ETF Agrarrohstoffe: Kombinierte Vorteile

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ETF Agrarrohstoffe sind eine vorteilhafte Anlagemöglichkeit. Preissteigerungen für Lebensmittel sorgen jedoch für ein massives Image-Problem. (Foto: zhaoliang70 / Shutterstock.com)

ETFs sind börsengehandelte Investmentfonds, die über mehrere Indices ein Marktsegment möglichst genau abbilden.

Für Anleger bedeuten ETFs durch die breite Diversifikation, die ständige Kontrolle der Wertentwicklung und die Verwaltung als Sondervermögen eine weitaus sicherere Anlage, als dies bei Einzeltiteln der Fall ist.

Das Kürzel ETF steht für die Bezeichnung Exchange Traded Funds. Der englische Begriff „Exchange” ist schon ein Hinweis darauf, dass der Fonds selbst wie eine kleine Börse funktioniert.

In den Vergleichsindex werden die interessantesten Werte einer Sparte aufgenommen.

Wenn ein ETF Agrarrohstoffe aufnimmt, tut er dies ebenfalls in der ganzen Breite der Möglichkeiten. Aber der Fonds bleibt nicht auf diesen Bereich beschränkt.

Generell nimmt ein ETF Agrarrohstoffe, Industriemetalle, Edelmetalle und Energie auf.

Entscheidend ist, wie die Gewichtung dieser Grundkomponenten ausfällt. Ein Bestandteil kann bis zu 70 % eines ETF ausmachen.

Wenn ein ETF Agrarrohstoffe stärker gewichtet, fällt dies in der Regel jedoch nicht so hochprozentig aus.

ETF Agrarrohstoffe – die Vorteile

Zunächst verfügt ein ETF Agrarrohstoffe erst einmal über die generellen Vorzüge, die Exchange Traded Funds ohnehin auszeichnen. Dazu gehört vor allen Dingen die Form des Sondervermögens, die Anlegern eine größere Sicherheit bietet.

Mehr dazu: ETF Investment

ETFs haben keine Laufzeitbegrenzung und können wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Im Gegensatz zu diesen wird aber kein Ausgabeaufschlag erhoben. Die Verwaltungsgebühren sind vergleichsweise niedrig.

Denn mit der Index-Anlage geht auch eine passive Struktur einher. ETFs werden also nicht gemanagt, sondern „lediglich” in ihrer Wertbildung kontrolliert. Dadurch entstehen den Anlegern weniger Kosten.

Insgesamt vereinen ETFs so die Vorteile von Aktien, Zertifikaten und Fonds. Sie sind flexibel und dabei mit einer günstigen Kostenstruktur versehen. Durch die breite Risikostreuung gelten ETFs zudem noch als relativ sichere Anlageklasse

Wenn ein ETF Agrarrohstoffe im größeren Umfang aufnimmt, bieten sich den Anlegern meist Investmentmöglichkeiten, die nicht alltäglich an der Börse sind. Beispielsweise liegt Soja hierzulande nicht im Fokus, gehört aber zu den wichtigsten Agrarrohstoffen weltweit.

ETF Agrarrohstoffe – das Imageproblem

Die Erträge aus einem ETF Agrarrohstoffe sind natürlich umso höher, je stärker der Preis in die angelegten Werte anzieht. Für viele Wirtschaftsethiker gilt diese Investment-Möglichkeit als unannehmbar.

Denn höhere Preise für Agrarrohstoffe haben zur Folge, das die Armen dieser Welt noch weniger zu essen haben.

Mehr zum Thema: Ethisches Investieren

Dieses Problem ist im Kern jedoch nicht durch ETF Agrarrohstoffe verursacht. Allerdings trägt das Spekulieren mit Agrarrohstoffen an der Börse dazu bei, dass es sich verschärfen kann.

Aber auch andere Entwicklungen sind verantwortlich für dieses Problem.

Der Run auf nachwachsende Rohstoffe im Energiesektor führt beispielsweise direkt dazu, dass z.B. Mais in wachsendem Maße nicht mehr zur Ernährung, sondern zur Gewinnung von Ethanol als Benzinbeimischung eingesetzt wird.

Keiner stellt deswegen die erneuerbaren Energien in Frage.

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Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.

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