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Fundamentalanalyse – lernen und durchfĂŒhren

Fundamentalanalyse – lernen und durchfĂŒhren
© Marco | Adobe Stock
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zur Fundamentalanalyse zusammengefasst

  • Die Fundamentalanalyse ist neben der Chartanalyse eine von zwei Hauptanalyseformen fĂŒr Aktien.
  • Die Fundamentalanalyse basiert auf Daten, Zahlen und Kennzahlen des zu analysierenden Unternehmens.
  • Anhand der Fundamentalanalyse können sich Anleger ein Bild darĂŒber machen, ob eine Aktie aktuell unter- oder ĂŒberbewertet ist.
  • Wichtige Kennzahlen innerhalb der Fundamentalanalyse sind zum Beispiel das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis und die Eigenkapitalquote.

Wenn Anleger ein Unternehmen und damit den Aktienkurs analysieren möchten, dann gibt es dazu mehrere Methoden. HauptsĂ€chlich werden zum einen die Chartanalyse und zum anderen die Fundamentalanalyse eingesetzt. Wir möchten uns im folgenden Beitrag ausfĂŒhrlich mit der fundamentalen Analyse beschĂ€ftigen.

Sie erfahren zunĂ€chst, was eine Fundamentalanalyse als Aktienanalyse ist und worin sie sich von der Chartanalyse unterscheidet. Ferner gehen wir auf die Ziele und AnsĂ€tze der fundamentalen Analyse ein, wie sie funktioniert und was die wichtigsten Kennzahlen sind. Am Ende unseres Beitrages erfahren Sie etwas zu den Vor- und Nachteilen der Fundamentalanalyse sowie dazu, fĂŒr wen sie sich eignet und wie Sie die Analysemethode lernen können.

Was ist die Fundamentalanalyse?

Bei der Fundamentalanalyse handelt es sich um eine spezielle Methode, die dazu dient, den inneren Wert einer Aktie zu ermitteln. Die Analyse basiert auf Fundamentaldaten, insbesondere Unternehmenskennzahlen. Die Methode analysiert unter anderem, welche Faktoren den Kurs der Aktie zukĂŒnftig beeinflussen könnten. 

Aufgrund der Analyse können Sie im Ergebnis erkennen, ob eine Aktie momentan ein gutes Preis-Leistungs-VerhÀltnis hat. Die entsprechenden Kennzahlen und Fundamentaldaten ergeben sich hauptsÀchlich aus der Bilanz sowie aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Nicht selten wird diese Form der Unternehmensanalyse mit einer Chartanalyse verbunden. 

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Was ist der Unterschied zwischen Fundamentalanalyse und Chartanalyse?

Sowohl die Fundamental- als auch die Chartanalyse dienen der Aktienanalyse. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen diesen zwei Methoden. Die Grundlage fĂŒr die technische Analyse, die Chartanalyse, sind Kursbewegungen der Aktie aus der Vergangenheit. Daher beschĂ€ftigt sich die Chartanalyse ausschließlich mit diesen Kursbewegungen, die innerhalb des Charts zu erkennen ist. Daraus versucht die Chartanalyse, bestimmte Muster zu erkennen, um daraus wiederum eine Aussage zu eventuell zukĂŒnftigen Kursbewegungen zu machen. 

Bei der fundamentalen Analyse hingegen spielen Kursbewegungen keinerlei Rolle. Stattdessen sind die Basis objektive und fundamentale Daten zum Unternehmen. Diese werden in aller Regel in Form der Kennzahlen zur VerfĂŒgung gestellt, die sich beispielsweise auf das Eigenkapital, den Gewinn oder den Umsatz eines Unternehmens beziehen.

 FundamentalanalyseChartanalyse
BasisKursverlÀufe Fundamentaldaten des Unternehmens
AnlagehorizontLĂ€ngerfristigKurzfristig

Aufgrund der speziellen Methodik wird die Fundamentalanalyse bei lÀngerfristigen Investments zurate gezogen. Die Chartanalyse hingegen dient oftmals dazu, kurzfristige Entscheidungen beim Trading fÀllen zu können.

