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Den richtigen Mieter finden: So bleiben keine Fragen offen

Wenn Ihre Wohnung attraktive Vorteile vorweisen kann, nicht zu teuer angeboten wird und Sie eine ansprechende Anzeige veröffentlicht haben, werden innerhalb kurzer Zeit wahrscheinlich jede Menge Anfragen und Besichtigungswünsche bei Ihnen eintreffen.

So werden Sie den Mieter finden, der zu Ihrer Wohnung passt.

Mieter finden: So bereiten Sie die Besichtigung vor

Nun gilt es, alles so für die Besichtigung vorzubereiten, dass nicht nur Sie den optimalen Mieter herausfiltern können, sondern sich dieser Mieter auch für Ihre Wohnung entscheidet.

Damit die Besichtigung bei Ihrem künftigen Idealmieter einen möglichst positiven Eindruck hinterlässt, sollten Sie einige Grundregeln beachten:

  • Bringen Sie die Wohnung vor der Besichtigung „auf Hochglanz“, damit der Mietinteressent in saubere und aufgeräumte Räume kommt.
  • Führen Sie möglichst keine „Sammelbesichtigungen“ mit mehreren Interessenten durch, sondern kümmern Sie sich individuell um jeden Interessenten – das ist zwar zeitaufwendiger, aber aufgrund der persönlichen Atmosphäre Erfolg versprechender.
  • Überreichen Sie dem Interessenten bei der Besichtigung ein Exposé, falls Sie es ihm nicht schon vorab zugeschickt haben.
  • Achten Sie darauf, dass die Besichtigung bei Tageslicht stattfindet, weil dann Ihre Wohnung einen helleren und freundlicheren Eindruck macht als bei künstlicher Beleuchtung.

Darauf sollten Sie im persönlichen Gespräch mit Mietinteressenten achten

Wenn es an die Besichtigung geht, wird es ernst – sowohl für Sie als Eigentümer als auch für Ihren künftigen Mieter. Zunächst einmal sollten Sie sich darum bemühen, einen offenen und kooperativen Eindruck zu hinterlassen – wobei Sie natürlich auch glaubwürdig bleiben müssen.

Praxis-Tipp: Spielen Sie auch mit offenen Karten, wenn Sie vom Interessenten auf Nebenkosten oder mögliche Negativfaktoren angesprochen werden.

Mit dieser Verhaltensweise können Sie ihm gleich zeigen, dass Sie die Probleme erkennen und an einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung interessiert sind.

Wenn der Mietinteressent alle notwendigen Informationen zur Wohnung wie Grundriss, Miethöhe, Nebenkosten und Kaution zur Verfügung hat, beginnt sowohl für ihn als auch für Sie die Entscheidungsphase.


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Als Vermieter sind Sie natürlich daran interessiert, Ihre Wohnung jemandem zu überlassen, der seine Miete pünktlich zahlt, an einem langfristigen Mietverhältnis interessiert ist, sich gut in das nachbarschaftliche Leben einfügt und Ihnen bei auftauchenden Problemen möglichst wenig Ärger macht.

Klar: Das persönliche Gespräch verschafft Ihnen wichtige Eindrücke – aber eine Garantie für eine problemfreie Vermietung könnte auch der ausgefeilteste „Mietertest“ nicht bieten.

Praxis-Tipp: Verlieren Sie sich im Gespräch mit dem Mietinteressenten nicht in zermürbende Details, sondern achten Sie lieber auf die Grundstimmung seiner Aussagen und auf den Gesamteindruck.

Im Gespräch mit dem Mieter werden Sie natürlich auch Fragen stellen, die in seine Privatsphäre hineinreichen.

Auf der einen Seite ist es natürlich Ihr gutes Recht als Vermieter, alle für das Mietverhältnis wichtigen Fakten in Erfahrung zu bringen. Andererseits ist es das ebenso gute Recht des Mieters, seine Privatsphäre zu schützen.

