Die wichtigsten Wochencharts im Überblick

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Die Woche ist zu Ende und wir haben keine neuen Tiefs gemacht! Die großen Indizes halten sich stabil. So richtig bullisch könnte es ab nächster Woche werden, doch dazu fehlt noch ein wenig Kaufdruck.

DAX im Wochenchart

Die 12.500 Punkte halten nach unten die Bären im Zaum. 300 Punkte darüber beenden wir die Woche. Vielleicht hat heute der Verfall geholfen, dass es auf Tagessicht fast 3 Prozent nach oben ging. Da steht der DAX nämlich ziemlich alleine da mit dieser Stärke.

(Quelle: Tradingview.com)

Die blaue EMA 200 im Chart dreht auf Wochensicht nach Süden. Kein gutes Zeichen. Kurzzeitig darf das schon einmal passieren. Aber die gewichtete Durchschnittslinie muss dann recht schnell wieder die Kurve nach oben kriegen.

In den letzten Jahren hatten wir immer einmal wieder kurze Phasen, in denen die EMA 200 im Wochenchart nach unten driftete. Das waren dann meist ausgeprägte Korrekturen, die über einige Monate liefen. Danach setzte sich die Bulle wieder durch.

S&P 500 im Wochenchart

Hier ist die Welt mit Sicht auf die EMA 200 noch in Ordnung. Keine große Überraschung, dass der DAX im Vergleich schlechter notiert. Dennoch gab es bereits im letzten Monat einen Kontakt mit der EMA 200 auf Wochensicht.

(Quelle: Tradingview.com)

Das macht der S&P 500 ganz gerne und steigt danach wieder fleißig über Monate. Sollte sich dieses Muster als ändern, wäre das hier überdeutlich. Das können wir uns insofern als ein Warnsignal speichern: Fällt der S&P 500 auf Wochensicht unter die EMA 200, droht es deutlich tiefer zu gehen. Und das betrifft dann natürlich auch den Gesamtmarkt.

Gold im Wochenchart

Das sieht echt beeindruckend übel aus! Die EMA 200 wird die Kurse im Absturz schon aufhalten, oder? Passend dazu hätten wir bei 1.680 US-Dollar eine Unterstützung im Chart.

(Quelle: Tradingview.com)

Dennoch, wer sich über Bitcoin amüsiert, dass die Coins keinen Inflationsschutz bieten, muss bei Gold das Thema auch überdenken. Wir haben Rekordinflation, wie seit Dekaden nicht mehr und Gold fällt um 400 US-Dollar seit März! Das klemmt doch was!

Und jetzt noch eine zusätzlich negative Nachricht: Gold ist auf dem Weg nach unten in den meisten Fällen absolut unbeeindruckt, wenn es um die EMA 200 geht. Das heißt also, wir können auf gar keinen Fall davon ausgehen, dass hier die Kurse wieder nach oben drehen.

Silber hat es schon vorgemacht und wichtige Unterstützungen durchbrochen. Derzeit notiert Silber zwischen 18 und 19 US-Dollar. In Euro ist das jetzt leider derselbe Preis. Den Währungsrabatt zum US-Dollar gibt es nicht mehr.