Welche Ziele hat die Fundamentalanalyse?

Es gibt es zwei Hauptziele, die mit der Fundamentalanalyse als Unternehmensanalyse verfolgt werden, nÀmlich: 

  1. Feststellung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und
  2. Vergleich mehrerer Unternehmen (aus der gleichen Branche).

Aus diesen Hauptzielen leitet sich ab, dass die Fundamentalanalyse meistens genutzt wird, um den Kurs der Aktien an der Börse zu bewerten. Es geht vor allem um einen Vergleich zwischen aktuellem Aktienkurs und inneren Wert der Aktie. Weichen diese Daten im Rahmen des Vergleichs voneinander ab, gilt das Wertpapier entweder als unter- oder ĂŒberbewertet. 

Welche zwei AnsÀtze hat die Fundamentalanalyse? 

Das Vorgehen bei der Fundamentalanalyse variiert – je nach gewĂ€hltem Ansatz. Dabei werden bei der fundamentalen Analyse zwischen zwei AnsĂ€tze unterschieden:

  • dem Top-Down-Ansatz und 
  • dem Bottom-Up-Ansatz. 

Was ist der Top-Down-Ansatz bei der Fundamentalanalyse?

Top-Down bedeutet soviel wie von oben nach unten. Bei dem Top-Down-Ansatz der Fundamentalanalyse wird in erster Linie die Wirtschaft auf breiter Ebene betrachtet, wie zum Beispiel der Gesamtmarkt. Anschließend finden weitere Eingrenzungen statt, und zwar auf die folgenden Ebenen:

  • Industrie
  • Branche
  • Unternehmen

Die Datenanalyse geht also tatsÀchlich von oben nach unten vor, sodass immer kleinere Einheiten betrachtet werden. 

Was ist der Bottom-Up-Ansatz bei der Fundamentalanalyse?

Bei der Bottom-Up Analyse, auf Deutsch: von unten nach oben, wird nach exakt dem gegenteiligen Prinzip verfahren. Das bedeutet, dass diese Analyse mit einer bestimmten Aktie beginnt und dann immer weitreichender wird, bis hin zum Gesamtmarkt. Die Gliederung sieht entsprechend wie folgt aus:

  • Einzelwertanalyse
  • Branchenanalyse
  • Globalanalyse

Der Ansatz beginnt also mit der Unternehmensanalyse, geht anschließend weiter mit der Branchenanalyse und endet mit der Globalanalyse, also der Betrachtung des Gesamtmarktes.

Wie lÀuft die Fundamentalanalyse ab?

Meistens lÀuft die Fundamentalanalyse nach dem zuvor beschriebenen Top-Down-Prinzip ab. Das bedeutet, sie verlÀuft in den folgenden drei Schritten:

  1. Globalanalyse: Innerhalb der Globalanalyse betrachten sich die Analysten das wirtschaftliche Umfeld, in dem sich das Unternehmen befindet. Dieses wird zum Beispiel von der Konjunktur, dem Wechselkurs, der Preisentwicklung und der Zinspolitik beeinflusst. 
  2. Branchenanalyse: Im zweiten Schritt geht es um die Branchenanalyse. Im Fokus steht der Wirtschaftszweig, in dem das letztendlich zu analysierende Unternehmen beheimatet ist, beispielsweise die Automobilbranche. Analysiert werden hier unter anderem die Wettbewerber, die Verteilung der Marktanteile oder potenzielle Produktnischen.
  3. Unternehmensanalyse: Nach Global- und Branchenanalyse kommt dann die Unternehmensanalyse. Es geht nun um die einzelne Aktiengesellschaft, sodass beispielsweise die Kompetenz der GeschĂ€ftsfĂŒhrung, die Innovationskraft des Unternehmens und die Nachhaltigkeit des GeschĂ€ftsmodells analysiert werden.

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Was sind die wichtigsten Kennzahlen der Fundamentalanalyse?

