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Artikelserien

Online-Banking: Wie sicher ist das Web-Verfahren?

von David Gerginov

Sind Sie schon online oder zögern Sie noch? Online-Banking geht schnell und einfach. Doch wie sicher ist das Verfahren eigentlich? > Mehr

Bank & Geld

Bin ich Krösus? Dieser Mann begründete unser Geldsystem

von Ralf Hartmann

Seit König Krösus gibt es Metallgeld. Der lydische Herrscher ließ vor 2.500 Jahren die ersten Münzen nach gleichen Einheiten prägen. > Mehr

Bank & Geld

Bezahlen im Vorbeigehen – so funktioniert es

von Peter Hermann

Die NFC-Technologie (englisch: Near Field Communication) ermöglicht das kontaktlose Bezahlen. Ihre Funktionsweise ist denkbar einfach. > Mehr

Fassade einer modernen Bank. Animiert. Darauf ist der Schriftzug © Pixelwolf – Fotolia.com
Bank & Geld

Die Top 10 der größten Investmentbanken

von Alexander Mittermeier

Die Mehrzahl der 10 größten Investmentbanken sitzt in den USA, die Deutsche Bank hält dagegen. > Mehr

Bank & Geld

Sparbuch verloren – was tun?

von David Gerginov

Ein verlorenes Sparbuch sollte schnell der Bank gemeldet und gesperrt werden. In fremden Händen kann es zu finanziellem Schaden führen. > Mehr

Bank & Geld

So lösen Sie einen Scheck ein

von David Gerginov

Eine Lohnzahlung, ein Geschenk oder eine Rückerstattung – wer einen Scheck erhält, sollte wissen wie und wo er ihn einlöst. > Mehr

Kontoauszüge auf einem Tisch verteilt. Darauf liegen eine Brille, ein Stift und ein Taschenrechner© Stauke – Fotolia.com
Bank & Geld

Basiskonto: Das Konto für Jedermann

von Peter Hermann

Das Basiskonto garantiert den Menschen, am modernen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen zu können – eine Definition. > Mehr

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Bank und Geld: Das ewige Lied der Geldschöpfung

Bank und Geld gehört ebenso zu den weltweit unumstößlichen Paarungen wie Vermögen und Steuer.

Doch besonders finanzinteressierten Anlegern sollte bewusst sein, welche Wechselwirkungen zwischen den Institutionen und der Währung existieren.

Wie Banken Geld erschaffen

Das wichtigste Privileg gleich zu Beginn: Banken können Geld schöpfen, also aus dem Nichts heraus entstehen lassen.

Diese Funktion ist in einer Marktwirtschaft zwar von besonderer Bedeutung, hat unkontrolliert genutzt aber auch ihre Schattenseiten.

Alles beginnt mit der Mindestreserve bei der Zentralbank. Dabei handelt es sich um eine minimale Geldmenge, die von jeder Geschäftsbank bei der EZB hinterlegt werden muss, um im Krisenfall verfügbar zu sein.

In Europa ist diese Mindestreserve auf 2% des gesamten Buchgeldes festgelegt, das die Geschäftsbank ihren Kunden gutgeschrieben hat.

Mit anderen Worten: Lediglich 2% der gutgeschriebenen Summe muss tatsächlich vorhanden sein, alles Weitere wird auf dem Papier bzw. im Computersystem geschaffen.

Wenn eine Bank einem Kunden also einen Kredit über 20.000 Euro bewilligt, muss sie davon nur 400 Euro wirklich besitzen und auf ihrem Zentralbankkonto hinterlegen, der Rest entsteht erst in diesem Moment.

Wie jeder weiß erheben Banken Gebühren in Form von Zinsen für verliehenes Geld. In diesem Fall kann die Bank aber nicht nur Zinsen auf die vorher schon existenten 400 Euro erheben, sondern auf die gesamte Kreditsumme von 20.000 Euro.

Die Mindestreserve bei der EZB

In einem anderen Fall wird es beim Thema Bank und Geld aber noch interessanter. Nehmen wir einmal an, die Bank verfügt für ein sehr großes Darlehen gar nicht über die entsprechende 2%-Mindestreserve bei der Zentralbank.

In diesem Fall kann sie den Kredit trotzdem an den Kunden vergeben und leiht sich die fehlende Reserve selber wiederum von der EZB.

Die Geschäftsbank zahlt dann natürlich ebenfalls Zinsen dafür (den so genannten Leitzins), sorgt aber dafür, dass ihre Zinseinnahmen durch den Kunden höher ausfallen.

Selbst wenn also nicht einmal die Sicherheitsreserve vorhanden ist, kann eine Bank Geld aus dem Nichts erschaffen und für dieses neu erschaffene Geld Zinsen erheben.

Dieses System hat zur Folge, dass es generell wesentlich mehr Buchgeld als reales Bargeld gibt. Sollte es zum theoretischen Fall kommen, dass fast alle Kunden ihr gesamtes Vermögen ausgezahlt bekommen möchten, so würde das nicht funktionieren.

Es gibt nicht genügend Bargeld

Auch wenn die Banken also suggerieren, dass jeder Kunde allzeit sein Geld abheben könnte, sind die tatsächlich sehr interessiert daran, dass möglichst alle Geschäfte nur digital im System abgewickelt werden und niemand das Bargeld sehen möchte.

Wie Sie sehen ist das wechselseitige System von Banken und Geld recht komplex und fußt auf einigen Grundlagen, die den logischen Intuitionen der Bürger zuwiderlaufen.

Hier auf GeVestor finden Sie zahlreiche Artikel und Videobeiträge zu weiteren Hintergründen und Mechanismen.

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