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Die Split-Kandidaten – wo der Einstieg lohnt

Inhaltsverzeichnis

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle erläutert, wie ein Aktiensplit funktioniert. Unter dem Strich ändert sich zwar nichts. Aktiensplits stärken aber die Nachfrage und wirken sich daher häufig positiv auf die Kursentwicklung aus.

Einer Untersuchung der Bank of America zufolge entwickeln sich Aktien von Unternehmen, die einen Aktiensplit durchgeführt haben, tatsächlich besser als der Gesamtmarkt. Seit 1980 ergibt sich auf Sicht von zwölf Monaten nach dem Split-Termin im Schnitt eine Outperformance von 16 Prozentpunkten gegenüber dem S&P 500.

Dennoch sollte ein Aktiensplit nicht der alleinige Grund für eine Investition sein. Deshalb nehme ich heute für Sie die US-Schwergewichte unter die Lupe, bei denen ein Split ansteht: Alphabet, Tesla und Amazon.

Amazon, Alphabet und Tesla haben Splits angekündigt

Bei Amazon wird bereits am 6. Juni ein Aktiensplit im Verhältnis 20 für 1 durchgeführt. An diesem Tag sinkt der Aktienkurs auf ein Zwanzigstel seines bisherigen Werts. Aktionäre haben nach der Umstellung die 20-fache Stückzahl in ihrem Depot. Der Aktienkurs sinkt dadurch von derzeit knapp 2.300 Dollar auf ungefähr 115 Dollar.

Bei der Google-Muttergesellschaft Alphabet steht am 16. Juli ein Split an, ebenfalls im Verhältnis 20 für 1. Nach der Umstellung wird eine Alphabet-Aktie, die derzeit bei über 2.300 Dollar notiert, nur noch circa 116 Dollar kosten.

Der Dritte im Bunde ist Tesla. Auch der Elektroauto-Hersteller plant einen Split, über den auf der nächsten Hauptversammlung abgestimmt werden soll. Ein Termin und das Splitverhältnis wurden bislang aber noch nicht bekannt gegeben. Tesla hatte zuletzt im August 2020 einen Aktiensplit im Verhältnis 5 für 1 durchgeführt.

Tesla: Trotz Korrektur hoch bewertet

Die Tesla-Aktie notiert nach der jüngsten Korrektur fast 40% unter ihren Hochs. Dennoch ist die Aktie des Elektroauto-Herstellers noch immer hoch bewertet und nur für sehr risikobereite Anleger eine Überlegung wert. Zudem mahnt die Charttechnik zur Vorsicht.

Gelingt es jedoch, die zentrale Unterstützung im Bereich von 700 Dollar weiter zu verteidigen, könnte hier ein Boden ausgebildet werden. Falls nicht, kann sich die Korrektur noch ausweiten.

Amazon enttäuscht

Auch bei Amazon und Alphabet zeigt der Trend aktuell nach unten. Allerdings hat es die Amazon-Aktie deutlich heftiger erwischt. Nach enttäuschenden Zahlen geriet der Aktienkurs zuletzt massiv unter Druck und liegt knapp 40% unter seinen Hochs. Unter Trend-Aspekten muss das Fazit lauten: Finger weg!

Angesichts der Ausnahmestellung des US-Konzerns und der starken Position im Cloud-Bereich überwiegen auf mittlere Sicht aber die Chancen. Nach einem Gewinnrückgang in diesem Jahr dürfte sich das Wachstum fortsetzen. Anleger mit Weitblick könnten daher schon mal erste Käufe wagen.

Alphabet: wieder vernünftig bewertet

Alphabet konnte mit den Quartalszahlen dagegen einmal mehr überzeugen. Die Aktie hat ebenfalls korrigiert und liegt derzeit rund 23% unter dem Rekordstand, der Anfang Februar bei über 3.000 Dollar erreicht wurde.

Nach der Korrektur ist die Alphabet-Aktie wieder moderat bewertet. Die Charttechnik mahnt zwar auch hier zur Vorsicht. Wer langfristig denkt, für den dürfte sich der Einstieg auf dem aktuellen Niveau aber lohnen. Der Aktiensplit Mitte Juli könnte für zusätzlichen Auftrieb sorgen.