Die Fundamentalanalyse basiert vor allem auf Kennzahlen, die sich wiederum aus Daten und Zahlen zum Unternehmen ergeben. In der Praxis sind es knapp zehn dieser Kennzahlen, die hĂ€ufig fĂŒr die Fundamentalanalyse genutzt werden und mit dem unter anderem der innere Wert des Unternehmens ermittelt werden kann: 

Mit diesen Kennzahlen möchten wir uns beschÀftigen und benennen, mit welcher Formel Sie die Ergebnisse ermitteln können.

Kurs-Gewinn-VerhÀltnis (KGV)

Das KGV zeigt auf, in welchem VerhÀltnis der aktuelle Aktienkurs des Unternehmens zum erzielten Gewinn steht. Die Aufgabe des KGV besteht darin, den Preis der Aktie in ein VerhÀltnis zur LeistungsfÀhigkeit der AG zu setzen. Das geschieht mit der folgenden Formel:

KGV = Aktienkurs / durch Gewinn je Aktie

An einem niedrigen KGV können Sie ableiten, dass die Aktie vergleichsweise gering bewertet ist, was wiederum ein Kaufsignal wÀre.

Formel  

Kurs-Gewinn-VerhÀltnis (KGV)

?
Mit dem Kurs-Gewinn-VerhÀltnis (KGV) kann untersucht werden, wie billig oder teuer eine Aktie im nationalen oder internationalen Vergleich abschneidet.

$$\bo\text"KGV" = \text"aktueller Aktienkurs" / \text"Gewinn je Aktie"$$

Ergebnis berechnen

PEG-Ratio

In dem Fall wird mittels der Kennzahl das KGV in ein VerhĂ€ltnis zum Gewinnwachstum gesetzt. Das KGV wird entsprechend erweitert, weil zusĂ€tzlich Prognosen fĂŒr die Zukunft im Hinblick auf das Gewinnwachstum einbezogen werden. Eine niedrige Bewertung ist dann gegeben, wenn das Ergebnis der Kennzahl unter 1 liegt. Die Berechnung basiert auf der folgenden Formel:

PEG-Ratio = KGV / Gewinnwachstum in Prozent

Formel  

Price-Earning-Growth-Ratio (PEG)

?
Mittels des dynamischen Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnisses (KGV), auch PEG – Price-Earning-Growth-Ratio – genannt, können Aktien trotz gleiches KGVs bewertet und in Relation gesetzt werden.

$$\bo\text"Price-Earning-Growth-Ratio (PEG)" = \text"Kurs-Gewinn-VerhÀltnis (KGV)" / \text"Gewinnwachstum"$$

Ergebnis berechnen

Dividendenrendite

Eine sehr bekannte Kennzahl innerhalb der Fundamentalanalyse ist die Dividendenrendite. In dem Fall wird der aktuelle Kurs der Aktien ins VerhÀltnis zur nominalen Dividende je Aktie gesetzt. Anleger können daraus ableiten, welchen Ertrag sie mit der vereinnahmten Dividende erzielen. Der Formel zur Berechnung der Dividendenrendite lautet:

Dividendenrendite = Dividende pro Aktie / Aktienkurs

Formel  

Dividendenrendite berechnen

?
Als Grundlage der Dividendenbeurteilung dient in der Aktienanalyse die Dividendenrendite. Sie stellt eine Beziehung zwischen den ausgeschĂŒtteten ErtrĂ€gen einer Aktie und dem aktuellen Kurs der Aktie her.

$$\bo\text"Dividendenrendite" = (\text"Dividende" / \text"Aktienkurs"\)*100$$

Ergebnis berechnen

Eigenkapitalquote 

Ebenfalls zu den hĂ€ufig genutzten Kennzahlen im Zuge der Fundamentalanalyse zĂ€hlt die Eigenkapitalquote. Sie gibt an, welchen Anteil das Eigenkapital innerhalb der AG am Gesamtkapital hat. Anders ausgedrĂŒckt ist die Eigenkapitalquote der Nicht-Verschuldungsgrad, denn der Rest am Gesamtkapital besteht aus Fremdkapital. Positiv ist eine relativ hohe Eigenkapitalquote, denn dadurch ist der Verschuldungsgrad niedrig. Die Berechnung erfolgt anhand der folgenden Formel:

Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Bilanzsumme) * 100

Kurs-Cashflow-VerhÀltnis (KCV)

Das KCV wird als Alternative zum KGV angesehen. An der Kennzahl lĂ€sst sich ablesen, in welchem VerhĂ€ltnis der Aktienkurs zur LiquiditĂ€t steht, die wiederum am Cashflow gemessen wird. Die Formel fĂŒr das KCV lautet:

KCV = Aktienkurs / Cashflow je Aktie

Formel  

Kurs-Cashflow-VerhÀltnis (KCFV)

?
Mit dem Kurs-Cashflow-VerhÀltnis (KCFV) lÀsst sich die LiquiditÀt eines Unternehmens beurteilen.

\[\text"Kurs-Cashflow-VerhÀltnis (KCFV)" = \text"aktueller Aktienkurs" / \text"Cashflow je Aktie"\]

Ergebnis berechnen

Kurs-Umsatz-VerhÀltnis (KUV)

Das Kurs-Umsatz-VerhÀltnis wird oft dann verwendet, wenn eine AG noch keine Gewinne generiert und somit keine Berechnung eines KGVs möglich ist. Im VerhÀltnis gesetzt werden zum einen der Kurs der Aktie und zum anderen der Umsatz des Unternehmens, sodass die Formel lautet:

KUV = Aktienkurs / Umsatz pro Aktie

FĂ€llt der Wert niedrig aus, spricht das dafĂŒr, dass das jeweilige Unternehmen unterbewertet ist. Allerdings ist zu beachten, dass das KUV nicht so eine gute Aussagekraft wie das KGV hat.

Formel  

Kurs-Umsatz-VerhÀltnis (KUV) berechnen: Methode B

?
Das Kurs-Umsatz-VerhĂ€ltnis (KUV) vergleicht die Marktkapitalisierung eines Unternehmens mit dessen jĂ€hrlichen Umsatz. Als Faustformel gilt: Je niedriger das KUV, desto gĂŒnstiger kaufen Sie eine Aktie ein.

$$\bo\text"KUV" = \text"aktueller Aktienkurs" / \text"Umsatz je Aktie"$$

Ergebnis berechnen

Kurs-Buchwert-VerhÀltnis (KBV)

Ebenfalls öfter verwendet wird im Zuge der Fundamentalanalyse die Kennzahl Kurs-Buchwert-VerhÀltnis. In diesem Fall werden der Börsenwert des Unternehmens und das Eigenkapital miteinander verglichen. Liegt das Ergebnis des Kurs-Buchwert-VerhÀltnisses unter 1, bedeutet das, dass das Eigenkapital mehr wert ist, als die Börse angibt. Das wiederum deutet auf eine Unterbewertung der Aktie hin. Berechnet wird das KBV mit folgender Formel:

KBV = Marktkapitalisierung / Eigenkapital

Formel  

Kurs-Buchwert-VerhÀltnis (KBV) berechnen: Methode A

?
Das sogenannte Kurs-Buchwert-VerhĂ€ltnis (KBV) bemisst, wie der Name schon verrĂ€t, das VerhĂ€ltnis von Kurs und Buchwert der jeweiligen Aktie. Aus Anlegersicht sind vor allem Unternehmen mit einem KBV von unter 1 interessant. In dem Fall ist nĂ€mlich die Substanz des betreffenden Unternehmens höher als der Preis, der an der Börse dafĂŒr gezahlt wird.

$$\bo\text"KBV"=\text"Marktkapitalisierung"/\text"Eigenkapital"$$

Ergebnis berechnen

Wo finde ich fundamentale Kennzahlen?

Nur wenige der genannten Kennzahlen mĂŒssen Sie im Zuge der Fundamentalanalyse selbst ermitteln. Insbesondere im Internet gibt es zahlreiche Quellen, denen Sie regelmĂ€ĂŸig die wichtigsten Kennzahlen zu den bekanntesten Aktien entnehmen können. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die folgenden Datenquellen: 

  • Börsenzeitung,
  • Finanzseiten im Internet,
  • bestimmte Newsletter und
  • GeschĂ€ftsberichte oder Bilanzen der Aktiengesellschaften.