Zu intime Fragen darf er sogar falsch beantworten, ohne dass Sie ihm daraus einen juristischen Strick drehen dürfen.

Diese Fragen sollten Sie unbedingt stellen

Zu den Fragen, die Sie ohne Sorge stellen können und im Hinblick auf ein künftiges gutes Mietverhältnis auch stellen sollten, zählt das Einholen der folgenden Informationen.

  • Persönliche Angaben: Sie dürfen von Ihrem künftigen Mieter den Namen, die derzeitige Adresse, seine Telefonnummer, das Geburtsdatum sowie seinen Familienstand erfahren.
  • Berufliche Angaben: Ob Ihre Miete regelmäßig gezahlt wird, hängt nicht zuletzt von den beruflichen und wirtschaftlichen Verhältnissen Ihres Mieters ab. Daher sollten Sie sich erkundigen, welchen Beruf Ihr künftiger Mieter ausübt und bei welchem Arbeitgeber er derzeit beschäftigt ist.
  • Einkommensverhältnisse: Hier wird es schon ein bisschen schwieriger. Einerseits deutet ein gutes Einkommen auf solide wirtschaftliche Verhältnisse hin – aber andererseits sind oft diejenigen, die mit wenig Geld sparsam wirtschaften müssen, die zuverlässigsten Zahler. Dennoch sollten Sie einen Einkommensnachweis verlangen, um ein Gesamtbild über den künftigen Mieter zu erhalten.
  • Bankverbindung: Weil Sie die Miete üblicherweise im Lastschriftverfahren einziehen, können Sie die Bankverbindung Ihres Mieters erfragen. Allerdings haben Sie kein Recht, sich nach seinem Guthaben, seinen Krediten oder sonstigen Vermögensverhältnissen zu erkundigen.
  • Eidesstattliche Versicherung: Wer schon einmal einen „Offenbarungseid“ geleistet hat, zählt nicht unbedingt zur idealen Zielgruppe. Sie sollten daher fragen, ob Ihr künftiger Mieter schon einmal eine eidesstattliche Versicherung abgeben musste.
  • Will der Mieter allein in die Wohnung einziehen oder eventuell eine Wohngemeinschaft gründen will – vor allem bei größeren Wohnungen in Studentenstädten eine wichtige Frage,
  • Haustiere gehalten werden oder
  • laute Musikinstrumente wie Schlagzeug, Trompete oder Klavier gespielt werden.

Unzulässig sind hingegen Fragen, die in die Privatsphäre des Mieters hineinreichen und für Sie als Wohnungseigentümer nicht so wichtig sind, dass Sie aus einer Antwort zwingend negative Folgen befürchten müssten.

Dazu zählen unter anderem die Fragen nach

  • Vorstrafen,
  • Mitgliedschaft in einem Mieterverein oder Mieterschutzbund,
  • Problemen bei früheren Mietverhältnissen,
  • Schwangerschaft oder Familienplanung,
  • dem Vorhandensein einer Rechtsschutzversicherung sowie
  • Parteizugehörigkeit.

Solche unzulässige Fragen darf ein Mieter auch bewusst falsch beantworten, ohne dass ihm daraus irgendwelche juristischen Folgen angelastet werden können.

Im Klartext: Wenn sich Ihr Mieter bei der Vorstellung als parteineutral gezeigt hat und Sie hinterher feststellen, dass er zu den Aktivisten einer radikalen Partei zählt, müssen Sie eben damit leben – solange er seine Miete pünktlich bezahlt und sich an die Hausordnung hält.

Mehr zum Thema: Mieter-Auswahl leicht gemacht

18. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Thomas Hammer
Von: Thomas Hammer. Über den Autor

Thomas Hammer ist Betriebswirt und freier Wirtschaftsjournalist in Ötisheim. Er arbeitet für Zeitungen, Zeitschriften und Buchverlage und hat bereits mehrere erfolgreiche Ratgeber zu Finanzierungs- und Immobilienthemen verfasst.