Wie die Personengesellschaft-Definition in der Praxis aussieht

So sieht die Personengesellschaft Definition aus: Minderjährige können Gesellschafter werden. Ideal für eine Erbschaft. Haftung mit privaten Vermögen. (Foto: IhorL / Shutterstock.com)

Schließen sich 2 oder mehr Personen geschäftlich zusammen, entsteht eine Personengesellschaft. Die Personengesellschaft kann dabei eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) sein. Des Weiteren stehen auch OHG und KG zur Auswahl. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Personengesellschaften.

Die Gesellschafter haften dabei in der Regle persönlich und uneingeschränkt. Das bedeutet, sie haften mit ihrem gesamten privaten Vermögen. Eine Ausnahme dieser Regel gibt es beispielsweise beim Kommanditist einer Kommanditgesellschaft oder beim Gesellschafter einer Partnerschaftsgesellschaft.

Personengesellschaft: Juristische Definition

Die Personengesellschaft ist keine juristische Person. Sie hat demnach keine eigene juristische Persönlichkeit, wie etwa im Gegensatz dazu die Kapitalgesellschaft. Sie ist der juristischen Person teilweise angeglichen, jedoch nur unter ganz bestimmten Aspekten und in einem engen Rahmen. So hat die Personengesellschaft gewisse selbstständige Rechte und Pflichten.

Einer der Gesellschafter ist üblicherweise der Geschäftsführer. Minderjährige können ebenfalls Gesellschafter in einer Personengesellschaft sein. Dazu benötigen sie lediglich das Einverständnis ihrer Eltern. Dies ist insbesondere dann interessant, wenn es sich um eine Erbgemeinschaft handelt.

Stimmrecht in einer Personengesellschaft

Abstimmungen in einer Personengesellschaft finden durch die Anzahl der Gesellschafter statt. Somit hat jeder Gesellschafter einer Personengesellschaft laut Definition dasselbe Stimmrecht. Es ist somit nicht (wie in Kapitalgesellschaften üblich) vom Anteil des investierten Kapitals abhängig.

Beteiligungen an einer Personengesellschaft sind üblicherweise nicht übertragbar und das Gesellschaftsvermögen gehört den Gesellschaftern gemeinsam. Bei der Gründung einer Personengesellschaft muss keine Kapitaleinlage geleistet werden. Das liegt auch an der Haftung. Schließlich haftet jeder Gesellschafter mit seinem gesamten Vermögen. Eine Sicherheitseinlage ist deshalb unnötig.

Personengesellschaft: Vertrag bestimmt die Nachfolge

Gemäß der Personengesellschaft-Definition kann der Personengesellschaftsvertrag gemeinsam ausgestaltet werden. In einem weiteren Punkt unterscheidet sich die Personengesellschaft von der Kapitalgesellschaft:


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Im Personengesellschaftsvertrag kann bei der Gründung festgehalten werden, was im Falle des Ablebens von einem der Gesellschafter mit dessen Gesellschaftsanteil zu geschehen hat. Somit ist auch immer die Nachfolge geklärt oder ob sich die übrigen Gesellschafter die Anteile untereinander aufteilen.

Wie eine Personengesellschaft definiert ist

Die Steuer der Personengesellschaft ist über die Einkommensteuer der Gesellschafter zu begleichen. Das liegt daran, dass die Personengesellschaft laut Definition keine juristische Person ist. Das Einkommen der Personengesellschaft wird anteilig allen Gesellschaftern zugerechnet. Diese müssen sich selbst darum kümmern, diese Einnahmen bei der Einkommensteuer anzugeben.

Da sich Personengesellschaften für die Bildung späterer Erbgemeinschaften eignen, macht es auch Sinn, sich mit dem Thema Erbschaftssteuer zu beschäftigen. Weil die Personengesellschaft über die Einkommenssteuer verrechnet wird, muss man auch im Falle des Ablebens eines der Gesellschafter entsprechend verfahren. Wer also dessen Anteil übernimmt, muss in Zukunft diese bei der Einkommensteuer geltend machen.

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Die Vorschriften für die Bewertung von Anteilen an Personengesellschaften sind genauso wie bei der Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften. Die Bewertung erfolgt nach dem Unternehmenswert. Alternativ kann das Erbe nach dem Ertragswert ermittelt werden. Als Mindestwert gilt der Substanzwert. Das ist bei einer Personengesellschaft die Summe aller einzelnen Wirtschaftsgüter abzüglich der Schulden.

Personengesellschaften machen heute durch die Privathaftung am ehesten dann Sinn, wenn es um gemeinsamen Immobilienbesitz und dessen Verwaltung geht oder wenn unverheiratete Paare gemeinsam teure Güter erwerben.

Formen von Personengesellschaften

Die bekanntesten Formen laut der Personengesellschaften-Definition sind die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) und die Partnergesellschaft (PartG). Letztere ist besonders bei den freien Berufen anzutreffen, auch deswegen, weil hier beispielsweise eine Haftungsbeschränkung eingebaut ist, die sich auf Berufsfehler bezieht. Beim Start in die Selbstständigkeit ist die GbR eine sehr beliebte Form, weil man sie recht einfach gründen kann.

Nach der Personengesellschaften-Definition gehören auch Personenhandelsgesellschaften wie die Offene Handelsgesellschaft (OHG) und die Kommanditgesellschaft (KG) zu dieser Rechtsform. Bei beiden ist die Grundlage der Unternehmung eindeutig das Handelsgeschäft zwischen Personen. Die Kommanditgesellschaft beinhaltet wiederum eine begrenzte Haftung. Man kann die gewünschte Beschränkung der Haftungssumme im Handelsregister eintragen lassen.

Eine spezielle Form ist hier zum Beispiel die GmbH & Co. KG. Bei dieser Kommanditgesellschaft ist der Komplementär eine GmbH, der die Haftung übernimmt. Durch diesen Zusammenschluss wird die unbeschränkte und persönliche Haftung begrenzt. Dazu dient die übliche Haftungssumme der GmbH. Diese Form kann ebenfalls von nur einer einzigen Person gegründet werden, dem Geschäftsführer der GmbH, der dann auch ihr einziger Komplementär ist.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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