Worauf sollte man bei der Analyse der fundamentalen Kennzahlen achten?

GrundsÀtzlich gibt es einige Punkte, die Sie im Zusammenhang mit der Analyse der fundamentalen Kennzahlen beachten sollten. Das sind insbesondere:

  • Niemals nur eine Kennzahl heranziehen
  • Ergebnisse immer im Branchenvergleich sehen
  • Aussagekraft und Ungenauigkeiten kennen
  • Ist der aktuelle Aktienkurs Teil der Berechnung, kann sich die Kennzahl schnell Ă€ndern
  • Gewichtung der verschiedenen Daten und Zahlen beachten

Wichtig: Die Fundamentalanalyse stĂŒtzt sich auf mehrere Kennzahlen. Anleger und Analysten sollten nie ausschließlich eine der zuvor genannten Kennzahlen ermitteln werden, sondern die Kombination aus mehreren Ergebnissen liefert die beste Aussagekraft.

Welche Vorteile beinhaltet die Fundamentalanalyse?

Die Fundamentalanalyse bietet zur Aktienanalyse sowohl Vor- als auch Nachteile. Die aus unserer Sicht grĂ¶ĂŸten Vorteile sind:

  • Sammeln von wichtigen Informationen
  • Entscheidungsgrundlage zum Aktienkauf oder Verkauf
  • Sehr gut geeignet fĂŒr lĂ€ngerfristige Investments
  • VerhĂ€ltnis zwischen Vermögenswerten und aktuellem Marktpreis wird deutlich

Welche Nachteile hat die Fundamentalanalyse?

Neben den zuvor genannten Vorteilen gibt es einige Nachteile, die Sie ebenfalls beachten sollten. Das sind in erster Linie:

  • Relativ hoher Zeitaufwand
  • Gefahr von durch Unternehmen geschönte Informationen als Basis
  • Qualitative Unternehmensanalyse basiert auf subjektiven EinschĂ€tzungen
  • Keine Entscheidungsgrundlage fĂŒr den kurzfristigen Handel (Trading)

FĂŒr wen eignet sich die Fundamentalanalyse?

Insbesondere fĂŒr Anleger, die lĂ€ngerfristig investieren möchten, ist die Fundamentalanalyse geeignet. Sie ist eine gute Grundlage fĂŒr Entscheidungen im mittel- bis langfristigen Bereich. Wenig geeignet hingegen sind fundamentale Analysen dann, wenn es eher um das kurzfristige Trading und Spekulationen geht. 

DarĂŒber hinaus ist die Analyse allgemein zur Bewertung von Unternehmen geeignet, unabhĂ€ngig von den Investments in Aktien. Wird zum Beispiel eine mögliche Übernahme erwogen, wird die Fundamentalanalyse hĂ€ufig zurate gezogen.

Wie kann man die Fundamentalanalyse lernen?

Die Fundamentalanalyse ist nicht ganz einfach zu lernen, sodass Neulinge sicherlich nicht von heute auf morgen Analysten werden. Stattdessen gilt das Prinzip „Learning by doing“. Es ist sehr wichtig, dass Sie sich mit den einzelnen Branchen und deren Besonderheiten auseinandersetzen. DarĂŒber hinaus sollten Sie die wichtigsten Daten aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung kennen, da diese eine Grundlage fĂŒr viele Kennzahlen im Rahmen der Fundamentalanalyse sind. 

Hilfreich ist es, wenn Sie sich zunĂ€chst mit den einzelnen Unternehmenskennzahlen auseinandersetzen und nicht nur deren Bedeutung kennen, sondern auch die geschĂ€ftlichen und wirtschaftlichen HintergrĂŒnde. DarĂŒber hinaus können verschiedene Medien dabei helfen, die Fundamentalanalyse zu lernen. Das können zum Beispiel BĂŒcher, eBooks und auch Video-Tutorials sein, die Anleitungen geben und Hintergrundwissen vermitteln.