Kategorie fallen alle Rentenfonds mit dem Fokus auf Unternehmensanleihen-„Spezialitäten wie Wandelanleihen, Genussscheine oder Aktienanleihen.

Diese weisen in der Regel höhere Chancen und Risiken als „normale Unternehmensanleihen auf, bieten aber eine höhere Sicherheit als Emerging-Markets-Rentenfonds oder Hochzinsanleihen-Fonds.

Vor- & Nachteile von Rentenfonds: Renditechancen & Risikoprofil

Rentenfonds besitzen gegenüber dem Kauf von einzelnen Anleihen den Vorteil einer besseren Risikostreuung. Die Fonds investieren das Geld der Anleger in eine Vielzahl unterschiedlicher festverzinslicher Wertpapiere. Dies reduziert die Gefahr von Kursverlusten in Folge von Zahlungsunfähigkeit eines einzelnen Emittenten erheblich.

Die Verlustposition wird durch die vielen kleinen Gewinne der anderen Positionen wieder aufgewogen. So eine breite Diversifikation kann man als Privatanleger nur schwer erreichen. Die Transaktionskosten für die jeweiligen Käufe und Verkäufe sowie der Zeitaufwand wären hierfür zu hoch.

Grundsätzlich wird die Investition in Rentenfonds nicht als überaus risikoreich betrachtet. Im Vordergrund steht schließlich die Investition in Wertpapiere, die festverzinst sind. Es gibt aber mehrere Faktoren, die davon abhängen, ob eine Investition möglicherweise mit mehr oder weniger Risiken verbunden sein kann. Wie ist es um die Bonität der jeweiligen Emittenten bestellt? Diese Frage spielt dabei ebenso eine Rolle wie die abgesteckte Laufzeit.

Wie sieht es mit dem Zinsniveau aus? Hohe Zinsen lassen die Chancen auf höhere Rendite eher sinken. Im Gegensatz dazu wirken sich niedrigere Zinsen meist positiv auf die Rendite aus. Staatsanleihen von Ländern, die wirtschaftlich im Aufwind sind, sind beim Einsatz von Rentenfonds interessant. Dank florierender Wirtschaft ist die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit relativ gering.

Das Risiko eines großen Verlustes ist daher ebenso gering. Wer allerdings auf Schuldscheine oder Unternehmeranleihen setzt, verlässt sein relativ sicheres Terrain und geht ein höheres Risiko ein.

Als Nachteil von Rentenfonds ist die geringe Renditechance zu nennen. Rentenfonds gelten zwar als sehr sicher, die Rendite ist aber teils schwach, besonders im Vergleich zu Aktienfonds.

Gründe für eine Investition in Rentenfonds

Wie hoch ist das Risiko bei Rentenfonds?

Eine Investition in Rentenfonds stellt kein hohes Risiko dar. Dies  Doch auch hier lauern Gefahren, die es zu beachten gilt. So könnte unter anderem das Währungsrisiko die Erträge minimieren. Das ist dann der Fall, wenn der eingesetzte Fonds Anleihen beinhaltet, die in fremden Währungen emittiert wurden. Der Wechselkurs ist daraufhin großen Schwankungen ausgesetzt. Rendite entwickelt sich unter Umständen ungünstig für den Anleger.

Das Bonitätsrisiko ist größer oder geringer, je nachdem, wie es um die Bonität des Emittenten bestellt ist. Eine geringe Bonität ist gleichbedeutend mit einem größeren Risiko. Entsprechend bedeutet eine hohe Bonität ein geringeres Risiko.

Mit dem Zinsänderungsrisiko kommt das generelle Zinsniveau ins Spiel. Steigende Marktzinsen verlassen Emittenten dazu, Anleihen eine höhere Verzinsung zu geben. Fallende Zinsen gehen dementsprechend mit einer geringeren Verzinsung einher.

Mit dem Klumpenrisiko ist die Vernachlässigung von Fondskäufer hinsichtlich der genauen Betrachtungsweise des entsprechenden Fonds gemeint. Wer nicht genau weiß, in was er eigentlich investiert hat, geht schnell ein zusammengeballtes Risiko, also ein Klumpenrisiko, ein.

Das Fondsmanagement immer gut im Auge behalten! Was früher funktioniert hat, muss nicht zwangsläufig auch in der Zukunft von Erfolg gekrönt sein. Deshalb empfiehlt es sich, den Verwalter der Fonds regelmäßig zu hinterfragen.

Insgesamt steht einMarktrisiko, das niemand gänzlich ausschließen kann. Kurzfristige Veränderungen, beispielsweise durch unvorhergesehene Ereignisse in der Welt, kann niemand verhindern. Sie können sich aber sehr wohl drastisch und plötzlich auf den Markt auswirken.

Alles in allem lässt sich sagen, dass Rentenfonds gemeinhin zu den risikoärmsten Investmentmöglichkeiten zählen und in der Regel als sehr sicher angesehen werden können. Allerdings sollten Anleger, welche sich höhere Renditen versprechen, auf Aktienfonds setzen.

Alternativen zu Rentenfonds

Wer trotz der vielen Vorteile und Sicherheiten nicht in Rentenfonds investieren möchte, dem bieten sich dennoch Alternativen, die man bei seinen Finanzüberlegungen mit einbeziehen kann. So könnte beispielsweise das Festgeld eine Möglichkeit sein. Die Zinsen sind hier zwar teilweise schwindend gering, doch bleiben einem unter anderem Verwaltungsgebühren oder Kursverluste erspart.

Des Weiteren stellen Aktienfonds eine Anlage-Gelegenheit dar. Interessante Dividenden haben durchaus ihren Reiz. Der Vorteil: Aktienfonds können flexibel gehandelt, im Bedarfsfall schnell verkauft oder gekauft werden, zudem locken sie mit höheren Renditen.

Renten-ETFs kommen unter Umständen auch als Alternative zu Rentenfonds in Frage. Die Gebühren dieser Anlageform sind gering, eine Beimischung kann die Volatilität eines Aktien-ETFs reduzieren.

Tipp

Wer nicht auf Rentenfonds setzt und sich stattdessen auf festverzinsliche Wertpapiere konzentrieren möchte, sollte Anlageprodukte wählen, die er ohne großen Aufwand verstehen kann. Sobald der Überblick verloren geht, steigt das Verlustrisiko an.

Rentenfonds gibt es mit unterschiedlichen Bedingungen. Ein genauer Blick auf die Auswahl ist daher wichtig, bevor man sich entscheidet. Risiken und Chancen unterschiedlicher Fonds driften oft weit auseinander. Im Zweifel sollte eine risikoarme Entscheidung getroffen werden. Grundsätzlich gilt: Steigen die Rendite-Chancen, steigt auch das Risiko. Rentenfonds zählen zu den sichersten Anlagemöglichkeiten.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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